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Hide Replies: Twitter-Hygiene per Klick

(Foto: Shutterstock)

Im Juli hatte Twitter einen Feldversuch in Kanada gestartet. Dort können Nutzer seitdem Antworten auf ihre Tweets ausblenden. Dieser Versuch wird nun auf Japan und die USA erweitert.

Twitter-Konversationen können leicht entgleisen. Es reichen einige wenige, die auf eure Tweets mit unangebrachten Antworten reagieren und schon läuft die Diskussion aus dem Ruder. Das hat auch Twitter selbst bemerkt.

Hide Replies, Blende Antworten aus: Thread-Hygiene per Klick

Vor drei Monaten hatte das Unternehmen daher eine neue Funktion eingeführt, mit deren Hilfe Nutzer Antworten auf ihre Tweets ausblenden können. Das funktioniert sehr einfach mit einem Klick auf „Hide Reply“. Unmittelbar danach ist der Tweet nicht mehr im Thread zu sehen.

So funktioniert das Ausblenden von Tweets und deren Ansicht. (Quelle: Twitter)

Da auf diese Weise natürlich auch Manipulationen möglich sind, weil der Verfasser des Haupt-Tweets unliebsame Gegenmeinungen schlicht ausblenden kann, verschwinden die Tweet-Antworten nicht vollends.

Vielmehr können alle Nutzer die ausgeblendeten Kommentare einsehen. Am Original-Tweet erscheint rechts unten ein kleines Icon, das das Vorhandensein ausgeblendeter Tweets signalisiert. Klicken Nutzer auf dieses Symbol erhalten sie alle ausgeblendeten Tweets in einer Listenansicht. So bleiben Meinungsfreiheit und Transparenz gewahrt.

Positive Ergebnisse des ersten Tests in Kanada

Innerhalb der drei Monate des Tests konnte Twitter einiges positives Feedback erfahren und Veränderungen anstoßen, so das Unternehmen in einem aktuellen Blogbeitrag. Die Analyse der Daten und Nutzerumfragen lassen folgende Schlüsse zu.

Typischerweise werden Tweets ausgeblendet, die Nutzer für irrelevant, missbräuchlich oder nachgerade unverständlich sind. Nutzer, die von der Moderation Gebrauch machten, sahen in dieser Möglichkeit einen hilfreichen Weg Inhalte zu finden, ähnlich dem Stummschalten von Keywords.

Bei vielen der von Ausblendungen betroffenen Personen stellte Twitter die Bereitschaft fest, die Kritik, die sich darin ausdrückt, anzunehmen. Immerhin 27 Prozent gaben an, künftig die Art und Weise ihrer Interaktion mit den Tweets anderer Nutzer zu überdenken.

Ausblenden oder gleich ganz blockieren

Ergänzend zur Möglichkeit, Tweets auszublenden, hat Twitter im Verlaufe des Versuchs zusätzlich die Option geschaffen, den betreffenden Account ganz zu blockieren. Die Ergebnisse des kanadischen Feldversuchs charakterisiert Twitter als positiv und ermutigend. Nun erweitert das Unternehmen den Feldversuch auf Japan und die USA.

Ob die Funktion irgendwann auch Europa erreichen wird, ist unklar. Niemand würde jedoch behaupten, wir könnten sie nicht gebrauchen. Wenn Jack Dorsey seinen Aussagen zum Zustand Twitters beim diesjährigen Ted-Talk Konsequenzen folgen lassen will, wird das Ausblenden von Tweets weltweit erfolgen und nur ein Baustein von vielen sein müssen.

Passend dazu: Verfassungswidrig: Trump darf keine Twitter-User blockieren

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