Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Großer Hackerangriff auf Facebook: Spammer sollen verantwortlich sein

Waren Spammer für den Hackerangriff auf Facebook verantwortlich? (Foto: Fure / Shutterstock.com)

Spammer, nicht staatlich geförderte Hacker sollen für den jüngsten großen Angriff auf Facebook verantwortlich gewesen sein. Das sollen zumindest interne Ermittlungen belegen.

Ende September hatte Facebook einen massiven Hackerangriff auf das soziale Netzwerk öffentlich gemacht. 30 Millionen Nutzerkonten – statt der zunächst genannten 50 Millionen – sollen von dem Hack betroffen gewesen sein, davon drei Millionen in Europa. Die Hacker sollen teils umfangreiche persönliche Daten entwendet haben. Bei den Angreifern soll es sich um Spammer gehandelt haben, nicht, wie teils vermutet, um staatlich geförderte Hacker.

Hacker oder Spammer: Facebook schweigt auf FBI-Bitte zu den Hintergründen

Diese Erkenntnis geht laut einem Bericht des Wall Street Journals auf das Ergebnis interner Ermittlungen in dem Konzern zurück. Demnach hätten sich die Spammer als Marketingfirma ausgegeben. Ziel sei es gewesen, mit irreführender Werbung Geld zu verdienen, wie ZD-Net berichtet. Hinweise auf mit Nationalstaaten in Verbindung stehenden Tätern hat es demnach nicht gegeben.

Eine offizielle Verlautbarung Facebooks zu dem Fall gibt es allerdings nicht. Das FBI, das an den Ermittlungen beteiligt ist, soll das soziale Netzwerk gebeten haben, vorerst keine Details zu dem Hackerangriff und möglichen Verdächtigen zu veröffentlichen. Die Sicherheitslücke, die das Abgreifen der Daten erst möglich machte, ist seit Ende September geschlossen.

In Europa droht Facebook dennoch mächtig Ärger. Nach den Bestimmungen DSGVO könnte auf Facebook wegen des Hacks eine Strafe in der Höhe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes zukommen. Dieser Anteil beliefe sich auf etwa 1,4 Milliarden Euro, sollte die zuständige Datenschutzbehörde in Irland zu dem Schluss kommen, dass Facebook seine Pflichten nach der DSGVO nicht erfüllt hat.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.