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Handelskrieg: Apple-Zulieferer Foxconn wendet sich von China ab

(Foto: dpa)

Apple-Zulieferer Foxconn baut seine Aktivitäten in Vietnam und Indien aus. Hintergrund ist wohl der Handelskrieg zwischen den USA und China. Apple soll damit aber nichts zu tun haben.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Apple-Zulieferer Foxconn seit Oktober des Vorjahres rund 50.000 Mitarbeiter entlassen hat. Grund dafür war offenbar die aktuell schwache iPhone-Nachfrage, die auch auf die Umsätze des weltgrößten Auftragsfertigers drückt. Jetzt scheint Foxconn auch noch der Handelskrieg zwischen den USA und China zuzusetzen. Der taiwanische Konzern hat zuletzt kräftig in Indien und Vietnam ausgebaut, wie Bloomberg berichtet.

Foxconn investiert Millionen in Werke in Indien und Vietnam

Seit Herbst sollen über 200 Millionen US-Dollar in eine indische Tochterfirma geflossen sein. Zudem steckt Foxconn 16,5 Millionen Dollar in eine vietnamesische Sales-Tochter. Bei dem Ausbau außerhalb Chinas soll es Foxconn zufolge nicht um die Apple-Produktion gehen. Allerdings soll eine in Hongkong börsennotierte Tochterfirma, die iPhone-Hardware herstellt, in Vietnam mitmischen, wie es in dem Blommberg-Bericht heißt. Eine andere Foxconn-Tochterfirma baut demnach in Indien Xiaomi-Smartphones zusammen.

Nicht ganz klar ist, ob Apple seinen wichtigsten Zulieferer unter Druck setzt, die Fertigung außerhalb Chinas auszubauen. Einige taiwanische Hersteller haben ihre Kapazitäten aufgrund der Strafzölle auf Netzwerk-Equipment und Server-Hardware längst aus China abgezogen. Im Raum steht noch die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, alle aus China importierten Waren mit Strafzöllen zu belegen. Das würde dann auch US-Konzerne wie Apple treffen. Foxconn hat sich zu dem Bericht bisher nicht geäußert.

iPhone Xs und Xs Max in Bildern
iPhone Xs und iPhone Xs Max. (Screenshot: t3n)

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Im Herbst 2018 hatte Trump Apple-Produkte wie das iPhone bei der Erhebung von Strafzöllen von aus China importierten Waren noch verschont. Trump fordert von Apple seit längerem, dass der Konzern seine Produktion komplett in die USA verlegen soll. Bisher hat Apple dazu aber kaum Anstalten gemacht. Es könnte also sein, dass der iPhone-Hersteller bald wieder in Ungnade fällt und von dem Handelskrieg mit China betroffen wäre. Da kämen Fabriken in Indien und Vietnam gerade recht.

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Eine Reaktion
gast22

Nach meiner Meinung eine ganz normale Expansion eines Unternehmens mit vielen Zehntausenden von Mitarbeitern. Der indische und arabische Markt ist sehr groß. Indien fordert ohnehin, dass Produkte, die in Indien verkauft werden sollen auch in Indien (teilweise9 produziert werden müssen.

Vietnam stecke ich ebenfalls in diese Schublade, auch wenn es sicherlich eine andere Motivation ist. Beziehungen oder Ursachen bei Apple zu suchen ist sicherlich sehr an den Haaren herbeigezogen. Der Aufbau neuer großer Tochterunternehmen mit entsprechendem Investitionsbedarf ist nie eine superkurzfristige Angelegenheit. Wer weiß, wie lange Trump noch das Sagen hat bzw. wie lange er einen Handelskrieg aushalten würde. Vorgänger von ihm hatten es auch schon versucht. Außerdem macht ihm zur Zeit die Innenpolitik größere Sorgen, denn seine 800.000 Staatsbediensteten bekommen seit Dezember keinen Lohn mehr.

Ebenso ist auch das Handeln von Apple zu verstehen. Ein verstärktes Engagement in den USA oder gar die Komplettproduktion (wie im Artikel behauptet) ist ebenfalls nichts Kurzfristiges von 2 oder 4 Jahren. Wenn es diesen Schwenk geben sollte (der auch qualifiziertes Personal in Größenordnungen verlangt - und das zu niedrigen Löhnen), dann erfolgt das nicht für den Zeitraum von 3 oder 5 Jahren, sondern eher für mittelfristige zweistellige Zeiträume. Problematisch wären auch der gesamte Umbau der Beschaffungs- und Vertriebskanäle. Da Politik aber immer gerne wechselt sind eben diese Forderungen (der gegenwärtigen Administration) auch nicht von Dauer. Der weltweite Konkurrenzdruck "einer gegen sehr viele Unternehmen" erfordert aber immer Kostensenkung, wo es nur geht.

Insgesamt also eher Wunschdenken der Informanten und Artikelschreiber. Bleiben wir lieber bei den Fakten: Foxconn expandiert. Foxconn hat viele Auftraggeber. Punkt!

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