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Hellofresh geht an die Börse: Rocket-Zögling sammelt 318 Millionen Euro ein

(Foto: Hellofresh)

Erfolg im zweiten Anlauf: Hellofresh ist nun offiziell an der Börse gelistet. Die Erstnotiz lag über dem Ausgabepreis.

Der zweite große Startup-Börsengang 2017 ist vollbracht: Hellofresh hat am Donnerstag den Sprung auf das Frankfurter Parkett gewagt. Der Kurs des Kochboxenanbieters lag zu Beginn bei 10,60 Euro und damit über dem Emissionspreis von 10,25 Euro. Das Startup aus dem Hause Rocket Internet konnte 318 Millionen Euro einsammeln. Das Geld soll in das weitere Wachstum fließen. Hellofresh hatte die Preisspanne für seine Aktien zuvor zwischen neun und 11,50 Euro festgesetzt. Hellofresh wird nun mit 1,7 Milliarden Euro bewertet – 900 Millionen Euro weniger als zu Hochzeiten.

Hellofresh hatte IPO schon einmal vertagt

Für Hellofresh ist es der zweite Anlauf an der Frankfurter Börse. Schon 2015 kündigte das Unternehmen einen IPO an, vertagte diesen dann aber doch – offiziell wegen des schlechten Marktumfelds. Aus dem Umfeld hieß es allerdings, dass die Preisvorstellungen damals zu hoch gelegen haben sollen.  Nach dem abgesagten Börsengang 2015 hatte das Startup immer wieder Gerüchte angeheizt, an die Börse gehen zu wollen. Noch im Dezember 2016 sagte Dominik Richter im Interview mit t3n: „Wir stellen uns als Firma so auf, dass wir börsenfähig sind.“

Dominik Richter ist Gründer und Geschäftsführer von Hellofresh. (Foto: Hellofresh)

Den künftigen Investoren stellt der Hellofresh-Chef baldigen Profit in Aussicht: In den kommenden 15 Monaten werde sein Unternehmen die Gewinnschwelle erreichen, so Richter nach der Ankündigung des IPOs. Im ersten Halbjahr 2017 machte es noch Verluste von knapp 47 Millionen Euro. Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei 435 Millionen Euro.

Das Geschäftsmodell muss sich allerdings nicht nur gegen andere Startup-Konkurrenten behaupten, sondern auch gegen Amazon: Der E-Commerce-Riese hatte 2016 angekündigt, ebenfalls Kochboxen verschicken zu wollen. Der Hellofresh-Wettbewerber Blue Apron, der im Juni an die Börse gegangen ist, büßte nach dem IPO fast die Hälfte seines Wertes ein – auch weil Amazon im Juli eine Handelsmarke anforderte, die den Slogan „We do the prep. You are the chef“ beinhaltete.

Zweiter Börsengang 2017 für Rocket-Internet-Startup

Hellofresh zählt zu einem der wichtigsten Portfoliounternehmen von Rocket Internet. Der Investor und Inkubator hat früh in das Unternehmen investiert, zwischenzeitlich zu einer Bewertung von 2,6 Milliarden Euro. Im Dezember war Hellofresh noch zwei Milliarden Euro wert. Für Rocket wäre es der zweite wichtige IPO binnen weniger Monate. Ende Juni hatte die Startup-Schmiede die Bestellplattform Delivery Hero an die Börse gebracht – und dabei ordentlich Geld verdient.

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