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Helpling: Das Putzkräfte-Startup hat einen neuen Investor

Das Gründerteam von Helpling. (Foto: Helpling)

Unilever steckt Millionen in das Putzkräfte-Startup Helpling. Doch es geht dem Unternehmen primär weder um die Vermittlung von Putzkräften noch um die Förderung der Startup-Kultur.

Der niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat sich über einen einstelligen Millionenbetrag beim Rocket-Internet-Startup Helpling eingekauft. Das vermittelt seit 2014 Putzkräfte an Privathaushalte und sammelte seitdem 56 Millionen Euro ein, wobei ein Großteil des Geldes von Rocket Internet selbst stammt.

Doch auch wenn der Deal über Unilever Ventures, den Venture-Kapital-Zweig der Unilever-Gruppe, abgewickelt wird, geht es dem Konzern wohl erst in zweiter Linie darum, mit Helpling Geld zu verdienen. Dahinter stehen vor allem strategische Erwägungen.

Unilever ist der Konzern, der hinter rund 400 Marken steht – von Ben & Jerry’s und Bertolli über Langnese und Lipton bis hin zu Rama und Rexona. Ein wichtiger Bereich sind dabei Wasch- und Putzmittel wie Domestos, Coral und Viss. Und hier kommt Helpling ins Spiel: Die Plattform könnte zu einem Marketing- und Absatzkanal für das Unternehmen werden. Denn einer der wichtigsten Gründe, warum die Leute mit den Putzkräften unzufrieden seien, so erklärt Helpling-CEO Benedikt Franke gegenüber dem Handelsblatt, sei, dass diese die falschen Putzmittel verwendet hätten.

Unilever kauft sich bei Helpling ein: Vielfältige Kooperationen möglich

Die beiden Unternehmen hatten in der Vergangenheit bereits im Rahmen von Co-Branding-Marketing-Kampagnen und Promotion-Maßnahmen in Geschäften zusammengearbeitet. Und für Unilever könnte ein solches Engagement tatsächlich eine Form von Kundenbindung bedeuten – sowohl gegenüber den Auftraggebern der Putz-Jobs als auch gegenüber den Putzkräften selbst. Denkbar wären auch Kombinationsangebote, in denen beispielsweise Putzkräfte mit den entsprechenden Mitteln im Abo-Modell angeboten werden oder Couponing-Angebote auf den entsprechenden Putzmitteln.

Mittelfristig wird Helpling aber sein Geld nicht nur mit Putzaufträgen verdienen. Mehr als 90 Prozent der Kunden buchen über die Helpling-Plattform regelmäßig eine Reinigungskraft und lassen ihr Zuhause wöchentlich oder zweiwöchentlich reinigen. Das Investment von Unilever kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Helpling plant, Reinigungsprodukte zu seiner Angebotspalette hinzuzufügen. Das Startup möchte zudem Angebote wie Teppichreinigung, Malerarbeiten oder Möbelaufbau über das Portal buchbar machen. Mit diesen „niederschwelligen haushaltsnahen Dienstleistungen“ sehe man sich aber nicht in Konkurrenz zum ebenfalls bei Rocket Internet angesiedelten Dienste Homebell, der Handwerkerleistungen vermittelt. Auch die Eroberung von Auslandsmärkten steht nach Medieninformationen auf der Agenda. Hier könnte Unilever als Weltkonzern einige Türen öffnen.

 

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