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High-Tech-Gründerfonds stellt neue Rekordsumme für Startups bereit

Die Bonner Zentrale des High-Tech-Gründerfonds. (Foto: dpa)

Der High-Tech-Gründerfonds kann nach Abschluss des Second Closing künftig 316,5 Millionen Euro an Startups ausschütten. An das Geld des Investors kommen Gründer leichter als bisher.

316,5 Millionen Euro – so viel Risikokapital hat der High-Tech-Gründerfonds (HTGF) knapp zwei Jahre nach dem Erstaufruf zum Fundraising für deutsche Neugründungen zusammengetrommelt. Mit der Summe aus dem Second Closing übertraf der halbstaatliche Frühphaseninvestor das ursprünglich geplante Zielvolumen von 310 Millionen Euro sogar noch leicht, wie t3n.de vorab erfuhr. Zwischen 28 und 33 neue Beteiligungen sind nach Angaben des HTGF für dieses Jahr in Planung.

HTGF sammelt 316,5 Millionen Euro ein

Zu den Investoren des dritten Fonds gehören neben dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der KfW derzeit 32 Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft. Darunter die Deutsche Post und BASF.

Der Anteil privater Investoren soll bei 30 Prozent liegen. Ein großer Vorteil, wie der HTGF mitteilt: „Wir können alleine oder gemeinsam mit Partnern zu einer frei verhandelbaren Unternehmensbewertung oder wie bisher im bewährten Nachrangdarlehensmodell investieren“, lässt sich Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, in einer Mitteilung zitieren.

Das Berliner KI-Startup 12grapes hat bereits Geld aus dem dritten HTGF-Topf erhalten. (Foto: bunch.ai)

Der HTGF mit Sitz in Bonn investiert seit 2005 nennenswerte Beträge in technologiegetriebene Neugründungen aus Deutschland. Zwei Fonds mit einem Gesamtvolumen von 576 Millionen Euro wurden bis heute bereits realisiert. Der Fonds aus dem Jahr 2005 enthält 272 Millionen, der 2011 aufgelegte Fonds 304 Millionen Euro.

Leichterer Zugang, mehr Startups

Kritik am HTGF hatte es in den vergangenen Jahren abgesehen von der Performance auch an den Finanzierungsbedingungen gegeben. So war eine Förderung bisher nur solchen Startups vergönnt, die nicht älter als ein Jahr sind. Außerdem war die Höhe der ersten Tranche auf 600.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt.

Mit dem HTGF III bessern die Macher nun nach: Startups dürfen künftig bereits bis zu drei Jahre am Markt sein, und in der ersten Finanzierungsrunde sind Beträge bis zu einer Million Euro möglich. Abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung kann ein Startup bis zu drei Millionen Euro aus dem Topf erhalten.

Durch die Änderungen will der HTGF seinen Investmentfokus stärker auf die kapitalintensiven Themen Chemie, Umwelt und Maschinenbau legen. Bereiche, in denen Deutschland große Chancen für die Digitalisierung nachgesagt werden.

Nach eigenen Angaben hat der High-Tech Gründerfonds bislang 4.000 Transaktionen mit 1.500 Investoren getätigt, die zu 91 Exits führten. Der Frühphaseninvestor hatte sich unter anderem beteiligt am Berliner Startup 6Wunderkinder, dem Brillenshop Mister Spex oder dem jüngst an die Börse gegangenen Telefon-Anbieter Nfon.

Mehr zum Thema: Koalitionsvertrag – Was die Regierung Startups verspricht

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