News

70 Prozent aller „Höhle der Löwen“-Deals sind geplatzt

(Foto: Bernd-Michael Maurer)

In der „Höhle der Löwen“ geben sich Gründer und Investoren das Ja-Wort. Anders als im TV vereinbart, fließt jedoch selten Geld.

In der „Höhle der Löwen“ werden deutlich weniger Deals mit den Investoren geschlossen, als es im TV den Anschein erweckt. Wie die Bild-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, sind in den ersten beiden Staffeln rund 70 Prozent der Deals in den Verhandlungen nach der Aufzeichnung geplatzt. Dem Blatt liegt außerdem eine Liste der nicht zustande gekommenen Deals vor.

Auch wenn die hohen Fehlquoten inzwischen nicht mehr überraschen und einige Gründer die Vox-Sendung primär als Werbeplattform nutzen, ist die Zahl für den TV-Sender alarmierend. Vox kommuniziert den wahren Ausgang des Deals auch im Nachgang der Sendung nicht. Das sorgt bei einigen Zuschauern für Frust.

Warum so viele Höhle-der-Löwen-Deals platzen

Die Gründe für das Scheitern des Deals sind für den Zuschauer auf den ersten Blick nicht ersichtlich, geben sich Gründer und Investoren in der Sendung doch per Handschlag das Ja-Wort. Allerdings kommt es erst im Nachgang der Sendung zu den obligatorischen Due-Diligence-Prüfungen, also einer genauen Analyse der Geschäftsbücher sowie Stärken und Schwächen eines Unternehmens. In dieser Phase scheitern viele Deals, etwa weil über Patente nicht wie versprochen verfügt wurde oder Schulden verschwiegen wurden.

Die Sugarshape-Gründerinnen bei ihrem Auftritt in der „Höhle der Löwen“. Aus dem vereinbarten Deal mit den Investoren wurde aber nichts. (Foto: Vox / Bernd-Michael Maurer)

Die Sugarshape-Gründerinnen bei ihrem Auftritt in der „Höhle der Löwen“. Aus dem vereinbarten Deal mit den Investoren wurde aber nichts. (Foto: Vox / Bernd-Michael Maurer)

Auch in der dritten Staffel, die seit August ausgestrahlt wird, platzten bereits einige der vereinbarten Deals. So unter anderem der von Sugarshape – das BH-Startup hatte sich vor laufenden Kameras ein vermeintliches Investment von Judith Williams und Frank Thelen gesichert. Am Abend kommt es zum großen Staffelfinale.

Mehr zum Thema Die Höhle der LöwenRalf Dümmel – Das ist der neue Star in der Höhle der Löwen

via www.turi2.de

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

5 Kommentare
lola
lola

Da lob ich mir Stefan Raab der wenigstens „Dauerwerbesendung“ drüber geschrieben hatte.

Immer wenn Maischberger erzählt das seine Frau im Showbusiness ist kommen bei uns die Lacher. Die Älteren wundern sich das er eine Frau hat, die Jüngeren kennen deren Namen nicht

Antworten
Harald
Harald

vermutlich meinst Du eher Maschmeyer, oder? ;)

Antworten
Philipp
Philipp

Bei Stefan Raab stand: „Dauerfernsehsendung“.

Antworten
Boris Meyer
Boris Meyer

Passend dazu der Artikel auf http://www.gruenderszene.de/allgemein/geplatzte-deals-3-staffel-bilanz bei dem es gerade darum geht, dass es in der 3. Staffel eine bessere Quote gibt.

Die Überschrift ist somit etwas irreführend und bezieht sich auf die Vergangenheit.

Antworten
rdtsag
rdtsag

Existenzgründer empfehle ich in diesem Zusammenhang, ihre betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Konzepte etc. bei einer Due Diligence in einen sicheren Datenraum zu legen. Aber Achtung: Auch wenn die Datenräume geschützt sind, diese Daten gehören nicht in den Datenraum: https://www.dataroomx.de/blog/existenzgruender-aufgepasst-diese-daten-gehoeren-nicht-in-einen-datenraum/

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.