Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Rekordtief: Boomender Arbeitsmarkt sorgt für weniger Gründungen

Immer weniger Menschen in Deutschland machen sich selbstständig – aber die, die es tun, sind digital und innovativ. (Foto: Shutterstock / dotshock)

Gute Chancen, einen Job zu finden, dämpfen die Zahl der Neugründungen. Immerhin: Ideengetriebene, innovative und digitale Gründungen werden häufiger.

Immer weniger Deutsche gründen ein eigenes Unternehmen. Nur 557.000 Personen haben sich im Jahr 2017 selbstständig gemacht – das sind 17 Prozent weniger als noch im Jahr davor. Der heute vorgestellte KfW-Gründungsmonitor zeigt einen Zusammenhang zu den guten Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Die Möglichkeit, eine abhängige Beschäftigung zu finden, sei so gut, dass sich immer weniger Menschen zur Selbständigkeit entschließen würden.

Der Gründungsmonitor zeigt aber auch ein paar positive Entwicklungen: Die vielen Jobangebote auf dem Arbeitsmarkt haben vor allem für weniger Notgründungen gesorgt – weniger Personen gründen wegen mangelnder Alternativen. Dafür gründen mehr Menschen, um eigene Ideen umzusetzen, sogenannte Chancengründer.

Gründer arbeiten häufiger digital und innovativ

Solche Chancengründungen werden in den letzten Jahren häufiger – und verbessern den Autoren der Studie zufolge die Qualität der Gründungen. Mehr neue Unternehmen würden mit digitalen Technologien arbeiten, innovativ forschen und Neues entwickeln. Sie seien der Jobmotor der Zukunft, sagte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des Gründungsmonitors. „Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken.“

Anteil der Gründerinnen gesunken

Die Berliner gründen der Studie zufolge am häufigsten, kurz danach folgt Hamburg. Knapp drei von hundert Personen gründen dort jeweils im Schnitt jährlich. Die anteilig wenigsten Gründungen gab es in Sachsen. Erneut gesunken ist der Anteil der Gründerinnen – von zehn neuen Unternehmen wurden im Schnitt weniger als vier von Frauen gegründet.

Aussicht auf mehr Gründungen in diesem Jahr besteht den Autoren zufolge nicht: 2018 würde die Zahl voraussichtlich gleichbleiben oder sogar noch ein wenig sinken. Eigentlich hatten die Autoren mit einer Trendwende im Jahr 2017 gerechnet. „Ende des Sinkflugs erwartet“, hieß es im Gründungsmonitor 2016. Argumentiert wurde dort mit vielen Befragten, die eine Gründung planten. Die haben ihre Ideen im letzten Jahr wohl doch (noch) nicht umgesetzt.

Zum Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.