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Test

Günstig wie nie: Das neue iPad 6 im Test

(Bild: Apple)

Apple hat kürzlich ein neues 9,7-Zoll-Modell des iPad vorgestellt. Die sechste Generation bietet nicht nur den günstigsten Einstieg in Apples Tablet-Welt, sondern auch ein paar nützliche Neuerungen.

Der Konzern aus Cupertino hat sein neues Tablet dieses Mal in einer Highschool vorgestellt. Das war kein Zufall, denn Apple möchte wieder stärker in Bildungseinrichtungen Fuß fassen. Entsprechend wurden auch spezifisch auf den Bildungssektor zugeschnittene Anwendungen vorgestellt. Das Unternehmen möchte zum einen mit einem attraktiven Preis – das neue iPad kostet in der günstigsten Konfiguration rund 350 Euro – und zum anderen mit der Unterstützung für den hauseigenen Eingabestift punkten. Für unseren Test stand uns ein Gerät mit 128 Gigabyte Speicher und LTE zur Verfügung.

Das neue  iPad unterstützt jetzt auch den Pencil. (Bild: Apple)

iPad 6 mit schnellerem Prozessor und GPU

Im Vergleich zum Modell des vergangenen Jahres punktet das neue iPad 2018 mit dem schnelleren A10-Fusion-Prozessor und einer fast verdoppelten GPU-Leistung. Apple selbst spricht von einer 40 Prozent schnelleren CPU. Der Performance-Gewinn ist im direkten Vergleich dank der neuen Architektur und einer höheren Taktung in jedem Fall deutlich. Insgesamt fühlt sich das Öffnen und Nutzen von Apps sehr flüssig an.

Im Gegensatz zu CPU und GPU hat Apple bei RAM und Flash-Speicher keine Änderungen vorgenommen. Auch in Sachen Kamera muss das neue iPad im Gegensatz zum Pro-Modell weiterhin mit einem 8-Megapixel-Sensor auskommen. Ebenfalls unverändert ist der Akku, der in unseren Tests fast die versprochenen zehn Stunden Laufzeit erreichen konnte.

Die Performance ist auch für AR-Apps ausreichend. (Bild: Apple)

Display und Lautsprecher

Im Vergleich zum iPad Pro muss das neue iPad mit lediglich zwei Lautsprechern auskommen, die aber einen guten Eindruck hinterlassen. Wenig Überraschungen gibt es auch beim Display, das auch im neuen Modell 2.048 mal 1.536 Pixel bei 9,7 Zoll bietet. Der Screen kann durchaus überzeugen, ist aber eines der Hauptargumente für Menschen, die sich für ein iPad Pro entscheiden. Im Vergleich zum großen Bruder bietet das neue iPad 60 statt 120 Hz, ist weniger hell, lässt HDR-Unterstützung sowie Truetone vermissen und hat einen geringeren Farbraum. Das alles dürfte allerdings für die Zielgruppe des neuen Modells zu vernachlässigen sein. Schmerzlicher wirkt sich hingegen das kaum entspiegelte Display aus.

Apple Pencil jetzt auch mit „kleinem“ iPad nutzbar

Besonders die Pencil-Unterstützung führt Apple ins Feld, um sich in Bildungseinrichtungen zu positionieren. (Bild: Apple)

Wer den Apple Pencil bereits vom iPad Pro kennt, wird feststellen, dass der Eingabestift beim neuen iPad wie gewohnt funktioniert. Die Eingabeverzögerung ist minimal und aufgrund des Abstands zwischen Panel und Glasoberfläche fühlt sich das Ganze etwas weniger intuitiv als beim iPad Pro an. Der Stift lässt sich sowohl für handschriftliche Notizen als auch zum Zeichnen nutzen. Hält man den Pencil leicht schräg, kann man schraffieren und auch die unterschiedlichen Druckstufen funktionieren wie gewohnt. Der Apple Pencil ist nicht im Lieferumfang enthalten und wer diese Form der Eingabe nutzen will, muss rund 100 Euro für den Stift hinlegen.

Preis und Ausstattung

Einmal davon abgesehen, dass Interessierte für den Pencil noch mal hundert Euro mehr auf den Tisch legen müssen, ist das neue iPad die derzeit günstigste Möglichkeit, um ein Tablet von Apple zu erwerben. Für die 32-Gigabyte-Version verlangt Apple rund 350 Euro. Wer dazu noch ein LTE-Modul benötigt, zahlt 480 Euro. Das Modell mit 128 Gigabyte kostet 440 Euro ohne LTE und 570 Euro mit.

Fazit

Das neue iPad ist ein gelungenes Tablet, bei dem Apple zwar nicht den großen Wurf wagt, aber ein sinnvolles Update zum Vorjahresmodell bringt. Auch wenn die Performance im Vergleich zum iPad aus dem vergangenen Jahr beachtlich ist, dürften der geringere Preis und die Möglichkeit, den zusätzlich zu erwerbenden Pencil nutzen zu können, die Hauptargumente für potenzielle Käufer sein.

(Bild: Apple)

1 von 7

Wer ein älteres Modell sein Eigen nennt, wird vom Performance-Boost des neuen iPads profitieren. In unserem Test lief das Gerät sehr flüssig. Das traf sowohl auf das Aufrufen des Kontrollzentrums, das Nutzen rechenintensiver Apps und das allgemeine Öffnen von Apps zu. Das neue iPad lässt sich übrigens auch für Augmented-Reality-Anwendungen nutzen. Für die meisten Nutzer dürfte die Leistung des Geräts auch in den kommenden Jahren reichen. Bei der gebotenen Leistung in Kombination mit dem großen Softwareangebot im Appstore ist der niedrige Einstiegspreis besonders für Interessenten, die bisher kein Tablet haben, sehr attraktiv. Der größte Nachteil im Vergleich zum deutlich teureren iPad Pro ist der kleinere, stärker spiegelnde und im Detail technisch unterlegene Screen.

Unterm Strich ist das neue iPad für die meisten Nutzer völlig ausreichend. Die CPU und Grafik sind selbst für aktuellen Spiele ausreichend performant und man erhält für einen vergleichsweise günstigen Preis ein Gerät, das technisch auch in ein paar Jahren noch völlig ausreichend bleiben dürfte.

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