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HTC soll über Verkauf der Virtual-Reality-Sparte nachdenken

(Foto: Jan Helge Petri)

Insidern zufolge soll HTC in Verhandlungen über einen Verkauf seiner VR-Sparte stehen – einer der möglichen Interessenten soll Alphabet sein.

HTC soll erwägen, Teile seines Unternehmens oder auch die komplette Firma zu verkaufen. Das haben mit dem Sachverhalt vertraute Quellen dem Nachrichtenportal Bloomberg gemeldet. Unter anderem soll über einen Verkauf der Virtual-Reality-Sparte nachgedacht werden.

Google soll an VR-Sparte interessiert sein

HTC stellt mit der Vive eines der aktuell bekanntesten VR-Headsets her. Den Insidern zufolge soll Google zu den Interessenten und möglichen Käufern der VR-Sparte gehören. HTC soll aber auch mit weiteren Unternehmen in Verhandlungen stehen.

Auch ein Verkauf des kompletten Unternehmens soll in Erwägung gezogen werden. Angesichts dessen Größe und der – verglichen mit den Anfangsjahren von Android – nicht mehr sonderlich erfolgreichen Smartphone-Sparte dürfte ein Komplettverkauf aber wenig Chancen auf Erfolg haben.

HTC hat wirtschaftlich gelitten

HTC hat in den vergangenen Jahren stark an Börsenwert eingebüßt. Bloomberg zufolge ist das Unternehmen aktuell 1,9 Milliarden US-Dollar wert, umgerechnet knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Börsenkurs ist in den zurückliegenden fünf Jahren um 75 Prozent gesunken.

In den vergangenen Jahren musste der taiwanesische Hersteller bereits mehrfach Mitarbeiter entlassen. Die Veröffentlichung des VR-Headsets Vive könnte HTCs Rettung gewesen sein: Mit Mobiltelefonen alleine dürfte sich das Unternehmen kaum über Wasser gehalten haben. Aber auch die HTC Vive wurde zuletzt für 200 Euro weniger verkauft. Dafür ist der Marktanteil des einstigen Android-Pioniers mit um die zwei Prozent schlicht zu gering.

HTC und Alphabet haben sich zu den Verkaufsgerüchten nicht geäußert.

Autor des Artikels ist Tobias Költzsch.

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