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Huawei-Gründer: Wenn China gegen Apple vorgeht, bin ich der Erste, der protestiert

Huawei-CEO Ren Zhengfei. (Foto: dpa)

Die US-Sanktionen stellen den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei vor Herausforderungen. Nun meldet sich der Gründer zu Wort.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei steckt in Schwierigkeiten. Das von von der US-Regierung beschlossene Dekret, das die Zusammenarbeit von amerikanischen Unternehmen mit dem Telekom-Konzern aus China einschränkt, zieht seine Kreise. Huawei-Gründer und Milliardär Ren Zhengfei zeigte sich in einem Interview mit dem Sender Bloomberg Television jedoch betont zuversichtlich und versicherte, dass sein Unternehmen auch ohne die USA weiter erfolgreich sein werde.

Die USA setzten das chinesische Unternehmen im Mai auf eine Schwarze Liste. Unternehmen brauchen demnach eine spezielle Erlaubnis der Regierung, um mit Huawei zusammenzuarbeiten. Die US-Regierung verdächtigt die Firma unter anderem, der chinesischen Regierung bei Spionage zu helfen.

Das Lieferverbot aus den USA bedeutet für Huawei, auf wichtige Komponenten und Software verzichten zu müssen. So gab etwa der Tech-Gigant Google bekannt, dem Unternehmen in Zukunft keine Android-Updates oder den Play-Store zur Verfügung zustellen. Auch international gibt es Auswirkungen: So plant etwa der britische Chipdesigner ARM einem Bericht des Nachrichtensenders BBC zufolge, jegliche Zusammenarbeit mit Huawei zu beenden.

Im Interview gibt der Huawei-Chef nun zu, dass diese Schritte ein Schlag für sein Unternehmen seien. Doch er betont auch, dass sein Unternehmen alternative Lösungen finden werde. Demnach arbeite Huawei bereits an der Herstellung eigener Chips sowie einem eigenen Betriebssystem für Smartphones. Wie schnell Huawei hierbei jedoch Resultate erzielen wird, ist allerdings unklar.

Trotz allem hält Zhengfei nichts von Vergeltung. Der Gründer betont, er wäre der Erste, der gegen ein ähnliches Dekret für US-Unternehmen wie Apple von Seiten Chinas protestieren würde.

Das ganze Interview könnt ihr hier sehen.

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

„Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei steckt in Schwierigkeiten.“

Nein, eigentlich nicht. Denn Huawei ist primär der weltweit wichtigste Netzwerkausrüster und Infrastrukturdienstleister für Unternehmen. Das Zugfunknetz der Bahn (GSM-R) wurde z. B. von den Chinesen modernisiert. Erst danach kommt die Smartphonesparte, die aber auch von der nicht sanktionierten Tochter Honor bestritten werden kann.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/916741/umfrage/marktanteile-der-anbieter-am-umsatz-mit-netzwerktechnik-weltweit/

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