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„Spüren, fühlen, leben“: Wie Händler auf Ebay Millionen verdienen können

Die Zahl der deutschen Umsatzmillionäre auf Ebay hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf über tausend verdoppelt. Wie Händler dort Erfolg haben, verrät Deutschlands erste Powersellerin.

Ebay: 1.000 deutsche Umsatzmillionäre

Ebay hat das Jahr 2016 besser als erwartet abgeschlossen. Ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft bescherte der Online-Handelsplattform allein im Schlussquartal zwei Millionen Neukunden. Der Jahresumsatz kletterte um vier Prozent auf neun Milliarden US-Dollar. Von dem Aufwärtstrend profitieren nicht zuletzt die Händler – auch in Deutschland. Seit 2011 hat sich die Zahl der deutschen Händler, die auf Ebay mehr als eine Million Euro pro Jahr umsetzen, auf über tausend verdoppelt.

eBay: Zahl der deutschen Umsatzmillionäre verdoppelt. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Im Gespräch mit dem Handelsblatt hat Deutschlands erste Powersellerin und Umsatzmillionärin Marion von Kuczkowski einige Tipps verraten, wie Online-Händler auf Ebay Erfolg haben können. Demnach müssten Verkäufer Ebay „spüren, fühlen, leben“. Ein gutes Produkt und günstige Preise würden nicht ausreichen.

Der Verkauf bei Ebay bereitet laut von Kuczkowski zwar mehr Arbeit als der Online-Handel über den Konkurrenten Amazon. Insbesondere die zahlreichen Änderungen, etwa bei den Artikelmerkmalen, müssten jedes Mal schnell umgesetzt werden, damit der Umsatz nicht falle. Außerdem seien Ebay-Kunden sehr kommunikativ, ein entsprechender Kundenservice sei daher Pflicht.

Ebay-Powersellerin: Auch auf Amazon verkaufen

Ebenfalls von Vorteil: Auch Neustarter könnten heute noch auf Ebay erfolgreich sein. Dennoch rät von Kuczkowski, die mittlerweile Online-Händler berät, dazu, nicht nur auf Ebay, sondern auch auf Amazon zu verkaufen. Ein eigener Webshop sei ebenfalls von Vorteil, wenn eine gewisse Umsatzhöhe erreicht sei. Dann würde auch eine mögliche Sperrung des Händler-Accounts auf den beiden großen Plattformen nicht das sofortige Aus bedeuten.

Bei den deutschen Ebay-Umsatzmillionären ist übrigens die Kategorie „Haus & Garten“ am einträglichsten, teilte Ebay mit. Hier werden 34 Prozent der Umsätze erwirtschaftet, gefolgt von den Bereichen „Elektronik“ (26,2 Prozent) und „Motors“ (23,2 Prozent). Die Zukunft für den Online-Handel sieht jedenfalls rosig aus, wenn man den Prognosen glaubt. Einer GfK-Studie zufolge sollen sich die Online-Umsätze bis 2025 verdoppeln.

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3 Reaktionen
kulli

Deswegen berät sie ja jetzt Firmen: weil auf den Plattformen langfristig kein ordentlicher Gewinnn mehr erwirtschaftet werden kann.
Da finden sich bestimmt genug, dei Ihre "Beratung" bezahlen.
Umsatz - Umsatz - Umsatz; schneller, höher, weiter und die Arbeitsplätze sind trotzdem keine richtigen. Moderne Sklaverei.

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lola

Es ist schon ein Unterschied ob ich Millionen verdienen oder nur Umsatzmillionär bin. Bei einem Umsatzmillionäre können auch Millionen verlust erwirtschaftet werden. Und bei den Ebayer ist es doch eher so das der "Umsatz eines Monats" bereits die Löhne zahlen muss, weil es der Gewinn nicht mehr kann.
Interessant wöre es den Gewinn zu erfahren, der da langfristig aufläuft und ohne Umsatzsteuerungen. Und dann noch die Arbeitszeit des Inhabers.

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Tobi

Das war auch mein erster Gedanke. Wäre interessant zu wissen, wieviel echter Gewinn am Ende übrig bleibt.

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