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Gründer eines Milliarden-Fintechs greift Bankenbranche an: „Sie killen den Wandel“

Fintech vs. Banken: Monzo-Gründer und CEO Tom Blomfield. (Foto: Monzo)

Fintech-Gründer Tom Blomfield hat traditionelle Banken verbal scharf angegriffen. Die Bankenbranche konzentriere sich auf althergebrachte Produkte und bekämpfe den digitalen Wandel.

Gut vier Jahre nach dem Start ist das britische Fintech Monzo schon knapp 2,4 Milliarden Euro wert und hat eigenen Angaben zufolge 3,8 Millionen Kunden. Zu den Investoren gehört der US-amerikanische Startup-Accelerator Y Combinator. Gegründet haben Monzo, das neben Revolut zu den bekanntesten Fintechs Großbritanniens gehört, Tom Blomfield, Jonas Huckestein, Jason Bates, Paul Rippon und Gary Dolman. Blomfield, der als CEO firmiert, hat jetzt seinem Ärger über die traditionelle Bankenbranche Luft gemacht.

Banken ohne Kontakt zum Kunden?

Traditionelle Bankenriesen wie Barclays oder HSBC nutzten längst veraltete Technologien und scheuten jedes Risiko, so Blomfield. Anders als Fintechs wie Monzo würden traditionelle Banken sich gegen den digitalen Wandel stemmen und jede Veränderung „killen“. Statt sich auf von normalen Leuten auf der Straße gewünschte alltägliche Dienstleistungen zu konzentrieren, gehe es bei den Banken noch immer um Produkte wie Hypotheken, Kredite und Kreditkarten. Laut Blomfield sei die Verbindung zwischen den Bankhäusern und ihren Kunden abgerissen.

Der Erfolg von aufstrebenden Fintechs wie N26 aus Deutschland, Revolut oder Monzo setzt die Bankenbranche mehr und mehr unter Druck. Die Fintechs hätten es geschafft, mit Banking-Apps und einfachen Bezahlwegen oder Möglichkeiten zur Überweisung eine junge, tech-affine Zielgruppe anzusprechen, wie CNBC schreibt. Traditionelle Banken ziehen zwar nach. Aber Blomfield hat dafür nur Spott übrig. Bei den Banken werde eine Abteilung abgespalten und in ein schickes Büro mit Tischtennisplatte geschickt. Einem grundlegenden Wandel verweigerten sich die Bankhäuser, um Risiken zu vermeiden.

Investitionen in den Fintech-Sektor

Blomfield räumt aber ein, dass es einfacher sei, von Null anzufangen – auch wenn die Fintech-Gründung ein steiniger Weg sei. Fintechs wie Monzo können aber auch auf kapitalkräftige Investoren vertrauen – sicher eine Folge der aktuellen Niedrigzinsphase. Monzo könnte laut Medienberichten noch in diesem Jahr weitere 100 Millionen britische Pfund einsammeln. Revolut ist demnach dabei, 500 Millionen Dollar an frischem Kapital einzusammeln.

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