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Huawei Mate 9 im Test: Klappe, Leica die Zweite

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Huawei Mate 9: Ausstattung und Performance

Huawei Mate 9 . (Foto: t3n)

Huawei Mate 9. (Foto: t3n)

Im Huawei Mate 9 steckt die neueste Prozessorgeneration der hauseigenen Chipschmiede Hisilicon. Der Oneplus 3T (Test) mit seinem schnellen Snapdragon-821-Prozessor erreicht nicht die Mate-9-Werte. Lediglich im GFX-Bench unterliegt es seinen Mitstreitern um einige Punkte.

Weitere Details zum Kirin 960

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Über den Sinn von Benchmarks lässt sich natürlich vortrefflich streiten, sie zeigen aber immerhin, auf welchem Leistungsniveau sich Geräte im Vergleich zur Konkurrenz befinden. Hier zeigt sich, dass Huawei seine Hausaufgaben gemacht hat, denn bei den Chips vor dem Kirin 960 lagen die Leistungswerte stets weit unter der Konkurrenz. Der Prozessor wird zudem von einer neuen, performanten Mali-G71-MP-GPU und vier Gigabyte DDR4-RAM unterstützt.

Huawei Mate 9: Geekbench 4 Single- und Multi-Core. (Messung nach Update auf nach Update auf vB126)(Bild: t3n)

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Die synthetischen Werte sind das eine – in der Alltagsnutzung macht das Mate 9 aber auch eine äußerst gute Figur. Apps starten schnell, es gibt keine Wartezeiten, Animationen sind flüssig und selbst rechenintensive Spiele laufen bei hoher Grafikauflösung absolut rund. Laut Huawei sollen aufgrund neuer Algorithmen keine Alterserscheinungen auftreten, wie es sonst häufig bei Smartphones der Fall ist. Das bedeutet, dass das Mate 9 auch nach langer Laufzeit nicht langsamer wird. Ob das der Fall ist, muss sich aber erst noch zeigen.

Der schnelle interne UFS-2.1-Speicher stellt keinen Flaschenhals in Sachen Performance dar, denn dieser liefert Geschwindigkeiten auf SSD-Niveau. Falls ihr die fest verbauten 64-Gigabyte-Speicher per Micro-SD-Karte erweitern wollt, sollet ihr daher möglichst auf eine hochwertige Speicherkarte setzen und nicht am falschen Ende sparen.

Huawei Mate 9 vs. Huawei Mate 8 – Spezifikationen im Vergleich

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ModellHuawei Mate 9Huawei Mate 8
BetriebssystemAndroid 7.0 Nougat mit EMUI 5.0Android 6.0 Marshmallow mit EMUI 4.0
Display5,9 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 10.80 Pixel, 373 ppi)6 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 1.080 Pixel, 368 ppi)
ProzessorKirin 960 Octa Core, 64-bit,16 nm FinFET, max. 2,4 GHz, inkl. Mali G71Kirin 950 Octa Core, 64-bit,16 nm FinFET, max. 2,3 GHz
Arbeitspeicher4 GB RAM LPDDR43 GB RAM LPDDR4
Interner Speicher64 GB UFS 2.1 (per Micro-SD-Karte um bis zu 2 TB erweiterbar)32 GB (per microSD-Karte erweiterbar), Modell NXT-L09
Hauptkamera20 MP Monochrom + 12 MP RGB Leica Dual-Kamera, Hybrid-AF, OIS, Hybrid zoom, 4K-Videoaufzeichnung, zweifarbiger Blitz16 MP, Sony IMX-298-Sensor, f/2.0-Blende; optischer Bildstabilisator
Frontkamera8 MP mit AF 8 MP, Sony IMX-179-Sensor. f/2,4
Akkukapazität4.000 mAh4.000 mAh
KonnektivitätLTE Kat. 9, Dualband-WLAN (2,4 Ghz/5 Ghz) 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFCLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 Ghz/5 Ghz) 802.11 ac, Bluetooth 4.2 LE, NFC
Abmessungen156,9 x 78,9 x 7,9 mm157,1 x 80,6 x 7.9 mm
Gewicht190 g185 g
FarbenSilber mit weißer Front, Grau mit Schwarzer FrontMoonlight Silver,
Space Gray
SonstigesFingerprint 3.0, Stereospeaker, SuperCharge (in 90 Minuten voll geladen), USB Typ C (USB 2.0), IR-LEDFingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten,
Preis (UVP)699 Euro (UVP)599 Euro (32 GB)

Die weitere Ausstattung des Phablets ist selbstredend auf Oberklasse-Niveau: Das WLAN-Modul funkt im 802.11-ac-Standard mit Dualband-WLAN (2,4 und fünf Gigahertz), LTE Kat. 9 ist auch an Bord sowie Bluetooth 4.2 LE. Ein Aspekt, bei dem das Mate 8 aus der Masse der Smartphones hervorstach war die großartige Akkulaufzeit. Auch hier enttäuscht das Mate 9 nicht.

Der 4.000 Milliamperestunden-Akku hält bei normaler Mischnutzung mit zwei Mail-Accounts, Facebook, Twitter, Kamera und weiteren aktiven Apps maximal bis zu zwei Tage durch; bei intensiven Gaming-Sessions verkürzt sich die Laufzeit entsprechend. Ein Tag sollte aber selbst bei intensiver Nutzung drin sein. Es sollte erwähnt werden, dass die Laufzeit zu Beginn des Testzeitraums von mittlerweile drei Wochen eher enttäuschend war – jetzt scheint sich der Akku langsam eingependelt zu haben.

Der USB-Typ-C-Anschluss des Huawei Mate 9 unterstützt nur USB 2.0. (Foto: t3n)

Der USB-Typ-C-Anschluss des Huawei Mate 9 unterstützt nur USB 2.0. (Foto: t3n)

Immerhin: Falls der Akkustand zur Neige geht, könnt ihr den Energiespeicher mithilfe des beiliegenden Schnellladegeräts im Nu wieder nachladen. Mit Huaweis „SuperCharge“ wird der große Akku in 90 Minuten wieder komplett aufgeladen – das funktioniert sogar ohne starke Erwärmung des Geräts.

Die Kamera des Huawei Mate 9: Es wird!

Die Kamera des Huawei Mate 9 kann überzeugen. (Foto: t3n)

Die Kamera des Huawei Mate 9 kann überzeugen. (Foto: t3n)

Leica die Zweite: Die rückseitige Hauptkamera ist wie die Dual-Cam des Huawei P9 in Kooperation mit Leica entstanden. Anstelle eines RGBW- und Monochrom-Sensors mitjeweils 12-Megapixeln hat Huawei beim Mate 9 einen 20-Megapixel-Monochrom-Sensor und einen zusätzlichen 12-Megapixel-RGB-Sensor mit f/2.2-Blende integriert. Darüber hinaus hat Huawei auf die Kritik gehört und einen optischen Bildstabilisator (OIS) integriert. Dank des performanten Prozessors mit Dual-ISP unterstützt das Mate 9 als erstes Oberklasse-Gerät Videoaufnahmen mit 4K-Auflösung.

Beim Fotografieren arbeiten die zwei Sensoren zusammen, sodass die Bildinformationen beider Kameras zu einem Resultat zusammenfließen. Das funktioniert bei Tageslicht schon viel besser als beim P9 und P9 Plus: Bilder wirken scharf und kontrastreich und weisen wenig bis kein Bildrauschen auf. Die Farben sind knackig, aber dennoch natürlich.

Fotos, die mit dem Huawei Mate 9 geschossen wurden
(Foto: t3n)

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Bei widrigen Lichtverhältnissen sieht das Ganze leider immer noch anders aus: Es ist weiterhin Rauschen auf den Bildern zu erkennen. Die Ursache dafür dürfte an der verhältnismäßig schwachen f/2.2-Blende liegen. Es sollte angemerkt werden, dass die Bildqualität bei schlechtem Licht immerhin besser als beim P9 ist. An die Low-Light-Fähigkeiten eines Galaxy S7 edge (Test) oder eines Google Pixel (Test) kommt das Mate 9 jedoch nicht heran. Interessant ist, dass Fotos mit wenig Licht im Monochrom-Modus eine merklich bessere Qualität liefern als im Farbmodus.

Allgemein ist die Auslösegeschwindigkeit der Kamera hoch, dank diverser Hilfsmechanismen wie Phasen-, Kontrast- und Laserfokus ist der Fokus überwiegend treffsicher. Etwas schneller vonstatten gehen könnte der Start der Kamera-App aus dem Standby. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, denn wir reden hier von Unterschieden zur Konkurrenz im Millisekundenbereich. Bei spontanen Schnappschüssen sind die aber teilweise ausschlaggebend. (Weitere Testfotos findet ihr auf Google Photos)

Ein Blick in die Die Kamera-App des Huawei Mate 9. (Bild: t3n)

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Bei der Kamera-App sind kaum Unterschiede zur Version zu finden, die im P9 installiert ist. Neben den unzähligen Foto-Modi ist auch wieder ein Profimodus an Bord, der manuellen Zugriff auf verschiedene Einstellungen wie Belichtungszeit und ISO-Wert ermöglicht. Außerdem sind Aufnahmen in RAW-Qualität möglich.

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6 Kommentare
Tomaso
Tomaso

Ich hab hier das Mate 9 neben dem Huawei P9 liegen. Das Display im Mate 9 hat einen sehr starken grünstich. Am deutlichsten sieht man es wenn man monochrome Bilder ansieht. Die Bilder am P9 sind brilliant. Am Mate 9 total grün. Hätte ich den direkten Vergleich nicht wäre es mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen. Jedoch hat mich etwas am Display gestört was ich nicht genau sagen konnte … hat mich aber zu dem Vergleich veranlasst.

Ich finde das sehr schade. Das stört so, dass ich wieder beim P9 gelandet bin.

Kann das sonst jemand bestätigen?

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Andreas Floemer

Hast du dir die Bilder nur auf dem Mate 9 angesehen, oder auch auf einem anderem Gerät? Es kann nämlich durchaus sein, dass dein Display nicht korrekt eingestellt ist. Siehe https://www.instagram.com/p/BNkhJE8DQyd/

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Tomaso
Tomaso

Ich hab hier ein Foto gemacht. Das selbe Bild auf dem P9 (links) und dem Mate 9 (rechts)
https://s17.postimg.org/te77qhq4f/image.jpg

In den Systemeinstellungen hab alle möglichen Einstellungen in der Farbkalibrierung versucht. Der Grünstich ist immer da. Auf dem Foto sind beide auf Farbkalibrierung Standard eingestellt.

Hans Gruber
Hans Gruber

Ich finde den SAR Wert sehr bedenklich. Ist höher als beim iPhone 7 und da bittet Apple darum, dass man es nicht an den Kopf hält.

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Eddie
Eddie

Ich hab noch nie ein so gelesen handy gesehen geschweige denn besessen. Vergleiche kann ich nix zu sagen. Hab aber viel mit Fotografie und Design zu tun. Für mich sind die camera und das riesen Display der knaller. Und bei dem Preis gibt es für mich mit nix geeigneteres. Hut ab Huawei!

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Eddie
Eddie

Und zu dem sar-wert kann ich euch mitteilen, daß das mate 9 nicht mal die Hälfte der Obergrenze erreicht. Ausserdem sind schädliche Wirkungen nicht nachgewiesen und die strahlen sollen lediglich das Gewebe im Extremfall leicht erwärmen…ansonsten packt euch in blei, da wir ständig teilweise auch erhöhter Strahlung ausgesetzt sind. Schmeisst am besten gleich eure Fernseher weg… Schmunzel….

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