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News

Hermes und DHL erhöhen Gebühren für Onlinehändler ab dem 1. März

Hermes erhöht die Gebühren für Onlinehändler und will die Mehreinnahmen in sein Personal investieren.

DHL verlegt die bisherige Kundengebühr für Nachnahmen zum Händler und Hermes erhöht seine Paketpreise. Außerdem soll an Weihnachten ein Zuschlag fällig werden.

Die Logistiker bescheren Händlern Anfang März zusätzliche Kosten. DHL strukturiert sein Gebührengefüge bei der Nachnahmesendung um und Hermes erhöht die Preise allgemein. Während das eine theoretisch eine Maßnahme als Reaktion auf das Verbot von Zahlungsaufschlägen bei bargeldlosen Zahlungen sein könnte, ist die Erhöhung von Hermes klar eine Maßnahme, um Paketmengen zu steuern.

Hermes erhöht Gebühren um 4,5 Prozent und führt Weihnachtsaufschläge ein

Für Privatkunden ändert sich nichts, Geschäftskunden zahlen aber ab dem 1. März 2018 durchschnittlich 4,5 Prozent mehr als bisher, gibt Paketversender Hermes bekannt. Zusätzlich müssen Onlinehändler mit einem sogenannten „Peak-Zuschlag“ im November und Dezember rechnen.

Den Mehrertrag will Hermes in Lohn- und Personalkosten investieren. Wie das im Detail umgesetzt werden soll und was das für den einzelnen Paketdienstzusteller bedeutet, ist offen. Eine Interviewanfrage von t3n.de zu diesem Thema bleibt bis zum Dienstagnachmittag bei Hermes unbeantwortet.

DHL strukturiert Nachnahmegebühren zu Lasten der Händler um

Bisher teilten sich Endkunde und Händler die Gebühren für die Zustellung einer Sendung per Nachnahme, denn zwei Euro bezahlte der Kunde direkt beim Zusteller. Zukünftig wird dieses sogenannte Übermittlungsentgelt mit den Gebühren des Händlers zusammengefasst, insgesamt kommt die Nachnahmegebühr damit für den Händler auf 5,60 Euro. Weitere rechtliche Hintergründe erläutert Martin Rätze im Shopbetreiber-Blog.

Laut DHL ist das aufgrund einer neuen Steuerregelung notwendig geworden, um die Abrechnungsprozesse zu vereinfachen. Bisher war das Übermittlungsentgelt umsatzsteuerfrei, jetzt hätten die Finanzbehörden das Entgelt als umsatzsteuerpflichtig festgelegt.

Paketdienstleister am Limit: Wachstum begrenzen scheint die Lösung zu sein

Die Paketmengen wachsen von Jahr zu Jahr, die Logistikunternehmen finden immer weniger Personal. Hermes hat sich laut eigener Aussage dazu entschieden, seine Zusteller besser entlohnen zu wollen. Der Großteil der Preisanpassung würde in Lohn- und Personalkosten auf der letzten Meile investiert, so das Unternehmen.

„Die Kosten in der Paketlogistik und speziell auf der letzten Meile steigen seit Langem überproportional stark. Nichtsdestotrotz möchten wir Kunden und Auftraggebern weiterhin bestmögliche Services anbieten und unser Angebot fortlaufend verbessern. Die hierfür notwendigen Investitionen, insbesondere in Lohnkosten für unsere Zusteller, lassen sich jedoch nur mit einer nachhaltigen Preisstruktur realistisch abbilden“, sagt Thomas Horst, Geschäftsführer Sales bei Hermes Deutschland.

Hermes entscheidet sich also absichtlich dafür, durch Preiserhöhung und Zuschläge etwas Druck aus dem System zu nehmen. Die Intention dahinter kann nur sein, die Paketmengen zu begrenzen. Die Zuschläge und Erhöhungen könnten dafür sorgen, dass Händler Paketkontingente umleiten und neue Händler zurückhaltender agieren.

Wenn die Infrastrukturen an ihre Auslastungsgrenzen gelangen, scheint eine Notbremsung notwendig, um zu verhindern, dass die Qualität der Zustellung unter der Masse leidet. Die Strategie: Lieber mehr Marge als Umsatz, um Investitionen zu finanzieren.

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