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Huawei-CEO: Wir können auch ohne Googles Android Nummer 1 werden

Huawei-CEO Ren Zhengfei. (Foto: dpa)

Der Huawei-CEO Ren Zhengfei ist der festen Überzeugung, dass der von ihm gegründete Konzern auch ohne Googles Android den Smartphone-Thron erobern kann. Eine Warnung für Trump gibt es auch.

Bis zu den US-Sanktionen war Huawei auf einem guten Weg, den aktuell führenden Smartphone-Hersteller Samsung von der Spitze des Rankings zu verdrängen. Das könne Huawei aber auch ohne Googles Android schaffen, sagte Ren Zhengfei, Gründer und CEO des chinesischen Konzerns gegenüber CNN. Es werde halt nur länger dauern, so der Huawei-Chef. Derzeit kämpft Huawei mit den Befürchtungen der potenziellen Käufer außerhalb Chinas, dass sie bald keinen Zugang mehr zum Playstore hätten und ihnen auch das mobile Betriebssystem Android nicht mehr zur Verfügung stünde.

Huawei: Wackelkandidat für 5G-Ausbau

Neben Google muss Huawei wegen der Sanktionen der Trump-Regierung auch auf Produkte von anderen US-Firmen wie Intel oder Broadcom verzichten. Nur Microsoft hatte zuletzt eine Ausnahmelizenz erhalten. Außerdem überlegen mehrere westliche Industriestaaten, darunter auch Deutschland, ob sie Huawei vom Ausbau des 5G-Netzes ausschließen sollten. Die Vorwürfe gegen Huawei betreffen vor allem Befürchtungen, dass der Konzern Hintertüren in seine Produkte einbaut, die dem chinesischen Geheimdienst potenziell Spionage erleichtern würde. Außerdem stößt den westlichen Staaten die vermeintliche Nähe zur Regierung Chinas auf.

Huawei hat sich notgedrungen einen Plan B zurechtgelegt, falls die aktuell wirksamen Ausnahmeregelungen tatsächlich auslaufen sollten. Neben dem selbstentwickelten Betriebssystem Harmony verfügt Huawei über einen eigenen App-Store. Statt der 2,8 Millionen Apps in Googles Play-Store finden sich dort laut Statista allerdings nur 45.000 Apps. Allerdings warnte der Huawei-Chef den US-Präsidenten, dass es kein Zurück geben, sollte Huawei die Google-Alternative an den Start bringen. Vielmehr würde es der Konkurrenz der US-Konzerne künftig sicher eher helfen als schaden, wenn sie eigene Produkte entwickeln müssten, so Zhengfei.

Huawei trotzt US-Sanktionen

Zumindest im ersten Halbjahr dieses Jahres hat Huawei finanziell und bei den Smartphone-Verkäufen noch nicht arg unter den US-Sanktionen gelitten. In den ersten sechs Monaten hat die Smartphone-Sparte dem chinesischen Konzern 1,55 Milliarden US-Dollar eingebracht – so viel wie im ganzen vergangenen Jahr. Den Absatz seiner Smartphones hat Huawei um 24 Prozent auf 118 Millionen Geräte gesteigert. Der Zuwachs ist allerdings zum Großteil auf Zuwächse auf dem Heimmarkt zurückzuführen. Marktbeobachter sehen hierin eine Art patriotischen Schub für Huawei-Smartphones wegen der Auseinandersetzungen mit den USA. Während Huawei auf dem Heimatmarkt im dritten Quartal auf 42 Prozent Marktanteil kommt, musste Apple in China heftig Federn lassen.

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