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Zukunft der Buchhaltung Teil 6: Mit Headless Commerce mehr Flexibilität in der Cloud

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Fast jede moderne Business-Software läuft inzwischen in der Cloud. Die nächste Evolutionsstufe ist „Headless Software“ beziehungsweise „Headless Commerce“. Davon kann auch die digitale Buchhaltung profitieren.

Der Einzug von Cloud-Software (Software as a Service) in den Business-Alltag brachte uns die Flexibilität Software überall nutzen zu können, und zwar in der immer aktuellsten und sichersten Version des Herstellers. Kaum eine Software wird heute noch lokal installiert. Software wird online bedient. Wer einen Internet-Browser hat und online ist, der hat von überall und in Echtzeit Zugriff auf sein Business. FastBill-Gründer Christian Häfner erklärt, welche Vorteile sogenannte „Headless Software“ bringt und wie sich die digitale Buchhaltung dadurch noch besser in deine Geschäftsabläufe integrieren lässt.

Vom Werkzeug zum kopflosen Motor

Im traditionellen Commerce wurden Lösungen von Softwareherstellern mit bestimmten Vorgaben entwickelt, wie die Software genutzt werden sollte. Dem Nutzer wurde eine Benutzeroberfläche an die Hand gegeben, über die er bestimmte Funktionen nutzen konnte. Anwendungen, die „headless“ – also kopflos – arbeiten, werden nicht mehr über die vom Hersteller vordefinierte Benutzeroberfläche genutzt, sondern als „Engine“ in Komponenten nach Bedarf zusammengestellt. Oder andersherum formuliert: Drittsysteme können nun auch auf Funktionalitäten zurückgreifen, die kopflos (ohne Benutzeroberfläche, aber über Schnittstellen) integriert werden.

Headless Commerce: Mehr Flexibilität und eine individuelle User-Experience

Headless Software ist die optimale Lösung für alle, die mehr Flexibilität möchten. Sie ermöglicht Softwareanbietern, Händlern, Dienstleistern und deren Kunden das beste aus beiden Welten: Eine ausgereifte, smarte Funktionalität – ohne teure Eigenentwicklung –  angepasst an ein individuelles Frontend-Erlebnis, welches für den einzelnen Anwendungsfall optimiert ist.

Statt in einer Oberfläche einer Standardsoftware zu arbeiten, bedient sich der Nutzer bei Headless Software nur noch an bestimmten Funktionen, die er in die eigene, individuell angepasste Software als Funktion integriert.

Über den Autor
Über den Autor

Christian Häfner ist Mitgründer des Software-Unternehmens FastBill. Er schreibt in seiner Kolumne über die Möglichkeiten, die digitale Buchhaltung jetzt und in Zukunft für kleine und mittlere Unternehmen bereithält.

Beispiele aus der Praxis

Ob Stripe, Twillio oder commercetools, sie alle funktionieren „headless“ und werden in der Regel nicht über die eigene Benutzeroberfläche der Services bedient. Stripe wickelt Zahlungen ab, Twilio verschickt zum Beispiel SMS-Benachrichtigungen und commercetools bietet Funktionen von Marketing bis Payment per API an. Das Beispiel eines Shopsystems verdeutlicht die Nutzung von „headless services“ ganz gut: Dazu zählen beispielsweise Funktionen, um automatisiert Rechnungen für die eigenen Kunden zu erstellen (zum Beispiel mit FastBill), E-Mails zu verschicken (zum Beispiel mit Intercom) oder Versandlabels zu erzeugen (zum Beispiel mit Shippo).

Die zentrale Schaltstelle, in der alles bedient wird, ist das Shop-Backend. Statt den E-Mail-Service selbst zu entwickeln, nutzt der Händler in dem Fall die ausgereifte Technologie eines Drittanbieters. Diese wird so integriert, dass jede E-Mail automatisch entsprechend der einmal hinterlegten Vorlagen erstellt und verschickt wird.

Statt der hohen Kosten für eine Eigenentwicklung zahlt der Nutzer für den Teil, den er benötigt. Dafür erhält er ab Tag eins eine ausgereifte, kalkulierbare Lösung, deren Eigenentwicklung nicht vom Kerngeschäft ablenkt.

Zusammenarbeiten über API-Schnittstellen

In den meisten Fällen von Headless Commerce laufen Prozesse zwischen Anwendungen automatisiert. Der Anwender erstellt beispielsweise die Rechnung oder die E-Mail mit der Versandbestätigung nicht selbst, sondern das Shopsystem tut es. Das Shopsystem stößt den Auftrag „Rechnung erstellen“ nach einmaliger Integration automatisch über eine API-Schnittstelle (Programmierschnittstelle) an und erhält als Antwort zum Beispiel eine Rechnung im PDF-Format zurück.

Headless Accounting: Texterkennung, Semantikanalyse & Machine Learning as a Service

Was im E-Commerce bereits vielfach genutzt wird, etabliert sich auch im Buchhaltungs- und Finanzbereich. Für Online-Plattformen, Banken und Hersteller von Business-Software stehen dank Headless Accounting nun Wissen und Algorithmen zur Verfügung, welche über Jahre mit Hilfe von Machine Learning trainiert wurden.

Ein Beispiel hierfür ist der Service Grace von FastBill. Per API können nicht mehr einfach nur Rechnungen erstellt und Belege erfasst werden. Grace liefert Texterkennung, eine semantische Analyse und sogar eine Kontierung von Belegen auf Basis von gelernten Mustern.

In der Praxis können diese Fähigkeiten beispielsweise in Dokumentenmanagementsysteme (DMS) in individuelle Workflows für Beleg-Management oder Buchhaltung integriert werden. Aber auch Scan-Services oder Apps lassen sich einfach damit erweitern, ohne das Rad selbst immer neu erfinden zu müssen. Mit Grace kann jedes Unternehmen Lösungen mit Skills vom Experten unter der Haube bauen, ohne die Lernkurve selbst durchlaufen zu müssen. Ein Vorgehen, was im Autobau und in anderen Branchen gang und gäbe ist.

Wer also eine Rechnung per Schnittstelle an Grace schickt, der bekommt die per Texterkennung erkannten Information in einem strukturierten Format zurück inklusive eines Vorschlags, um welches buchhalterische Sachkonto es sich handelt (zum Beispiel Reisekosten oder Marketing). Eine Aufgabe, die in der Vergangenheit aufgrund der Sensitivität dieser Information häufig noch per Hand erledigt wurde und sehr aufwändig ist.

Das Wissen sammelt Grace aus täglich tausenden Belegen, die von FastBill-Nutzern erfasst und verarbeitet werden. Grace lernt und wird täglich besser. Eine Fähigkeit, die nun als Headless Accounting auch von Dritten per API genutzt werden kann. Das Potential für Kosteneinsparung mit Grace ist enorm.

Jetzt mehr zu Grace erfahren!

Lies auch die ersten fünf Teile der Serie:

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