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Bis 2018 auf Platz 2: Apple mach Platz, jetzt kommt Huawei!

(Foto: dpa)

Huaweis Device-Chef Richard Yu hat sich zum Ziel gesetzt, Apple bis 2018 von Platz zwei der weltgrößten Smartphonehersteller zu verdrängen. Der Konzern könnte von Samsungs Note-7-Dilemma profitieren.

Huawei: Nach nur vier Jahren im Smartphone-Business schon auf Platz drei

„Wir werden Apple einholen, Schritt für Schritt, Innovation für Innovation.“

Huaweis Chef der Mobilsparte Richard Yu hat in den kommenden zwei Jahren Großes mit dem Unternehmen vor: Denn der schon äußerst erfolgreiche Hersteller will Platz zwei im globalen Smartphone-Markt für sich beanspruchen – und zwar innerhalb von nur zwei Jahren. Dieses Unterfangen ist durchaus sportlich, aber nicht aussichtslos, wenn man sich vor Augen führt, was Huawei allein in den vergangenen vier Jahren erreichen konnte.
Huawei-Device-Chef Richard Yu, der „Hardware-Mann“ in seinem Element. (Foto: t3n)

Huawei-Device-Chef Richard Yu, der „Hardware-Mann“, bei der Vorstellung des Mate 9. (Foto: t3n)

Während Huawei 2012 mit seinen Smartphones noch in der Einsteigerklasse verortet war, schaffte es das Unternehmen mit der Zeit immer bessere Geräte herzustellen. Mit dem Huawei P8 im Jahre 2015 und den Mate-Modellen, die insbesondere durch massive Akkulaufzeiten und eine hervorragende Verarbeitung zu verhältnismäßig attraktiven Preisen glänzen konnten, gelang der Aufstieg zum dritten Platz auf dem Treppchen hinter Branchenprimus Samsung und Apple. Mit den 2016er Smartphone-Topmodellen Huawei P9 (Test) und P9 Plus (Test), aber auch dem P9 Lite sowie dem frisch angekündigten Huawei Mate 9 soll der weitere Aufstieg gelingen. Im Test der Stiftung Warentest sind gleich vier Huawei-Geräte in der Top-15-Liste.

Das Huawei Mate 9 in Bildern

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„Es wird viele Möglichkeiten geben. Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Augmented Reality“ sagte Richard Yu. „Es ist wie bei einem Autorennen. In jeder Kurve oder an jeder Biegung besteht die Chance seine Wettbewerber zu überholen.“ Der Vergleich mit dem Autorennen dürfte nicht von ungefähr kommen, denn Huawei hat am Donnerstag neben dem regulären Huawei Mate 9 eine Special-Edition seines Huawei Mate 9 zusammen mit Porsche Design angekündigt.

„Step-by-step we are winning the trust and loyalty of the customers. It is about trust and loyalty.“ – Richard Yu.

Huawei könnte vom Note-7-Debakel profitieren

Aktuellen Zahlen von Strategy Analytics zufolge positioniert Hauwei sich mit 33,6 Millionen verkauften Smartphones im dritten Quartal 2016 hinter Apple mit 45,5 Millionen abgesetzten Einheiten. Samsung konnte im gleichen Zeitraum 75,3 Millionen Geräte absetzen. In Marktanteilen ausgedrückt kann Samsung im dritten Quartal 20,1 Prozent weltweit für sich verbuchen, währen Apple einen Anteil von 12,1 Prozent innehat. Huawei hat bereits einen weltweiten Marktanteil von neun Prozent. Interessanterweise haben sowohl Samsung als auch Apple im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Federn lassen müssen, während Huawei um 2,5 Prozent zulegen konnte.

Huawei konnte zwischen Q3 2015 und Q3 2016 ordentlich zulegen. (Bild: Strategy Analytics)

Huawei konnte zwischen Q3 2015 und Q3 2016 ordentlich zulegen. (Bild: Strategy Analytics)

Es ist durchaus denkbar, dass Huawei den beiden platzierten weitere Marktanteile abluchsen wird. Insbesondere Samsung könnte wegen des Note-7-Dilemmas – der Hersteller musste das Phablet komplett vom Markt nehmen – weitere Anteile verlieren. Allerdings ist noch nicht konkret einzuschätzen, wie sehr diese Katastrophe dem südkoreanischen Unternehmen schaden wird. Würde Huawei von Samsung aber nur ein paar Prozent abzwacken, wäre es für den chinesischen Smartphoneriesen schon möglich, Apple zu überrunden.

Um Apple zu überholen, müsste Huawei um über drei Prozent Marktanteil zulegen. (Bild: Strategy Analytics)

Um Apple zu überholen, müsste Huawei um über drei Prozent Marktanteil zulegen. (Bild: Strategy Analytics)

Huawei hat allerdings noch weiteres Wachstumspotenzial: In den USA hat das Unternehmen Schwierigkeiten Fuß zu fassen – durch verstärkte Marketingmaßnahmen und der Überarbeitung der Android-untypischen Nutzeroberfläche, die (nicht nur) in den US-Medien nicht wenig Kritik abbekommt, dürfte es für das Unternehmen möglich sein, weiter zu wachsen. Die Nutzeroberfläche hat mit der neuen EMUI-Version  5.0 bereits eine Änderung erfahren, die zahlreiche Kritiker und User zufriedener stellen wird: Huawei hat seiner Nutzeroberfläche einen optionalen App-Drawer verabreicht, damit nicht alle Apps auf dem Homescreen herumschwirren müssen.

Passend zum Thema: Stiftung Warentest: Das iPhone 7 ist nicht das beste Smartphone und Huawei Mate 9 Porsche Edition: Dieses exklusive Smartphone kostet „nur“ 1.400 Euro

via www.reuters.com

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3 Kommentare
Preise erodieren überall
Preise erodieren überall

http://www.golem.de/news/investment-bank-apple-macht-92-prozent-des-gewinns-der-smartphone-branche-1507-115186.html
Die Sättigung des Marktes betrifft die ganzen kleinen Hersteller ebenso. Aber „die machen immer weniger Gewinne weil die Leute die Smartphones weniger oft austauschen“ kritisiert man nur bei Apple was ich recht einseitig finde. Und was für das 6s schlecht war (weniger Käufe, Produktion gekürzt) wirkt sich jetzt bei 7 in vielen Käufen aus. Man kauft vielleicht nicht mehr alle 2 Jahre ein Handy sondern alle 3 Jahre weil die neuen Features nicht mehr ganz SOO wichtig sind.

Auch Apple kann seine Produkte dank Moores Law billiger machen und dank Kundenzufriedenheit (anstelle von Weg-Werf-Android ohne Updates) gerne gute Geschäfte generieren… weil man keine/kaum/selten böse Überraschungen erlebt auch wenn Tim Cook sehr viel deutlich besser sein können sollte…
Wenn Apple eine gute Gewinnmarge an den iPods hatte, kann es auch eine gute Marge an 499-, dann 399-, dann 299-, dann 199-Euro-Handies haben. Siehe Apple-4-TV.
Schaut doch mal bei Amazon die BESTSELLER für Handies ohne Vertrag.
Da erkennt man, wie der Markt bzw. die Einkommens-Pyramide und Beliebtheit von Samsung-Handies zwischen ein-hundert Euro und 799 Euro aussehen.
Auch Gebraucht-Preise lassen den !Langzeit!-Wert von Produkten erkennen.

Und weil die Features immer billiger werden, rutschen die Preise wie schon bei DVD-Brennern usw.

HEVC/.265 haben die neuen Chips eingebaut. Ist aber wohl kein Kaufgrund.
5G – na gut wenn es dann mal kommen wird. In anderen Ländern ist mobiles Internet sogar richtig gut bezahlbar… die kaufen – und nutzen auch – sofort 5G wo keine Fortschritts-Wifi-und-Link-Feinde regieren.
Daydream-Ready. Das ist vielleicht auch ein Grund, den Kauf ein paar Monate zurückzustellen.

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Karl Marks
Karl Marks

Wen wundert es… gleichwertige Produkte – halber bis drittel Preis.
Bisher machen sie alles richtig.

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Chris
Chris

Und da wird erneut die Rechnung ohne LeEvo oder Xiaomi gemacht, das wird anders ausgehen.

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