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Schon jeder 5. Gründer baut auf digitale Technologien

(Foto: Shutterstock)

Der KfW-Gründungsmonitor für das Jahr 2016 ist erschienen. Die Studie attestiert Deutschland zwar einen deutlichen Rückgang von Gründungen, vor allem für die Digitalbranche gibt es jedoch viele gute Nachrichten.

So wenige Neugründungen wie seit 2002 nicht mehr

Immer weniger Deutsche trauen sich, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Zu diesem Ergebnis kommt der KfW-Gründungsmonitor 2016, der auf einer Befragung von rund 50.000 Existenzgründern im Voll- und Nebenerwerb basiert. Demnach ist die Anzahl von Gründern im Vergleich zum Vorjahr um 152.000 oder 17 Prozent auf 763.000 Personen gesunken, teilt die für die Erhebung zuständige KfW-Bankengruppe mit. So wenige Gründungen gab es zuletzt 2002.

Immer weniger Deutsche trauen sich, ein eigenes Unternehmen zu gründen. (Grafik: KfW)
Immer weniger Deutsche trauen sich, ein eigenes Unternehmen zu gründen. (Grafik: KfW)

Der Grund für die Entwicklung ist allerdings zu begrüßen: „Die sehr gute Situation am Arbeitsmarkt hemmt die Gründungstätigkeit. Positiv dabei ist, dass es zuvor noch nie so wenige Notgründer gab“, kommentiert Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, die Zahlen. Nur zehn Prozent der Gründer waren vor dem Schritt in die Selbstständigkeit arbeitslos – so wenige wie nie.

Schon jeder 5. Gründer digital unterwegs

Obwohl die Zahl der klassischen Existenzgründungen im vergangenen Jahr zurückging, konnten nach Einschätzung der KfW vor allem innovative und auf Wachstum ausgerichtete Neugründungen zulegen. Fast jeder zweite Gründer (377.000) fällt unter diese Kategorie. „Das Gründungsgeschehen“, so Chefvolkswirt Zeuner, „hat an Quantität verloren, aber strukturell an Qualität gewonnen“. Gründer mit digitalen Technologien oder Geschäftsmodellen machen inzwischen einen substanziellen Teil des Gründungsgeschehens aus. Mit 21 Prozent sei schon jeder fünfte Gründer digital unterwegs, heißt es in der Studie.

Bessere Finanzierungsbedingungen für Gründer

Flankiert wird die positive Entwicklung nach Angaben der KfW auch von einer verbesserten Finanzierungssituation für Gründer. Demzufolge ist der Anteil von Gründern mit Finanzierungsschwierigkeiten im vergangenen Jahr um ein Viertel von vormals 20 auf nunmehr 15 Prozent gesunken.

Wenn Gründer Finanzmittel nutzen, finanzieren sie sich in zwei von drei Fällen ausschließlich über ihre eigenen privaten Finanzmittel (Eigenmittelgründer). Auf alle Gründer gerechnet greifen aber 23 Prozent auch auf externe Mittel Dritter wie etwa Venture-Kapital-Firmen, Business Angels oder Kreditinstitute zurück.

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