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Huawei Mate 10 Pro im Test: Stille KI, glänzende Leica-Dual-Kamera

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Kamera des Mate 10 Pro: Die Dual-Leica-Kamera war nie besser

Inhalt:

Eine Schippe draufgelegt hat Huawei bei der Kamera. Die Dual-Hauptkamera ist wieder in Zusammenarbeit mit Leica realisiert worden. Wie bei den Vorgänger-Kameras setzt Huawei auf ein Dual-System, das aus einem RGB-Sensor mit 12 Megapixeln und einem Monochrom-Sensor mit 20 Megapixeln besteht. Das Monochrom-Modul hilft der Hauptkamera bei der Verbesserung der Bildschärfe, der Belichtung und ermöglicht durch die Aufnahme von zusätzlichen Tiefeninformationen einen Porträtmodus. Darüber hinaus hilft der zweite Sensor bei der Hybrid-Zoom-Funktion, Fotos per Zweifach-Zoom nahezu verlustfrei aufnehmen zu können.

Die Kamera des Huawei Mate 10 Pro besitzt eine lichtstarke f/1.6-Blende. (Foto: t3n)

Beide Sensoren besitzen besonders lichtstarke f/1.6-Blenden. Zum schnellen und zielsicheren Schießen von Fotos steckt in der Kamera ein System aus Laser-Tiefen- und kontinuierlichem Phasenvergleichs-Autofokus, der während der Testphase zu sehr guten Resultaten beitragen konnte. Unterstützt wird das System von einem optischen Bildstabilisator im primären Sensor. Einen Geschwindigkeitszuwachs der Kamera von 25 Prozent im Vergleich zum Mate 9 konnte Huawei durch einen neuen Image Signal Processor (ISP) realisieren.

Das Zusammenspiel aller Optimierungs-Hebel kann als gelungen beschrieben werden. Die Dual-Kamera im Mate 10 Pro ist die bisher beste, die Huawei in seinen Geräten verbaut hat. Sie ist schnell, produziert knallige, aber dennoch naturgetreue und detailreiche Fotos mit einen guten Dynamikumfang. Sie spielt ihre Stärke unter anderem auch unter widrigen Lichtverhältnissen aus – Bildrauschen und Artefaktbildung konnten gegenüber dem Vorgänger stark reduziert werden. Etwas schade: Der gute HDR-Modus muss beim Mate 10 immer noch manuell aktiviert werden – hier wünschen wir uns eine Automatik-Funktion.

(Foto: t3n)

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Unbearbeitete Fotos in der Originalauflösung findet ihr bei Google Fotos.

Huawei hat seinem Mate 10 Pro eine richtig gute Kamera verbaut, die auf einem Level mit der des Note 8, iPhone 8 und anderen Geräten der Oberliga liegt. Im direkten Vergleich mit dem Pixel 2, das wir erst kürzlich getestet haben, fiel auf, dass die Kamera des Pixels insbesondere bei Dunkelheit nur um Nuancen stärker ist.

Der Porträt-Modus, der in mittlerweile jedem Oberklasse-Smartphone zu finden ist, funktioniert durchaus zufriedenstellend. Der Hintergrund wird noch etwas sauberer als beim P10 aus dem Vordergrund herausgerechnet. Leider lässt sich der Grad der Hintergrundunschärfe nicht anpassen. Diese Option besteht lediglich im Große-Blende-Modus.

Ein Blick in die Kamera-App des Huawei Mate 10 Pro. (Bild: t3n)

Noch als Spielerei sehen wir die in die Kamera integrierte KI-Funktion: Der Machine-Learning-Algorithmus erkennt zwar Objekte und Szenen, die fotografiert werden sollen, jedoch scheint es so, als würden die dazugehörigen Fotomodi noch nicht anspringen. Es macht nämlich anscheinend keinen Unterschied, ob ich mit oder ohne diese Funktion fotografiere. Es ist aber gut möglich, dass solche KI-Funktionen erst mit Android 8.1 Oreo richtig greifen.

Videos nimmt die Hauptkamera mit bis zu 4K auf, jedoch ohne optische Bildstabilisierung. Die Frontkamera mit Fixfokus nimmt Selfies mit acht Megapixeln auf. Der Porträtmodus kann auch bei dieser Kamera aktiviert werden, jedoch fehlt der zweite Sensor, mit dem die Tiefeninformationen besser aus dem Bild gerechnet werden können.

Alles in allem lässt sich trotz kleiner Kritikpunkte festhalten: Glückwunsch Huawei, für die tolle Kamera!

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