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Huawei bietet Bundesinnenministerium 5G-Vertrauenswürdigkeitserklärung an

(Foto: dpa)

Huawei hat sich mit dem Bundesinnenministerium getroffen und angeboten, „jedwede Vertrauenswürdigkeitserklärung“ zu unterschreiben. Ein Verbot von Huawei bei 5G ist abgewendet.

Um Sicherheitsbedenken bei der Beteiligung am Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland zu zerstreuen, hat der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei dem Bundesinnenministerium angeboten, eine Vertrauenswürdigkeitserklärung abzugeben. Wie das Bundesinnenministerium auf Nachfrage des Handelsblatts mitteilte, hat es am 11. März, vier Tage nach Veröffentlichung der geplanten Neuregelungen der technischen Sicherheitsanforderungen für den 5G-Aufbau, zwischen Vertretern von Huawei und dem Bundesinnenministerium ein bilaterales Gespräch auf Staatssekretärsebene gegeben.

In diesem Rahmen sei von Huawei die Bereitschaft signalisiert worden, „jedwede Vertrauenswürdigkeitserklärung unterschreiben zu können“. Diese generelle Bereitschaft sei zur Kenntnis genommen worden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Wie das Angebot im Detail aussah, wollte das Ministerium nicht offenlegen.

In Deutschland soll es nach derzeitigem Stand kein Verbot für Huawei geben, jedoch arbeitet die Bundesregierung unter Druck der USA an schärferen Sicherheitsanforderungen.

Die USA versuchen in einer politischen Kampagne, ihre europäischen Partner davon zu überzeugen, dass Huawei-Produkte ein Sicherheitsrisiko seien, können dafür aber keine Beweise vorlegen. Huawei wehrt sich zunehmend gegen den Druck aus den USA und führt dort eine Klage. Nokia und Ericsson produzieren in direkter Nachbarschaft von Huawei im südchinesischen Shenzhen. Die Telekom hat viel Ausrüstung von Huawei in ihrem Kernnetz und im Radio, auch die Telefónica setzt weitgehend auf die Technik von Huawei aus China.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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