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Handelsstreit treibt chinesische Konzerne an Hongkonger Börse

Alibaba-Logo. (Foto: dpa)

Der anhaltende Handelsstreit zwischen China und den USA treibt chinesische Konzerne offenbar zu einer zusätzlichen Notierung außerhalb der USA. Alibaba etwa strebt ein zweites Listing in Hongkong an.

In den vergangenen Jahren gehörte für chinesische Konzerne, insbesondere aus dem Tech-Bereich, ein öffentlichkeitswirksamer Börsengang in den USA dazu. Der E-Commerce-Riese Alibaba hatte beim Börsenstart 25 Milliarden US-Dollar erlöst – der bisher größte jemals durchgeführte Börsengang. Jetzt strebt ausgerechnet Alibaba vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA eine Zweitnotierung in Hongkong an – und viele weitere chinesische Konzerne könnten folgen, wie CNBC berichtet.

US-Handelsstreit besorgt chinesische Konzerne

Gerüchte über entsprechende Pläne Alibabas waren schon vor einigen Wochen aufgekommen. Demnach könnte ein zweites Listing dem Amazon-Rivalen weitere bis zu 20 Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Hauptgrund für eine stärkere Orientierung in Richtung Heimmarkt dürfte aber die Unsicherheit darüber sein, wie sich die Bedingungen für chinesische Tech-Konzerne in den USA weiter entwickeln werden. Vor Augen dürften die Unternehmen dabei nicht zuletzt den Umgang mit Huawei und ZTE haben.

Kevin Leung, Chefstratege bei Haitong International Securities, rechnet jedenfalls mit einem Anstieg von Zweitnotierungen in Hongkong oder oder anderen chinesischen Börsen. Leung nennt etwa JD.com, C-Trip und Baidu, die derzeit an der Nasdaq notiert sind. Chinesischen Konzerne könnten weitere Restriktionen drohen, meint Gil Luria vom Finanzdienstleister D.A. Davidson. Angesichts der Unsicherheit sei es besser, auch in einer Börse auf dem Heimmarkt aktiv zu sein.

Sind Chinas Börsen groß genug für Rückkehrer?

Darüber hinaus nehme die Attraktivität der chinesischen Börsen zu, da dortige Investoren immer versierter im Handel mit Aktien würden, sagte Leung. Und der Zugang zu Aktien von Konzernen wie Alibaba sei für Chinesen in Hongkong oder Shanghai einfacher als an US-Börsen. Kritiker sehen allerdings derzeit keine guten Voraussetzungen für einen Börsenstart in Asien. Eine höhere Bewertung könnten chinesische Konzerne in den USA erzielen, meint etwa Dickie Wong, Chefforscher bei Kingston Securities, gegenüber CNBC. Die Frage sei zudem, ob die chinesischen Börsen groß genug seien, um mehrere Konzerne von dem Kaliber von Alibaba aufzunehmen.

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