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Test

HTC One M8: Die Speed-Rakete mit Alu-Gehäuse im t3n-Test

Das HTC One M8 im Test. (Foto: Johannes Schuba)

Mit dem One M8 hat HTC den Nachfolger des beliebten One aus dem letzten Jahr vorgestellt. Im Alltagstest zeigt das Gerät seine Stärken. Ob es auch Schwächen gibt und wenn ja welche, erfahrt ihr in unserem Test.

Mit dem HTC One hat der taiwanesische Hersteller im letzten Jahr ein Smartphone mit „Wow-Effekt“ vorgestellt: Äußerlich ein schickes Design mit Aluminium als Material und unter der Haube angemessene Power. Dieses Jahr gab es mit dem HTC One M8 den Nachfolger, eine gelungene Evolution, die wir einige Zeit im Test hatten.

Design und Verarbeitung: Wertiges Aluminium trifft auf kleine Unschönheiten

Das Design des One M8 unterscheidet sich nicht allzu stark vom Vorgänger, genannt HTC One. Wie gehabt prägen die Lautsprecher über und unter dem Display das Bild. Das Display an sich ist um 0,3 Zoll gewachsen und misst jetzt fünf Zoll. Das Gerät liegt geschmeidig in der Hand, das Metall-Gehäuse hinterlässt eine wertige Wirkung. Nach wie vor legt HTC damit in der Android-Branche, was Haptik und Design angeht, vor. Plastik findet sich nur auf der Oberseite und mit zwei kleinen Streifen auf der Rückseite, die bis zur Seite durchgehen. In diesen Streifen verstecken sich die Antennen, um gute Konnektivität zu gewährleisten, was auch gelingt. Auf der Rückseite sehen die beiden Streifen auch durchaus schick aus, von vorn gesehen stört die Unregelmäßigkeit allerdings das Bild. Rechts und links sind jeweils zwei kleine Enden zu sehen, oben jedoch nur eins – eine Unregelmäßigkeit, die man bei dem ansonsten sehr gelungenen Äußeren nicht erwarten würde. Die schönste Lösung wäre, wenn die Plastikstreifen bereits an der glänzend polierten Kante zur Front hin aufhören würden, da sie dann von vorn nicht sichtbar wären.

Die Haptik und das Design des HTC One M8 wissen zu überzeugen. (Foto: Johannes Schuba)
Die Haptik und das Design des HTC One M8 wissen zu überzeugen. (Foto: Johannes Schuba)

Auf der Front-Seite findet sich neben den Lautsprechern noch eine Kamera, die Hardware-Buttons vom Vorgänger sind verschwunden. Diese sind nun in die Software integriert. Eine kleine Unschönheit auf der Vorderseite: Die schwarzen Ränder über und unter dem Display sind unterschiedlicher Höhe. Dass der untere breiter ist, liegt am dort untergebrachten HTC-Logo, auffällig ist es dennoch.

Das HTC One M8
Insgesamt ein sehr gelungenes Smartphone-Flaggschiff mit nur kleinen Mankos: das HTC One M8. (Foto: Johannes Schuba)

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Links befindet sich der Einschub für eine Nano-Sim-Karte, rechts die Lautstärkewippe, die einen leichten aber angenehmen Druckpunkt hat. Darüber dann noch eine Neuerung im Gegensatz zum Vorgänger: ein Micro-SD-Kartenslot. Auf der Oberseite befindet sich der Ein- und Ausschalter, der auch wieder als Infrarot-Fernbedienung für beispielsweise den Fernseher dienen kann. Der Schalter findet sich nun rechts, was die Bedienung als Rechtshänder auf jeden Fall vereinfacht, auf einer der Geräte-Seiten wäre er aber auch gut aufgehoben. Allerdings benötigt man ihn beim neuen Flaggschiff nicht mehr so oft, dazu später mehr. Nach unten gewandert ist der Klinkenausgang, der sich neben dem Micro-USB-Anschluss anordnet.

Bei dem toll verarbeiteten Gerät hätte es an einigen Stellen ein bisschen mehr Detail-Verliebtheit gebrauchen können

Hier ergeben sich leider zwei weitere kleine Mankos: Die Anschlüsse sitzen weder richtig rechts noch in der Mitte. Wenigstens die Micro-USB-Buchse hätte in der Mitte sicherlich schicker ausgesehen. Damit hätte der Klinkenausgang auch noch weiter in die Mitte rutschen können, um wenigstens im vollen Durchmesser zentriert in der Gerätedicke zu sitzen. So hat er nach oben zum Display hin ein kleines Stück Platz, an der Unterseite geht die kleine Plastikumrandung jedoch direkt in die Rückseite über. Bei solch einem toll verarbeiteten Gerät hätte es an der Stelle ein bisschen mehr Detail-Verliebtheit gebrauchen können, gerade da es beim Vorgänger das gleiche Spiel auf der Oberseite war, da sah es jedoch noch eine Spur rudimentärer aus.

Die Rückseite des HTC One ist geprägt durch die beiden Kameras, den LED-Blitz und die Plastik-Streifen für die Konnektivität.  Es fällt auf, dass das Gerät in Wirklichkeit schicker aussieht, als auf Pressefotos. (Foto: Johannes Schuba)
Die Rückseite des HTC One ist geprägt durch die beiden Kameras, den LED-Blitz und die Plastik-Streifen für die Konnektivität. Es fällt auf, dass das Gerät in Wirklichkeit schicker aussieht als auf Pressefotos. (Foto: Johannes Schuba)

Die Rückseite ist geprägt vom LED-Blitz, dem HTC-Logo und den beiden Kameras, dazu jedoch später mehr. Außerdem sind natürlich die oben schon erwähnten Plastikstreifen zu sehen. Wie es Metall so an sich hat, ist es schön anzusehen. Natürlich ist es in einigen Situationen recht kalt und erwärmt sich auch mal bei intensiver Nutzung des One, das sind jedoch eher die seltenen Momente. Und auch die, die man für das Aussehen und die tolle Haptik in Kauf nimmt.

Beim ersten Auspacken fällt direkt auf, dass das One M8 in Wirklichkeit viel schöner aussieht, als es die Pressefotos im Vorhinein haben vermuten lassen. So sind die abgerundeten Ecken und die dunkelgraue Farbe viel schöner anzusehen. Insgesamt macht das neue One einen sehr edlen Eindruck und die Nutzung bereitet große Freude. Alle angesprochenen Kritikpunkte sind bei solch einem Gerät einfach ein Meckern auf hohem Niveau.

Die Hardware für die Performance des HTC One M8 oder: Das Arbeitstier aus Metall

Wenn es in einem Punkt beim One M8 keinen Grund zur Kritik gibt, ist das die Performance. Das HTC-Flaggschiff arbeitet treu und leistet sich auch in anstrengenden Situationen keinen Wackler. Alle Apps und die Software an sich laufen flüssig.

Nicht unschuldig daran sind auf jeden Fall der Snapdragon 801 von Qualcomm, der mit seinen vier Kernen auf 2,3 Gigahertz getaktet ist. Unterstützt wird er durch zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit ist das Smartphone auch für die nächsten Monate noch sehr gut gerüstet. Weiterhin wirkt die Software nicht ressourcenfressend und nicht überladen.

Das Display: Das richtige Aussehen für die gute Performance

Das Display sorgt für klare Pluspunkte.

Was bringt es, ein Gerät zu haben, dessen Performance zu überzeugen weiß, dessen Gehäuse toll aussieht und eine tolle Haptik hat, wo jedoch die Farben auf dem Display nach einem Fernseher der 80er Jahre aussehen. Beim HTC One M8 trifft das in keinem Fall zu. Das Display kommt mit einer Diagonale von fünf Zoll, löst mit 1920 mal 1080 Pixeln, also Full HD, auf und kommt mit 441 ppi daher. Die Helligkeit des Super-LCD sorgt auch bei Sonnenlicht für gute Lesbarkeit. Die Farben überzeugen in der Darstellung, auch wenn das weiß ein wenig gräulich wirkt. Auch bei Neigung des Smartphones sind die Farben weiterhin kräftig und verändern sich nicht. Klare Pluspunkte also für das Display des M8.

Die Software des HTC One M8: The same procedure as always – Android trifft HTC Sense

Ein Vorteil von HTC Sense gegenüber Stock-Android: Die Schnelleinstellungen lassen sich konfigurieren. (Screenshot: HTC One M8)
Ein Vorteil von HTC Sense gegenüber Stock-Android: Die Schnelleinstellungen lassen sich konfigurieren. (Screenshot: HTC One M8)

Was die Software angeht, geht HTC wie gewohnt vor. Auf Android wird die eigene Oberfläche namens Sense gesetzt. Sowohl Android mit Version 4.4.2 als auch Sense in Version 6 sind jeweils die neuesten Versionen. Wie oben erwähnt, laufen beide im Zusammenspiel flüssig und es sind keine Ruckler zu bemerken. Im Gegensatz zu anderen Herstellern sind die Sense-Änderungen aber durchaus praktisch und das Design der eigenen Oberfläche gelungen. So fällt besonders die Möglichkeit auf, die Schnelleinstellungen, die über die Benachrichtigungsleiste zu erreichen sind, konfigurieren zu können. Anders als beim „rohen“ Android also ein praktischer Vorteil.

Was die vorinstallierte Software angeht, hält HTC sich angenehm zurück. Lediglich Apps wie die von Fitbit oder praktische Helfer wie eine Taschenlampe sind im Werkszustand zu finden.

Das auffälligste Feature von HTC Sense ist Blinkfeed auf einer der Startbildschirm-Seiten. Der News-Aggregator im Magazin-Stil kommt auch in der aktuellen Version mit. Der Nutzer kann die News-Quellen nach Wunsch festlegen und auch die eigenen Facebook-, Twitter-, Google+, Foursquare-Feeds und mehr hinzufügen. Das Hinzufügen von benutzerdefinierten Inhalten wie RSS-Feeds dagegen ist nur schwer möglich. An eine klassische App wie Flipboard reicht der Umfang von Blinkfeed also nicht heran. Wen Blinkfeed mehr stört als interessiert, der kann das Feature auch komplett deaktivieren.

Kein Problem: Mit der App „TV“ lässt sich das HTC One M8 kinderleicht als Fernbedienung für den Fernseher einrichten.(Screenshot: HTC One M8)
Kein Problem: Mit der App „TV“ lässt sich das HTC One M8 kinderleicht als Fernbedienung für den Fernseher einrichten.(Screenshot: HTC One M8)

Wie auch beim Vorgänger ist es möglich, das HTC One als Infrarot-Fernbedienung für den eigenen Fernseher einzurichten. Beim ersten Öffnen der App „TV“ gibt es dazu einen einfachen Einrichtungsdialog. Damit erspart das Smartphone das Nutzen mehrerer Fernbedienungen oder einer Multifunktionsfernbedienung.

Ein weiteres praktisches Software-Feature sind die Gesten, die das HTC One M8 mitbringt. Eine davon, das Doppeltippen auf das Display, ist man bereits von vielen anderen Smartphones gewöhnt. So kann man damit nun auch bei HTCs neuem Flaggschiff das Display einschalten. Wischt der Nutzer von links nach rechts bei ausgeschaltetem Display, gelangt er direkt zu Blinkfeed. Durch einen Wisch von unten nach oben geht es in die zuletzt genutzte Applikation, durch einen von rechts nach links auf den Startbildschirm. Es gibt also durchaus einige Möglichkeiten, nicht den Weg an die Oberseite zum Ein- und Ausschalter nehmen zu müssen.

Die Software auf dem HTC One M8
(Screenshot: HTC One M8)

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Weiterhin hat HTC einen sogenannten Car-Modus eingebaut. Aktiviert man diesen, werden nur vom Nutzer ausgewählte Apps in einem eigenen, großen App-Drawer angezeigt. Ebenso an Bord: die Musiksteuerung. Natürlich sollte man aber trotzdem Abstand davon nehmen, das Smartphone während einer Autofahrt zu bedienen.

Die Akkulaufzeit: Durchschnittlich aber ausreichend

Bei 2.600 mAh könnte man eine mittlere Katastrophe vermuten – wird im Alltag aber eines Besseren belehrt.

So viel Spaß man mit einem Smartphone-Flaggschiff haben kann, so nervig ist es, dass die Akkulaufzeit oft unterm Strich bleibt. Beim Blick auf die Kapazität beim HTC One M8 könnte man bei den 2.600 Milliamperestunden eine mittlere Katastrophe vermuten. Im Alltag mit dem Gerät wird man jedoch eines Besseren belehrt. Bei Vielnutzung schafft es der Akku locker durch den Tag. Wenn man es provoziert, schafft man es natürlich auch, die Kapazität schneller auszuschöpfen. Bei schönem Wetter, wenn man eher in der Sonne liegt als mit dem Smartphone spielt, sind auch mal 1,5 bis zwei Tage drin.

Sollte es doch mal eng werden, bietet das One M8 verschiedene Energiesparmodi. Begrenzt der einfache nur die Helligkeit und andere übliche Optionen, kommt beim erweiterten ein komplett neuer Modus zum Vorschein, der nur noch die wichtigsten Funktionen wie Nachrichten oder das Telefonieren erlaubt. Beide ermöglichen es so, noch lange erreichbar zu sein.

Die Kamera – Ein Drama in 4 Ultra-Pixeln oder: Warum man mit dem HTC One M8 lieber nur Selfies macht

Tolle Leistung, tolles Design, tolle Haptik. Ein ausreichender Akku und dann kommt man zur Kamera. HTC verspricht mit den beiden Kameras tolle Ergebnisse. Dient die eine der beiden für das eigentliche Foto, nimmt die andere Tiefeninformationen auf, um den Fokus im Nachhinein noch anpassen zu können. Dass das eher weniger gut klappt, zeigt sich leider im Kamera- und Schnappschuss-Alltag mit dem Smartphone-Boliden. Schon wie im Vorgänger, verbaut HTC auf der Rückseite eine Kamera mit vier Ultra-Pixeln Auflösung. Was auf den ersten Blick als Nutzer gar nicht schlecht klingt und was er auch durch Werbung erfährt, legt eine bessere Kamera-Leistung dar, als sie im Alltag erreicht werden kann. Bei guten Lichtverhältnissen in der Umgebung sieht das Ergebnis auf dem hervorragenden Display des One M8 natürlich durchaus gut aus. Aber schon bei erster Betrachtung auf einem größeren Display fällt auf, was die Kamera wirklich leistet.

Leider nicht überragend: Fotos mit dem HTC One M8. (Foto: Johannes Schuba)
In einer großen Ansicht leider nicht überragend: Fotos mit dem HTC One M8. (Foto: Johannes Schuba)

Natürlich ist es eine Smartphone-Kamera, aber gerade bei einem aktuellen Flaggschiff auf dem Markt wünscht man sich als Nutzer klar bessere Ergebnisse. Gerade auch im Hinblick auf die Funktion, durch die zweite Kamera den Fokuspunkt im Nachhinein zu wählen, die leider an vielen Motiven scheitert. Macht man sich als Smartphone-Fotograf allerdings klar, dass sich das Motiv im Vordergrund klar von dem im Hintergrund abgrenzen muss, tut die Funktion ihren Dienst recht zuverlässig. Im Vergleich zum aktuellen Flaggschiff der Konkurrenz, dem Samsung Galaxy S5, hat Samsung eindeutig die Nase vorn. Obwohl es auch beim Galaxy S5 Kritik gibt, hat das One keine Chance, erst recht nicht mit zunehmender Dunkelheit.

Testfotos mit dem HTC One M8
(Foto: Johannes Schuba)

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Zum Fotografieren hält man das One M8 natürlich bevorzugt im Querformat. Was mir persönlich dabei oft passiert ist: Ich verdecke mit einem Teil der linken Hand die zweite Kamera auf der Rückseite, da sich diese recht weit an der Oberkante befindet. Eine Kleinigkeit, die aber dafür sorgt, dass die Kamera-App ihren Dienst verweigert.

„Wir wollen los? Klar, einen Moment, ich mache nur noch schnell ein Selfie!“ In Zeiten, in denen dieser Satz immer häufiger fällt, schaut man sich im Datenblatt auch gern die technischen Daten der Front-Kamera an. Dabei fällt auf, dass die Front-Kamera mit fünf Megapixeln die beste Auflösung hat. Und erschreckenderweise ist das auch im Alltag spürbar.

Boom! Interne Lautsprecher statt günstiger Bluetooth-Lautsprecher

Die Lautsprecher des HTC One M8 stecken günstige Bluetooth-Speaker in die Tasche.

Wer kennt das nicht – man sitzt bei einem gemütlichen Grillabend an einem lauen Sommerabend zusammen. Jetzt ein bisschen Musik! Da ist es praktisch, einen günstigen Bluetooth-Lautsprecher im Haus zu haben, die oftmals die Smartphone-Lautsprecher schon um einiges in die Tasche stecken. Das günstige Modell lässt man im Falle des HTC One M8 am besten gleich im Haus – die Smartphone-Lautsprecher überzeugen im Test. Die Lautstärke geht in Bereiche, die auch locker eine kleine Personengruppe beschallen kann und das in einer beachtenswerten Qualität. Ein Scheppern versucht man vergebens herauszuhören. Klarer Pluspunkt in diesem Fall an das HTC-Flaggschiff. So ist eine kleine, mobile Jukebox immer dabei.

Das Dot-View-Cover: Zubehör für Retro-Fans

Neben dem Testgerät an sich fand sich im Karton noch das sogenannte Dot-View-Cover. Das auf den ersten Blick wie ein normales Cover wirkende Zubehör zeigt auf den zweiten Blick, was in ihm steckt. Durch einen Doppeltipp oder den Ein- und Ausschalter auf der Oberseite werden durch die gepunktete Oberfläche einige Informationen wie die Uhrzeit und das Wetter angezeigt. Auch beispielsweise eine neu eingetroffene E-Mail lässt sich dadurch sehen. Das Ganze kommt, für Retro-Fans genau richtig, mit einer Pixel-Optik. Beim Aufklappen schaltet sich außerdem das Display ein, beim Zuklappen wieder aus. Und für Telefonierer praktisch: Ein Anruf kann durch das Cover hinweg angenommen werden. Durch die teils durchlässigen Punkte sind auch Ohrmuschel und Lautsprecher nicht verdeckt.

Das Dot-View-Cover ist ein tolles Zubehör für Retro-Fans – bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. (Foto: Johannes Schuba)
Das Dot-View-Cover ist ein tolles Zubehör für Retro-Fans – bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. (Foto: Johannes Schuba)

Obwohl das Cover durchaus seinen Reiz hat, das Smartphone gut schützt und praktische Funktionen hat, habe ich es den Großteil der Zeit ohne das Cover genutzt. Die beiden entscheidenden Nachteile: Man benötigt im Grunde immer eine zweite Hand zur ordentlichen Bedienung und die gute Haptik geht verloren. Die zweite Hand, um das Cover vom Display abzuhalten. Durch einfaches Aufklappen ist es nämlich nicht getan, die Vorderseite klappt einfach wieder zurück. Möchte man es nach hinten umklappen, ist der Widerstand allerdings so groß, dass das Smartphone bei einhändiger Bedienung immernoch Platz zwischen dem umgeklappten Deckel und der Geräterückseite hat. Somit gibt das Smartphone bei jedem Touch auf das Display nach – nervig. Dadurch, dass das Cover auch die gesamte Rückseite bedeckt, gehen auch die tolle Haptik und das tolle Aussehen der Metall-Rückseite verloren.

HTC One M8: Was sonst noch bleibt

Eine heutzutage von vielen nur selten genutzte Funktion beim Smartphone ist das Telefonieren. Das HTC One M8 kann aber auch in diesem Punkt glänzen. Die Qualität von Mikrofon und Ohrmuschel sind gut. Der Gesprächspartner ist gut zu verstehen und man wird auch von ihm in guter Qualität verstanden.

Fazit: Gelungene Neuerungen mit kleinen Makeln

Das HTC One M8 ist eine gelungene Evolution mit toller Haptik, Hard- und Software.

Insgesamt hat HTC mit dem neuen One eine gelungene Evolution auf den Markt gebracht. Die Haptik ist klasse, auch wenn ich persönlich die etwas kantigeren Ecken des Vorgängers bevorzuge. Das Design ist sehr schick, wird nur von einigen kleinen Schönheitsfehlern beeinflusst. Die Unregelmäßigkeit der Plastik-Streifen an der Vorderseite und die Platzierung der Anschlüsse auf der Unterseite sind zwei davon. Direkt beim Auspacken fällt auf: Das One M8 ist in natura viel schöner als es auf Pressefotos aussieht – hier bietet es sich also wie immer an, einfach mal in einen Elektrofachmarkt des Vertrauens zu gehen, um das Gerät anzusehen.

Beim Blick auf das Display ist das Nutzerherz erfreut – satte Farben treffen auf gute Blickwinkel. Einzig zu verzeihendes kleines Manko: weiß wirkt etwas gräulich. Dazu gesellt sich eine einwandfreie Performance durch sehr potente Hardware und ein Android mit HTC Sense als Oberfläche. Sense in Version 6 bringt sinnvolle Erweiterungen mit und wird nicht zu sehr aufgebläht. Einzig über Blinkfeed streiten sich die Geister – für mich persönlich hat es eher keinen Use-Case, aber ich nutze auch keine anderen Magazin-Apps.

2.600 Milliamperestunden misst der Akku an Kapazität – und für den Alltag ist das auch genug. Ein Tag ist mindestens drin, mehr wäre natürlich wie so oft wünschenswert.

Insgesamt ein sehr gelungenes Smartphone-Flaggschiff mit nur kleinen Mankos: das HTC One M8. (Foto: Johannes Schuba)
Insgesamt ein sehr gelungenes Smartphone-Flaggschiff mit nur kleinen Mankos: das HTC One M8. (Foto: Johannes Schuba)

Der einzig wirklich große Kritikpunkt am One M8 ist ganz klar die Kamera. Viel versprochen und doch so wenig gehalten. So kann man es sicherlich gut zusammenfassen, was im entsprechenden Teil dieses Artikels steht. In kurz: Für einen kurzen Schnappschuss reicht es, mehr ist aber nicht drin und das bei einem Smartphone-Flaggschiff. Schade, da punktet das Galaxy S5 von Konkurrent Samsung mehr.

Was sonst noch auffällt, ist die gute Qualität der Lautsprecher. Ein satter Sound, den man von anderen Geräten nicht gewohnt ist. Weiterhin auf der einen Seite toll, auf der anderen Seite aber doch nicht ganz so praktisch: Das Dot-View-Cover. Tolle kleine Erweiterung für Retro-Fans, aber doch zu viele Nachteile für einen praktischen Nutzen.

Alles in Allem ist das HTC One M8 aber ein tolles Gerät. Eine Kaufempfehlung kann man auf jeden Fall ohne Bedenken aussprechen, wenn der Nutzer nicht zu sehr auf die Kamera setzt. Das M8 macht so gut wie alles richtig. Gerade das Alu-Gehäuse bringt viel Wertigkeit und die Performance und die Software des Geräts machen auch Spaß. Wer ein bisschen Geld sparen möchte, kann auch bedenkenlos noch auf das Vorjahresmodell setzen – wer auf dem aktuellen Stand sein möchte, ist mit dem M8 auf jeden Fall bestens ausgestattet.

Das HTC One M8 wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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2 Reaktionen
Johannes Schuba

Hi Stefan, ein bisschen hat es gedauert, dafür ist t3n Nr. 36 fertig. ;-) Das mit dem Anschluss ist natürlich eine Kleinigkeit, die mir persönlich aufgefallen ist, das kann ja jeder für sich entscheiden, ob das stört. Das ist natürlich, wie bei anderen Geräten in dem Preissektor, meckern auf hohem Niveau. Danke für die beiden Verbesserungen, da war der Fehlerteufel unterwegs, ist verbessert! Und ein bisschen Humor darf doch auch nicht fehlen, oder? ;-)

Grüße aus der Redaktion
Johannes

Stefan

Bisschen spät, der Test, oder? Und ansonsten, was zur Hölle ist das in den ersten Absätzen? Was interessiert es, ob der USB-Anschluss in der Mitte sitzt?
Ansonsten, es heißt entweder »Super-LC-Display« oder eben »Super-LCD«, ein Liquid Cristal Display Display gibt es nicht. Und das M8 wird mit Android 4.4.2 ausgeliefert, nicht mit 4.2.2.
Und mal ehrlich, »Wir wollen los? Klar, einen Moment, ich mache nur noch schnell ein Selfie!« in einem nach eigenem Anspruch seriösen Test?

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