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Hamburg könnte Hyperloop für den Warentransport erhalten

Noch ohne Hyperloop: Der Hamburger Hafen. (Foto: katatonia82 / Shutterstock.com)

Der Hamburger Hafen will Elons Musks Hyperloop-System für den Warentransport einsetzen. Damit könnte der Lkw-Verkehr in der Hansestadt deutlich verringert werden.

Die Betreiberfirma des Hamburger Hafens will Elon Musks futuristisches Transportmittel Hyperloop für den Containertransport nutzen. Das geht aus einem Bericht des Hamburger Abendblatts hervor. Der Hafenbetreiber soll bereits in Verhandlungen mit dem kalifornischen Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) stehen. HTT arbeitet bereits mit Kommunen aus den USA, China und Frankreich an ähnlichen Plänen.

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Hyperloop: Nach dem Willen der Macher soll eine Trasse so aussehen. (Bild: SpaceX)

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Die Hamburger Hyperloop-Strecke soll den Hafen mit dem Umland verbinden. Über das Röhrensystem könnten dann bis zu 4.100 Container täglich von und zu dem Hafen transportiert werden. Dadurch würden die Straßen Hamburgs entlastet, da die Be- und Entladung von Lkw außerhalb der Metropole stattfinden könnte. Die Bauarbeiten könnten laut Informationen des Hamburger Abendblatts schon innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre beginnen.

Hyperloop: So funktioniert die gigantische Röhrenpost

Beim Hyperloop handelt es sich um eine Magnetschwebebahn, die in einem Vakuumtunnel verkehrt. Die kapselartigen Transportsysteme könnten Geschwindigkeiten von bis 1.200 Kilometer pro Stunde erreichen. Erstmals vorgestellt wurde das Konzept 2013 von Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk. Statt sich mit einer seiner Firmen selbst um die Umsetzung des Konzepts zu kümmern, stellte Musk die Pläne zur freien Verwendung ins Internet. Seitdem arbeiten neben HTT noch eine ganze Reihe anderer Firmen und Forschungseinrichtungen an einer Umsetzung des Konzepts.

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5 Kommentare
Kenny
Kenny

Warum sollte man dafür Hyperloop nehmen ? Reichen Schienen nicht aus ? Denn es muss doch profitabel sein oder etwa nicht ?
2. Warum sollte Hyperloop auf einmal Leute auf den Gedanken bringen für den Transport den Zug zu verwenden wenn es vorher doch sowieso nicht geklappt hat.

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silverbeard
silverbeard

Der Hyperloop hätte den Vorteil, dass er völlig inkompatiebel zu allen anderne Transportmitteln ist. Niemand käme auf die Idee, die Strecke zusätzlich für andere Zwecke zu gebrauchen und so zu verlangsamen.

Auch würde kein Regionalfürst in seiner Gemeinde einen Bahnhof verlangen um sich ein Denkmal zu setzen. Das spart viel Geld und „Reisezeit“ (wenn man davon bei Fracht sprechen kann).

Der Transrapid ist übrigens im täglichen Einsatz. Es hat also „geklappt“. Nur nicht im langweiligen Deutschland.

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Bernhard
Bernhard

Der Hyperloop ist ein absurdes Konzept, das mit Sicherheit (nachdem viele Milliarden hinein geflossen sind) eingestellt wird. Eine Magnetschwebebahn, die in einer hunderte Kilometer langen (ihr zumindest Dutzende in Hamburg) Vakuumkammer verkehrt? Deutschland hat sogar den Transrapid, eine stinknormale Magnetschwebebahn, aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

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silverbeard
silverbeard

Woher wollen Sie das wissen?
Die Entwicklung geht doch immer weiter. Sie ist nicht beim Transrapid stehengeblieben (der übrigens in Shanghai regulär eingesetzt wird).

Zuerst einmal ist es sehr vernünftig Fracht durch Hamburg nicht mit LKW’s befördern zu wollen. Dabei ungewöhnliche Technik nicht schon von vorneherein abzulehnen sondern auch als eine Variante durchzurechnen ist erst mal nicht absurd.

Diese Bahn soll in Röhren auf Stelzen fahren. Dafür ist es schon mal viel einfacher Genehmigungen und Bauraum zu bekommen als für Gleise auf dem Boden (z.B. auch in geschützten Gebieten oder über Strassen). Auch die Fahrgeräusche werden geringer sein als bei regulären Frachtzügen. Dadurch kann näher an Wohngebieten gebaut werden. Tiere und Selbstmörder haben es schwer vor die Bahn zu laufen, wenn sie in einer Röhre fährt.

Zum Energieverbrauch im Gegensatz zu konventionellen Zügen der DB kann ich nichts sagen. Ich denke aber, das bei diesem Projekt auch Fachleute mitentscheiden.

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Bernhard
Bernhard

Der Transrapid ist auch in China m.WE. nicht rentabel, aber da bin ich nicht 1005ig sicher. Es ist eher folgendes Problem: Eine Vakuumkammer ist aufwendig, sie muss absolut dicht sein und einem beträchtlichen Unterdruck standhalten. Nur eine kleine Unnregelmäßigkeit, bspw. eine Delle, könnte zu einer katastrophalen Implosion führen. Das ist bei einer dermaßen langen Vakuumröhre extrem schwer zu gewährleisten. Es müsste quasi konstant Vakuumpumpen laufen, was den Energieverbrauch sicher beachtlich in die Höhe treibt.
Ein weiteres Problem: Ein Vakuum ist für Menschen lebensgefährlich (s. Flugzeug auf Reisehöhe), schon das kleinste Loch in einem Hyperloop-Wagen wäre fatal. Und wenn denn tatsächlich ein Notfall vorliegt: Wie bekommt man die Passagiere da raus? Aus einer hermetisch versiegelten Stahlröhre? Warentransport in unbemannten Wagen wäre evtl. eher denkbar.
Aber selbst wenn: Das KOnzept der Magnetschwebebahn ist sehr, sehr alt. Dass sie trotzdem nur an sehr wenigen Orten zum Einsatz kam, deutet an, wie kompliziert dieses Konzept in der Realität ist. Wenn man sich nun vorstellt, dass das Ganze auch noch in einer gigantischen Vakuumkammer verkehren soll, ahnt man, wie unrealistisch das ist.
Verstehen Sie mich nicht falsch, neue Ideen zum Personen- und Warenverkehr sind wichtig, aber das Konzept …
Der YouTuber Thunderf00t (ein Physiker) hat einige interessante Videos zum Hyperloop gemacht und warum er ihn für eine Schnapsidee hält.

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