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Hellofresh startet zweiten Anlauf: Kochbox-Startup geht an die Börse

Dominik Richter ist Gründer und Geschäftsführer von Hellofresh. (Foto: Hellofresh)

Eines der wichtigsten Startups aus dem Rocket-Portfolio wagt sich auf das Frankfurter Parkett. Mit dem Börsengang will Hellofresh bis zu 300 Millionen Euro an Eigenkapital einsammeln.

Zweiter Anlauf für Hellofresh: Der Kochboxen-Anbieter hat am Dienstag erneut seinen Börsengang angekündigt. Das Unternehmen will bei dem IPO zwischen 250 und 300 Millionen Euro einnehmen. Schon 2015 wollte das Startup, das Rezepte inklusive der passenden Menge an Zutaten verschickt, das Frankfurter Parkett erobern. Damals sagte der Sprössling aus dem Hause Rocket Internet den Börsengang allerdings kurzfristig ab – offiziell wegen des schlechten Marktumfelds.

Hellofresh will Gewinn in 15 Monaten erreichen

„Der richtige Moment, Hellofresh auf die nächste Stufe zu bringen.“

„Der Börsengang ist für uns der nächste logische Schritt, um unser Geschäft weiter auszubauen“, lässt sich Gründer Dominik Richter in der Mitteilung zitieren. „Jetzt ist der richtige Moment, Hellofresh auf die nächste Stufe zu bringen.“ Nach dem abgesagten Börsengang 2015 hatte das Startup immer wieder Gerüchte angeheizt, an die Börse gehen zu wollen. Noch im Dezember 2016 sagte Richter im Interview mit t3n: „Wir stellen uns als Firma so auf, dass wir börsenfähig sind.“

Den künftigen Investoren stellt der Hellofresh-Chef baldigen Profit in Aussicht: In den kommenden 15 Monaten werde sein Unternehmen die Gewinnschwelle erreichen, so Richter. Im ersten Halbjahr 2017 machte es noch Verluste von knapp 47 Millionen Euro. Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei 435 Millionen Euro.

Das Geschäftsmodell muss sich allerdings nicht nur gegen anderen Startup-Konkurrenten behaupten, sondern auch gegen Amazon: Der E-Commerce-Riese hatte 2016 angekündigt, ebenfalls Kochboxen verschicken zu wollen. Der Hellofresh-Wettbewerber Blue Apron, der im Juni an die Börse gegangen ist, büßte nach dem IPO fast die Hälfte seines Wertes ein – auch weil Amazon im Juli eine Handelsmarke anforderte, die den Slogan „We do the prep. You are the chef“ beinhaltete.

Hellofresh: Zweiter Börsengang für ein Rocket-Startup 2017

Hellofresh zählt zu einem der wichtigsten Portfoliounternehmen von Rocket Internet. Der Investor und Inkubator hat früh in das Unternehmen investiert, zwischenzeitlich zu einer Bewertung von 2,6 Milliarden Euro. Im Dezember war Hellofresh noch zwei Milliarden Euro wert. Für Rocket wäre es der zweite wichtige IPO binnen weniger Monate. Ende Juni hatte die Startup-Schmiede die Bestellplattform Delivery Hero an die Börse gebracht – und dabei ordentlich Geld verdient.

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