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Was Gründer von Kevin Spaceys Diebstahl lernen können

Kevin Spacey auf der Bits & Pretzels in München

US-Schauspieler Kevin Spacey hat eine alte Frau beklaut – eine der besten Entscheidungen seines Lebens. Für Gründer hat er eine klare Botschaft.

US-Schauspieler und Oscar-Preisträger Kevin Spacey war 13 Jahre alt, als er auf sein großes Idol traf: Schauspieler Jack Lemmon, zu seiner Zeit eine Legende in Hollywood. Diese Anekdote erzählte Spacey am Sonntag den rund 5.000 Gästen der Tech- und Gründerkonferenz Bits & Pretzels in München.

„Manchmal braucht es zur richtigen Zeit nur die richtigen Worte der richtigen Person, um ein Leben zu verändern“, sagte Spacey. Und diese Worte habe Lemmon damals gefunden, als er Spacey bei einem Schauspiel-Workshop der Theatergruppe seiner Schule einen „geborenen Schauspieler“ nannte. Der spätere Frank Underwood aus „House of Cards“ nahm sich die Worte zu Herzen und ließ sich zum Schauspieler ausbilden.

Kevin Spacey: Per Diebstahl zur entscheidenden Cocktailparty

Viele Jahre sollten vergehen, bis dieser Traum Wirklichkeit wurde – im Jahr 1985. Der britische Theater- und Opernregisseur Jonathan Miller suchte damals nach Schauspielern für seine Broadway-Produktion „Long Day’s Journey Into Night“. Spacey war damals 25 und wünschte sich nichts sehnlicher, als bei Miller vorspielen zu dürfen.

Er besuchte einen Vortrag von Miller in New York und sah durch einen großen Zufall seine Chance gekommen: „Neben mir saß eine ältere Frau und aus ihrer Handtasche ragte eine Einladung für eine Cocktailparty zu Ehren von Dr. Jonathan Miller“, sagte Spacey. Der Disput zwischen Engelchen und Teufelchen auf Spaceys Schultern entschied an diesem Abend das Teufelchen für sich.

Und die Entscheidung habe sich gelohnt: Die ganze Nacht habe er Miller bearbeitet, bis dieser ihm das Vorspielen erlaubte – mit positivem Ausgang. Jack Lemmon, der Held aus Spaceys Kindheit, habe die finale Entscheidung getroffen und wurde Spaceys Freund und Mentor.

Lob des Risikos

Den Ratschlag, den Spacey mit dieser Geschichte den Gründern des Festivals vermitteln will: „Das war ein Risiko und es hat mein Leben verändert. Risiken einzugehen ist wichtig und lohnend.“

US-Schauspieler und Regisseur Kevin Spacey (2.v.l) feiert mit den Organisatoren von "Bits & Pretzels" Felix Haas (l-r), Andreas Bruckschlögl und Christian Lohmeier am 24.09.2016 in München (Bayern) auf dem Oktoberfest im Käferzelt. Die 183. Wiesn dauert vom 17.09.2016 bis zum 03.10.2016. Foto: Felix Hörhager/dpa |

Kevin Spacey (zweiter von links) feiert mit den Organisatoren von Bits & Pretzels: Felix Haas, Andreas Bruckschlögl und Bernd Storm auf dem Oktoberfest (von links nach rechts). (Foto: dpa)

Auch seine Erfolgsserie „House of Cards“, eine bittere Abrechnung mit dem US-amerikanischen politischen System in Form einer Drama-Serie, habe mit allem gebrochen, was bis dahin als gesichertes Wissen über das Fernsehen galt. „House of Cards“ war eine der ersten aufwendig produzierten TV-Inhalte, die in den USA ausschließlich über den Streaming-Dienst Netflix verbreitet wurden und nicht klassisch über das über Jahrzehnte fest etablierte Kabelfernsehen.

„Wetten Sie auf diejenigen, die die herausfordern, die gerade dominant sind“, riet Spacey den Konferenzbesuchern. „Wir haben die Lektion gelernt, die die Musikindustrie nicht gelernt hat. Gibt den Leuten, was sie wollen – in der Form, in der sie es wollen – und sie werden es eher kaufen als stehlen.“

Spacey hat selbst in Startups investiert und ist besonders von den Möglichkeiten der Virtual Reality fasziniert. Im November 2015 hatte er sich laut Techcrunch mit drei Millionen Dollar am VR-Startup WoofbertVR beteiligt, das Museenbesuche ermöglicht, ohne vor Ort zu sein.

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6 Kommentare
amc
amc

Oha, schlecht geschrieben und voller Fehler; liest bei Euch keiner über den Text, bevor er veröffentlicht wird?! Tolle Botschaft … *kopfschüttel*

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Dave
Dave

Also ich sehe hier „No Risk, no Reward.“
Und das ist mMn keine schlechte Aussage.

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Sebos
Sebos

Aha. Klauen um erfolgreich zu sein? Toller Typ …

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Christian
Christian

Der Tipp über moralische Verfehlungen hinwegzusehen, um erfolgreich zu sein ist mal gar nichts wert. Das mag in den ein oder anderen Fällen gut gehen, aber ich bin mir sicher, dass es in der Masse irgendwann schief geht – siehe Unister.

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Lebenswirklichkeit
Lebenswirklichkeit

Egoismus:
Die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Altruịsmus:
Die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Ergo:
Kevin Spacey hat mit seiner Tat die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt gestellt, ohne auf die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen Rücksicht zu nehmen. Für sein Ego ist er zum Dieb geworden. Pfui, Kevin! Pfui!

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nk
nk

Dieser Rat passt wohl eher zum amerikanischen Markt/Gesellschaftstyp.

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