Entwicklung & Design

HTML5: Was können mobile Browser heute?

Buchautor Maximiliano Firtman schreibt Seite um Seite zum Thema “Mobiles Webdesign”. Sein jüngstes Buch befasst sich mit jQuery Mobile und HTML5 und erschien im O´Reilly-Verlag. Vermutlich zu Recherchezwecken stellte er nebenbei eine umfangreiche Website mit einer tabellarischen Übersicht dessen, was mobile Browser heutzutage leisten können, ins Netz. Und die ist ein wertvoller Quell der Erkenntnis für alle Entwickler mobiler Web Apps…

HTML5: Mobile Browser können mehr als man vielleicht annehmen würde

Maximiliano Firtman, vielen wahrscheinlich besser bekannt als Firt, ist ein Veteran des Web. Seine aktuellen Bücher befassen sich mit Webentwicklung für Mobilgeräte und erschienen unter anderem im renommierten O´Reilly-Verlag.

Auf der Website MobileHTML5.org liefert Firt dem interessierten Entwickler umfangreiche tabellarische Übersichten der HTML5-Fähigkeiten verschiedener Mobilbrowser. Er bezeichnet dabei seine Arbeit als “Work in Progress”, was die Erwartungen zu schüren vermag, Firt werde die Website nicht nur aktuell halten, sondern auch nach Bedarf erweitern.

Aktuell befasst sich MobileHTML5.org mit den Fähigkeiten des Mobile Safari, des Android Browsers unter 1.5 – 2.x und 3.x, der Blackberrybrowser auf Phone und Tablet, dem IE 9 auf Windows Phone, Opera Mobile und Mini, Firefox for Android, dem webOS-Browser und dem Symbian-Browser. Firt ging dabei so vor, dass er die Bestandteile der W3C-Spezifikationen zu HTML5 einzeln untersuchte, so dass eine ganz gezielte und punktgenaue Übersicht der Features und ihres Erfüllungsgrades erfolgen konnte.

Auf den ersten Blick auffällig ist, dass die Mobilbrowser insgesamt eine gute Unterstützung des kommenden Webstandards aufweisen. Das ist indes weit weniger erstaunlich, als es auf den ersten Blick erscheint. Immerhin sind nahezu alle untersuchten Plattformen teils erst in jüngster Zeit entstanden oder generalüberholt worden. Zudem herrscht in der Industrie Einigkeit darüber, dass HTML5 gerade mit Blick auf das mobile Web die Zukunftstechnologie überhaupt darstellt. Ältere Systeme, etwa der Symbian-Browser oder das stärker auf Featurephones fokussierende Opera Mini fallen entsprechend stark aus dem Raster.

HTML5 auf Mobilgeräten: Was leisten die Browser schon jetzt?

HTML5 auf Mobilgeräten: Deutliche Unterschiede im Detail

Den Titel “fähigster Mobilbrowser” sichert sich nach den aktuellen Tests der Androidbrowser aus dem Honeycomb-Branch, dicht gefolgt vom Phone-Androiden und dem Mobile Safari. So ist der Honeycomb-Browser aktuell der einzige Browser, mit dem es möglich wäre, eine Web App mit Zugang zu den Audio-, Video- und Fotofeatures des entsprechenden Tablets zu programmieren. iOS-Entwickler würden sich die Finger danach lecken. Ebenfalls Honeycomb-exklusiv ist der Zugang zum Dateisystem aus HTML-Formularen heraus. Mit dem iOS teilt sich der Honeycomb-Browser das Feature, auf die verschiedenen Bewegungssensoren des jeweiligen Gerätes zugreifen zu können. Über diese Funktionalität verfügt der Android-Smartphone-Browser nicht.

Auch der Opera Mobile geht als fähiger Wettbewerber durch, wenn er auch an die auf entsprechende Hardware zugeschnittenen Konkurrenten aus dem iOS- und Android-Lager nicht heran kommt. Vergleichsweise blass zeigen sich der Internet Explorer auf Windows Phones, sowie der webOS-Browser.

Die für Push-Features erforderlichen Server-Sent Events unterstützt als nativer Browser nur der Mobile Safari, wobei das Feature auch für Android genutzt werden könnte, wenn man auf Firefox oder Opera ausweichen würde. Beide verfügen über EventSource-Fähigkeiten. Klar dürfte jedoch sein, dass Features erst dann in Web Apps für bestimmte Geräte implementiert werden werden, wenn der vorinstallierte Browser die entsprechenden Features zuverlässig unterstützt.

Webentwickler, die ihre Sites oder Apps für mobile Geräte anpassen und dabei HTML5-Features verwenden wollen, finden in Firts Tabellen jedenfalls mit Sicherheit wertvolle Informationen. Zum Dank sollte man glatt eines seiner Bücher kaufen. Lesen hat schließlich noch nie geschadet…

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5 Kommentare
ope ra
ope ra

Opera legt vielleicht nach, wenn sie die ersten Fernseher oder auch Settop-Boxen damit ausrüsten.

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