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So netzwerken deutsche Berufstätige

Ein gutes Netzwerk bringt Karrierechancen. (Foto: Shutterstock-Monkey Business Images)

Warum netzwerken manche Menschen und andere nicht? Und wie tun sie das? Eine Befragung unter 1.000 Berufstätigen hat Antworten darauf gefunden.

Gut genetzwerkt, ist halb gewonnen. Klingt platt, stimmt aber. Denn wer ein gutes Netzwerk hat, bekommt öfter Jobangebote und kann leichter Ratschläge einholen. Obwohl die Vorteile auf der Hand liegen, tun es jedoch die wenigsten Deutschen – wie eine Befragung des Büromöbelhändlers Viking darlegt. Demnach netzwerken zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer nicht aktiv. Das ist insofern verwunderlich, da auf der anderen Seite ein Großteil von 70 Prozent der Befragten glaubt, dass es wichtig für die Karriere sei. Das sind die drei beliebtesten Arten zu netzwerken: auf Arbeitskonferenzen gehen (33 Prozent), via Linkedin oder Xing verdrahten (32 Prozent) sowie mit Kollegen auf Events gehen (29 Prozent).

Große Unterschiede finden sich zwischen den Geschlechtern: Fast 75 Prozent der Frauen gaben an, nicht aktiv zu netzwerken. Nur 60 Prozent der Männer haben diese Aussage getroffen. Auch die Motive sind unterschiedlich: Über 25 Prozent der Männer netzwerkt, um Personen kennenzulernen, die Personalentscheidungen treffen. Bei Frauen sind es lediglich 15 Prozent. Die meisten weiblichen Befragten erhoffen sich dagegen viel mehr, durch ein gutes Netzwerk viele Gleichgesinnte oder neue Mentoren kennenzulernen. Für die Karriere hat das Folgen: So hätten Männer auf Recruiting-Messen in 42 Prozent der Fälle eine berufliche Chance angeboten bekommen, während es bei Frauen nur 30 Prozent sind.

„Wer ein gutes Netzwerk hat, bekommt öfter Jobangebote und kann leichter Ratschläge einholen.“

Die besten Netzwerker sind der Befragung nach die 18- bis 34-Jährigen. Fast 60 Prozent der Befragten dieser Altersklassen sind aktive Netzwerker. Zudem sei diese Gruppe besonders erfolgreich. 64 Prozent hätten auf einer Rekrutierungsmesse schon ein Vorstellungsgespräch, einen Job oder eine Beförderung angeboten bekommen. Die Befragten, die nicht aktiv an ihrem Netzwerk arbeiten, haben übrigens diese Gründe genannt: 36 hätten schlicht kein Interesse, 30 Prozent hätten zu wenig Zeit und für elf Prozent gäbe es keine Events in ihrer Nähe.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere
Jobsuche: Die kostenlose Truffls-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n / dunnnk)

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2 Kommentare
Insomnia
Insomnia

Ich gehöre zu denen, die nicht „netzwerken“ und es sind die ersten beiden Gründe kombiniert – kein Interesse und keine Zeit :) Obwohl das eine ja das Andere bedingt. Jeder mit Freizeit hat grundsätzlich Zeit. Wie Emil Oesch schon sagte: „Zeit haben heißt wissen, wofür man Zeit haben will und wofür nicht.“

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Freizeit? Das macht man während der Arbeitszeit auf Konferenzen, Fortbildungen, Barcamps beim Kunden oder bei Xing.

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