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Huawei P30 Pro im Test: Megazoomer

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Huawei P30 Pro: Keine Smartphone-Kamera zoomt mehr

Das Huawei P30 Pro ist das erste Smartphone mit optischem 5x-Zoom. (Foto: t3n)

Das Huawei P30 Pro ist das erste Smartphone mit optischem 5x-Zoom. (Foto: t3n)

Inhalt:

Während der Großteil der Hardwareausstattung übliche gute Huawei-Kost ist, lässt das Unternehmen bei der Kamera die Muskeln spielen und zeigt der Konkurrenz, wie Innovation geht. Hierfür löst Huawei sich beim 40-Megapixel-Hauptsensor von der klassischen Bayer-Matrix, die in eigentlich jeder anderen Kamera zum Einsatz kommt.

Bei der schachbrettartigen Anordnung von Farbfiltern, die eigentlich zu 50 Prozent aus Grün und zu je 25 Prozent aus Rot und Blau besteht, hat Huawei das Grün gegen Gelb getauscht. Als Grund dafür gibt der Hersteller an, dass gelbe Pixel um etwa 40 Prozent mehr Licht aufnehmen können, was sich insbesondere positiv auf die Fotografie bei Lowlight auswirke. Dass an dieser Aussage etwas dran sein könnte, ist an den Aufnahmen bei Dunkelheit zu erkennen.

Huawei P30 Pro. (Foto: t3n)

Huawei P30 Pro. (Foto: t3n)

Insgesamt verbaut Huawei bei der Hauptkamera seines P30 Pro vier Kamerasensoren, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erledigen. Der 40-Megapixel-Hauptsensor verfügt über eine lichtstarke f/1.6-Blende sowie 27-Millimeter-Optik und optische Bildstabilisierung (OIS). Zur Aufnahme von 120-Grad-Weitwinkelaufnahmen steckt dahinter ein 20-Megapixel-Sensor mit f/2.4. Die Acht-Megapixel-Kamera mit OIS und f/3.4 ist wie ein Periskop im 90-Grad-Winkel in das Gehäuse eingelassen und liefert einen fünffachen optischen Zoom. Per Hybrid-Zoom schafft die Kamera eine bis zu zehnfache Vergrößerung – rein digital ist Huawei ist sogar ein fünfzigfacher Zoom möglich. Kurios: Selbst bei dreißigfacher Zoomstufe ist das Bild noch nutzbar, aber nicht mehr vollkommen scharf. Der vierte Sensor ist ein Time-of-Flight-Sensor, der einerseits für die präzisere Berechnung des Bokeh-Effekts bei Porträtaufnahmen eingesetzt wird, andererseits dient er für genauere Augmented-Reality-Funktionen.

Hinsichtlich der Bildqualität bei Tageslicht gibt es wenig Unterschiede zur Konkurrenz – mit der Hauptkamera geschossene Fotos sind detailreich und liefern ausgewogene, warme Farben mit einer guten Bilddynamik. Hier liegt es mit dem Galaxy S10 und Googles Pixel gleichauf, die Unterschiede sind marginal. Das gilt auch für die Superweitwinkel-Funktion , die auch Samsungs Gerät besitzt. Für Aufnahmen bei Dunkelheit ist die Weitwinkel-Kamera aufgrund ihrer schwachen Blende weniger geeignet.

Die Zoomstufen des P30 Pro
Weitwinkel – Huawei P30 Pro Fotosample. (Foto: t3n)

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Viel besser als die Mitbewerber ist Huaweis P30-Pro-Kamera vor allem, wenn es dunkel wird oder Tageslicht fehlt – etwa im Innenraum. Die Kamera produziert auch bei schwachem Licht überraschend detaillierte Fotos. Sogar bei absoluter Dunkelheit schafft es das P30 Pro noch, Dinge zu erkennen, die wir mit unseren bloßen Augen nicht mehr zu sehen in der Lage sind. Hier zeigt sich, dass die neue Matrix funktioniert und die Nachtsichtfunktion, die Huawei mit dem P20 Pro eingeführt hatte, noch einmal verbessern konnte. Selbst Googles Nachtsichtmodus des Pixel 3 wird übertroffen.

Unbearbeitete Testfotos
Huawei P30 Pro Fotosample. (Foto: t3n)

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Weitere Testfotos in Originalauflösung findet ihr bei Google Fotos.

Ebenso erwähnenswert ist der Super-Makro-Modus: Habt ihr die Master-AI-Funktion in der Kamera-App aktiviert, könnt ihr Nahaufnahmen von Objekten knipsen, die nur 2,5 Zentimeter vom Gerät entfernt sind. Die detaillierten Aufnahmen können sich sehen lassen. Der Master-AI-Modus hilft euch auch bei der Optimierung weiterer Aufnahmen unter verschiedensten Bedingungen. Während die Funktion bei den Vorgänger-Modellen meist übertrieben in das Bild eingriff, kann sie euch in der überarbeiteten Version dabei helfen, je nach Szene Farben und Schärfe zu optimieren.

Das Huawei P30 Pro unterstützt fünfzigfachen Digitalzoom. (Foto: t3n)

Das Huawei P30 Pro unterstützt fünfzigfachen Digitalzoom. (Foto: t3n)

Bei der dritten rückseitigen Kamera im Bunde liefert Huawei einen fünffachen optischen Zoom, der euch dabei hilft, Dinge so nah heranzuholen, wie es mit bisher keinen anderen Smartphone möglich ist. Mit einem Tap in der Kamera-App könnt ihr zwischen Standard- und fünffachen, optischem Telezoom wechseln, ein weiterer Tap bringt euch anschließend auf einen zehnfachen Hybrid-Zoom, bei dem optische und digitale Vergrößerung kombiniert werden. Dank Algorithmen und optischem Bildstabilisator ist der Qualitätsverlust beim Zoomen bis zehnfach kaum wahrzunehmen. Wollen wir bei Geräten anderer Hersteller wie Samsung oder Google fünffach zoomen, geschieht das rein digital – und das sieht im Vergleich bescheiden aus. Das Samsung Galxy S10 beherrscht lediglich einen zweifachen optischen Zoom, das Pixel 3 bietet lediglich digitales Zoomen. Mit dem P30 Pro könnt ihr die Kompaktkamera problemlos zuhause lassen.

Wie ein Periskop: Die 5x-Zoom-Kamera ist im 90-Grad-Winkel in das Gerät eingelassen. (Bild: Huawei)

Wie ein Periskop: Die 5x-Zoom-Kamera ist im 90-Grad-Winkel in das Gerät eingelassen. (Bild: Huawei)

So beeindruckend die Zoom-Funktion ist, stellen wir im Alltag fest, dass es von einfacher zu fünffacher Vergrößerung ein großer Schritt ist. Hier wünschen wir uns noch einen weiteren Zwischenschritt, der etwa bei der Porträtfotografie hilfreich wäre. Der Dreifach-Zoom des Mate 20 Pro oder P20 Pro oder die Zweifach-Vergrößerung des S10 erscheint dabei sinnvoller. Das ist allerdings eine Sache des Geschmacks und der Einsatzzwecke – wenn ihr etwa auf (Stadt)-Safari unterwegs seid, ist die starke Zoomfunktion großartig.

Huawei P30 Pro. (Foto: t3n)

Das Huawei P30 Pro hat frontseitig eine 32-Megapixel-Kamera verbaut. (Foto: t3n)

Videos nimmt das P30 Pro mit maximal 4K-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Damit liegt es hinter dem Galaxy S10 und iPhone Xs, die 4K-Videos jeweils mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. In Sachen Bildstabilisierung hat Huawei immerhin zugelegt, jedoch liegt das Gerät bei Videos in Sachen Bildqualität weiterhin hinter Samsung und vor allem Apple. Für Selfies ist in der kleinen Notch auf der Front eine 32-Megapixel-Kamera verbaut, die gute Bilder schießt und auch einen Porträtmodus unterstützt – dieser wird jedoch rein software-seitig realisiert und ist damit nicht so präzise wie bei der Hauptkamera mit seinem TOF-Sensor.

Bei der Kamerasoftware hat Huawei nichts geändert. Sie sieht genauso aus und besitzt den gleichen Funktionsumfang wie bei anderen Huawei-Geräten, die Android 9 Pie und EMUI 9 installiert haben.

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2 Kommentare
Exitmode
Exitmode

Also ich finde die Kamera extrem schlecht. Fotografiert man den Mond, ballert quer übers Display ein weißer Balken. Derbe ungeil! iPhone X fängt den Mond hingegen als runden hellen Punkt ein.

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Hel
Hel

Die Kamera finde ich schon interessant.
Wenn das Teil einen WechselAkku hätte, würde ich mir die Investition tatsächlich überlegen… aber so? Nein Danke!

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