Interview

Catsitting, Ärztevermittlung und mehr: Diese acht Gründerinnen solltet ihr kennen

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(Foto: Prelovee)

Swantje Kahl und Stephanie Neumann, Prelovee
Gegründet: 2015
Mitarbeiter: 10
Umsatz: keine Angabe
Sitz: München

Prelovee ist eine Suchmaschine für Secondhand-Mode mit 1,5 Millionen Einzelstücken. Mit einer speziellen Such- und Filterfunktion blieben den Kunden Zeit und Nerven erspart, sagt Swantje Kahl. „Wir arbeiten ständig an weiteren Features, die die Suche nach dem (pre)loved Stück noch einfacher macht.“

t3n.de: Wie kamt ihr auf die Idee?

Swantje Kahl: Wir sortieren selbst mehrmals im Jahr unseren Kleiderschrank aus. Dabei haben wir uns immer gefragt, bei welchem der vielen Seconhand-Shops wir unsere Kleidung verkaufen sollen. Die Auswahl war zu groß. So kam meiner Mitgründerin Stephanie Neumann die Idee für Prelovee, um den mittlerweile stark fragmentierten Markt übersichtlich und leicht zugänglich zu gestalten.

t3n.de: Was war eure Motivation, zu gründen?

Swantje Kahl: Die Wirtschaft mit der eigenen Idee ein Stück weiter voran zu treiben und das Leben von Menschen zu vereinfachen, war und ist eine große Motivation. Sein eigener Chef zu sein und sich selbst für Erfolge auf die Schulter klopfen zu können, ist ein wahnsinnig befriedigendes Gefühl, das man in der Form nur im eigenen Unternehmen erlebt.

t3n.de: Habt ihr eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Swantje Kahl: Seid mutig. Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt, um zu gründen. Der Schritt ist nicht leicht, lohnt sich aber jeden Tag. Die Lernkurve wird in einem Angestelltenverhältnis nie so steil sein. Außerdem brauchen wir tolle Gründerinnen, die die Startup-Welt aufmischen. Dabei ist es wichtig, dass ihr ihr selbst bleibt und euch nicht verbiegt, um Investoren, anderen Startups oder wem auch immer zu gefallen. Ein Motto, das jeden Gründer begleiten sollte, lautet: Wenn es einfach wäre, würde es jeder machen. Mit dem Satz im Hinterkopf lassen sich auch schwierige Situationen auf dem Weg zu den verdienten Erfolgen überstehen.

(Foto: Digisitter)

Katharina Schiederig, Digisitter
Gegründet: 2017
Mitarbeiter: 1
Umsatz: App noch nicht am Markt
Sitz: Berlin

Digisitter kombiniert eine App für berufstätige Eltern mit einem Dashboard für die Personalabteilung des Arbeitgebers. Es funktioniert wie ein Doodle für Kinderbetreuung. Das Geschäftsmodell sei zunächst B2B ausgerichtet, sagt Gründerin Katharina Schiederig. „Wir planen ab Herbst eine Pilotphase mit ausgewählten Unternehmen, anschließend können Unternehmen Digisitter für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abonnieren.“ Perspektivisch soll die App automatisierte Empfehlungen geben, beispielsweise bei der Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Elternteilen.

t3n.de: Wie kamst du die Idee?

Katharina Schiederig: Ich habe zwei Kinder und bin beruflich regelmäßig mit der Herausforderung konfrontiert, Job-Termine und Kinderbetreuung abzustimmen. Gleichzeitig habe ich ein Projekt zu flexiblem Arbeiten geleitet und dafür 800 Führungskräfte befragt. Dadurch wurde mir immer klarer, dass viele berufstätige Eltern vor derselben Herausforderung stehen.

t3n.de: Was war deine Motivation, zu gründen?

Katharina Schiederig: Ich hatte immer schon Lust, mein eigenes Ding zu machen. Mit der klaren Vision für eine Vereinbarkeits-App wurde die Motivation sehr stark, die Idee umzusetzen und eben zu gründen.

t3n.de: Hast du eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Katharina Schiederig: Jeder Tag ist ein Abenteuer. Gründen macht das Leben aufregend.

(Foto: Hofspielhaus)

Christiane Brammer, Hofspielhaus
Gegründet: 2015
Mitarbeiter: 4 plus freie
Umsatz: „Einnahmen aus der Hofspielhaus-Event-Vermietung gehen sofort wieder in die Kunst.“
Sitz: München

Vorhang auf für Christine Brammer und ihr Startup Hofspielhaus, ein kultureller Theater-Treffpunkt in München. Theater hautnah erleben, das ist das Motto. „Wir kümmern uns um jeden, der ins Theater kommt“, erklärt Brammer, „die Leute werden persönlich angesprochen. Unsere Gäste wissen, dass sie bei uns eigenproduzierte Aufführungen mit persönlicher Note bekommen. Sie haben eine kulturelle Heimat hier.“ Finanziert werde das Hofspielhaus durch die Vermietung der Räume sowie durch Theater-Seminare. Brammer, selbst Schauspielerin, betont die Bedeutung des persönlichen Kontakt mit großen Schauspielern wie Jutta Speidel oder Ottfried Fischer.

t3n.de: Wie kamst du auf die Idee?

Christine Brammer: Ich stamme aus einer Schauspielerfamilie, es ist meine Leidenschaft, kreativ zu sein. Ich möchte Menschen schöne Stunden im Theater ermöglichen. Und Coaching bedeutet, mit Menschen zu arbeiten. „Carpe coaching“ sage ich dazu (Anmerkung des Redakteurs: als Anspielung auf „Carpe diem“).

t3n.de: Was war deine Motivation, zu gründen?

Christine Brammer: Ich wollte meine Idee umsetzen, schnell und effektiv – und nicht mehr von anderen Menschen abhängig sein.

t3n.de: Hast du eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Christine Brammer: Durchhalten, sich nicht beirren lassen, es alleine versuchen.

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Ein Kommentar
lola
lola

Früher war es schöner. Da bezahlt der Herr Bankdirektor seiner Frau einfach den Blumenladen oder die Boutique und mit viel Glück brachte das den Herbsurlaub auf Sylt ein. Die Kosten setzte er von seinem Lohn ab.
Heute erfinden die Damen (und Herren) Ehepartner gleich ein Startup mit vielen Mitarbeitern und hohen Kosten. Und weil man das Hobby des Partners nicht absetzen kann, finanziert man das Startup. Gerne auch mal ich das deines Partner und die das meines Partners, Und das Finanzamt nennt das dann nicht mehr Hobby, weil bei ne Mio verpulferter Werbekohle immer wieder mal echter Umsatz generiert wird.

Hier sollte das Finantamt genauer prüfen was Hobby und was Unternehmen ist. Und dem Kapitalgebern dann das Geld auch „Nach Steuern“ abnehmen.

Aber eins ist klar, sieht immer noch schicker aus als der 1 Millionsten Baby-Antik-Caffe-Laden oder die 500 ste Secound Hand Boutique für 50+

Respekt für die die echt was zum Erfolg führen.

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