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Handelsstreit mit China: Preissteigerungen für Tech-Geräte erwartet

Apple ist von den US-Zöllen besonders betroffen. (Foto: Food Travel Stockforlife/Shutterstock)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China soll Tech-Firmen schon zehn Milliarden US-Dollar gekostet haben. Jetzt folgen neue Zölle – die Preise für Geräte dürften steigen.

Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China hat für Kosten in der Höhe von zehn Milliarden Dollar bei US-amerikanischen Technologiefirmen gesorgt. Bisher waren die auf in China produzierte Waren erhobenen Zölle seitens der US-Regierung vor allem auf einzelne Teile und Komponenten beschränkt, wie die Consumer Tech Association (CTA) erklärt. In der CTA sind 2.000 Unternehmen aus der Elektronikbranche vereint, darunter Hersteller wie Apple und LG sowie Händler wie Walmart oder Best-Buy. Die seit 1. September geltenden neuen Tarife betreffen dagegen fertige Geräte.

Neue Zölle: Preise könnten steigen

Seit Sonntag müssen Tech-Firmen, die Fernseher, smarte Lautsprecher, Smartwatches, Desktop-Computer oder Drohnen aus China in die USA importieren, 15 Prozent Zollgebühren abgeben. Branchenbeobachter rechnen mit steigenden Preisen, wie CNBC berichtet. Die Preise würden aber nicht sofort in die Höhe gehen, wie CTA-Sprecherin Bronwyn Flores betont. Aber ab November, etwa beim Black-Friday, könnten die Preise für bestimmte Geräte ansteigen. Im Vorweihnachtsgeschäft sei dieser Effekt dann ganz sicher zu beobachten, so die Prognose.

Apple, dessen Chef Tim Cook zuletzt bei US-Präsident Donald Trump um Nachlässe für seine Produkte gebeten haben soll, ist von den derzeit neu eingeführten Zöllen auch betroffen. Auf Produkte wie Airpods, die Apple Watch, die Homepod-Lautsprecher und iMacs entfallen jetzt beim Import in die USA 15 Prozent Zoll. Aktuell sind 19 Apple-Produkte von US-Zöllen betroffen, wie Reuters gezählt hat. Das dicke Ende kommt für den iPhone-Konzern aber noch. Denn ab Dezember soll die Palette an Geräten, auf die Zölle gezahlt werden, noch ausgeweitet werden.

Handelsstreit: Zoll-Befreiungen für Apple und Co?

Dann sind laut dem Wedbush-Analysten Dan Ives alle wichtigen Apple-Produkte von iPhone über iPad und Macs bis hin zum Apple-TV betroffen. Analysen der US-Großbank J.P. Morgan zufolge werde Apple die höheren Kosten durch die Zölle aber eher selbst auffangen als die Preise für seine Produkte zu erhöhen. Das könnte Apple rund 500 Millionen Dollar kosten. Allerdings besteht noch eine Chance, dass Apple und andere große Tech-Firmen von den Zöllen befreit werden. Verantwortliche des US-Handelsministerium haben CNBC zufolge kürzlich noch von entsprechenden Plänen gesprochen. Trump hatte Cook immerhin zugesichert, dass er ihm und Apple kurzfristig helfen werde.

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Ein Kommentar
chris
chris

Na ist doch kein Problem, Apple könnte einfach von Kalifornien nach Deutschland gehen, wir haben hier bestimmt irgendwo platz für die Jungs. Damit fallen die Strafzölle dann weg.

Mal im Ernst. Die USA schneidet sich ins eigene Fleisch und das mit Ansage! Das war doch klar. China ist für High-Tech nun mal der wichtigste Handelspartner, schon aufgrund der Bodenschätze. Alle großen Player auf dem Markt fertigen dort, es ist die Industrie die am meisten Boomt und die wird nun mit Strafzöllen belegt. Das Ende vom Lied ist, dass sich der große Blonde damit jetzt ein schönes Eigentor verpasst hat. Ich habe nur darauf gewartet, dass das passiert.

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