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HP profitiert vom Ende der PC-Krise

HP-Zentrale in Santa Clara. (Foto: Ken Wolter)

Der Computerkonzern HP profitiert von der Erholung des PC-Marktes nach jahrelanger Talfahrt. Die PC-Sparte legte um satte zehn Prozent zu.

Der Computerkonzern HP profitiert von der Erholung des PC-Marktes nach jahrelanger Talfahrt. Im vergangenen Quartal verbuchte die auf Hardware spezialisierte Nachfolgefirma des Computer-Dinos Hewlett-Packard ein Umsatzplus von vier Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte in dem Ende Januar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal von 592 auf 611 Millionen Dollar, wie HP nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

HP: Notebook-Absatz steigt um zwölf Prozent – aber sinkende Preise bei Druckern

Den Ausschlag gab die Entwicklung auf dem PC-Markt. Der Umsatz der Sparte legte um zehn Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar zu. Dabei stieg der Notebook-Absatz um zwölf Prozent, während die Verkäufe von Desktop-Rechnern immerhin stabil blieben. Zuletzt hatte vor allem der Austausch von Computern im Unternehmen mit dem Wechseln zum Betriebssystem Windows 10 dem Markt einen Schub gegeben. Zugleich liefen zu Weihnachten Gaming-PCs gut im Verbrauchergeschäft. Das Segment ist einer der Schwerpunkte, auf die Konzernchef Dion Weisler nach der Aufspaltung gesetzt hat.

Der PC-Absatz war Jahr für Jahr um rund ein Zehntel geschrumpft, im vergangenen Jahr stabilisierte sich das Geschäft. Im Weihnachtsquartal schrumpfte der Markt nur noch um 1,5 Prozent, dabei konnten die drei großen Hersteller Lenovo, HP und Dell Zuwächse auf Kosten kleinerer Anbieter verbuchen.

Beim zweiten Standbein von HP, den Druckern, lief es weniger glatt. Der Umsatz des Bereichs sank um drei Prozent auf 4,48 Milliarden Dollar. Der Grund waren augenscheinlich sinkende Preise, denn zugleich legte der Absatz der Drucker an Unternehmen um zwei Prozent und an Verbraucher um sieben Prozent zu. Zudem macht HP im lukrativen Geschäft mit Tintenpatronen die Konkurrenz günstiger Alternativ-Angebote zu schaffen. Das zweite Nachfolge-Unternehmen von Hewlett-Packard, die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Firma HPE, legt ihre Zahlen am Donnerstag vor.

Marktforscher erwarten steigende PC-Preise

Weil der Austausch von Computern in Unternehmen im Rahmen der Umstellung auf Windows 10 die Verkaufszahlen von PCs erstmals seit Jahren wieder nach oben treibt, müssen sich PC-Käufer unterdessen auf steigende Preise einstellen. Der Grund sind laut Marktforschern Engpässe bei wichtigen Bauteilen wie Speicher und Batterien sowie der starke Dollar. Allein im Januar seien die Preise für Speicher um ein Drittel gestiegen, sagte Analystin Meike Escherich vom IT-Marktforscher Gartner kürzlich. „Das wird natürlich irgendwann an die Endkunden weitergeleitet“ – bei so drastischen Steigerungen auch eher schnell. Um die Preise stabiler zu halten, statteten Hersteller Geräte zum Teil auch schwächer aus, vor allem wenn es um Firmen-Computer geht.

Derzeit kaufen Unternehmen in Deutschland mit dem Umstieg auf das PC-Betriebssystem Windows 10 auch gleich neue Computer und geben damit dem seit Jahren schwachen Markt schließlich einen Schub. Im vergangenen Quartal seien die PC-Verkäufe in Deutschland im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 3,23 Millionen Geräte gewachsen, wie Gartner bereits am Montag mitgeteilt hatte. Dabei gab es bei Firmen-Computern einen Sprung von neun Prozent, während Privatkunden 0,6 Prozent weniger Geräte kauften. Es habe im Weihnachtsgeschäft zwar eine gute Nachfrage nach Gaming-PCs und Notebooks mit großen Displays gegeben, aber das war nicht ausreichend, um den Absatz steigen zu lassen. sdr/dpa

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