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Großbritannien: Facebook zahlt 580.000 Euro Strafe wegen Cambridge-Analytica-Skandal

Facebook setzt einen Schlussstrich unter die Affäre um Cambridge Analytica - zumindest in Großbritannien. (Foto: AlexandraPopova/Shutterstock)

Facebook nimmt seinen Berufungsantrag gegen die seitens der britischen Datenschutzbehörde in der Cambridge-Analytica-Affäre verhängte Strafe zurück und will die geforderten rund 580.000 Euro zahlen.

Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, so lautet die juristische Klausel, wird Facebook die wegen des Cambridge-Analytica-Skandals verhängte Strafe nun zahlen. Damit hat die britische Datenschutzbehörde, das Information Commissioner’s Office (ICO), sich letztlich gegen den Internet-Riesen durchgesetzt. Das berichtet die BBC.

Facebook bedauert, nicht früher gehandelt zu haben

Facebook gab sich danach zerknirscht und bedauerte, nicht früher und deutlicher im Falle Cambridge Analytica reagiert zu haben. Facebook-Anwalt Harry Kinmoth wies indes darauf hin, dass es keine Beweise dafür gäbe, dass Daten von EU-Bürgern an Cambridge Anlaytica gegeben worden sein, versprach jedoch, auch weiterhin mit dem ICO zusammenarbeiten zu wollen, um dessen Untersuchung zur Nutzung von Personendaten zu Zwecken politischer Einflussnahme zu unterstützen.

ICO sieht sich als Schützer der Demokratie, Deutschland verfolgt Fall nicht weiter

James Dipple-Johnstone vom ICO machte noch einmal deutlich, dass es beim Datenschutz nicht nur um den individuellen Schutz der Bürgerinnen und Bürger gehe, sondern ganz unmittelbar auch um den Schutz der Demokratie an sich.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper hatte sein Bußgeldverfahren in gleicher Sache bereits im Oktober 2018 eingestellt.

Ausgangspunkt des Skandals war eine vom US-Wissenschaftler Aleksandr Kogan entwickelte App namens „thisisyourdigitallife“, die Nutzerprofile nicht nur zu den grundsätzlich erlaubten Forschungszwecken erhob, sondern diese auch zum Teil an Cambridge Analytica weiterleitete. Facebook hatte sich auf den Standpunkt gestellt, nicht für die nicht zulässige Nutzung seiner Plattform durch Kogan verantwortlich zu sein.

Passend dazu: Cambridge Analytica: Politiker zweifeln an Facebooks Aufklärungsversprechen

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