Test

Huawei P30 Pro im Test: Megazoomer

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Huawei P30 Pro: Software – vieles doppelt

Huawei P30 Pro. (Foto: t3n)

Auf dem Huawei P30 Pro ist Android 9 mit EMUI 9 vorinstalliert. (Foto: t3n)

Inhalt:

Das P30 Pro ist nicht Huaweis erstes Modell, auf dem Android 9 Pie mit der hauseigenen Nutzeroberfläche EMUI 9 vorinstalliert ist. Für EMUI üblich ist der klassische Button zum Öffnen des App-Drawers deaktiviert, sodass alle Apps auf den Homescreen und in Ordnern verteilt sind. Das lässt sich bei Bedarf problemlos in den Einstellungen ändern. Die Gestensteuerung, die zuerst auf dem Mate 20 Pro zum Einsatz kam, ist auch hier wieder an Bord und besser als die von Google, da Huawei komplett auf Onscreen-Buttons verzichtet und so mehr Platz für Inhalte bietet.

Wie bei anderen Huawei-Geräten hat das Unternehmen zahlreich eigene Apps wie einen Musik-Player, eine Galerie-App und weitere vorinstalliert. Gleichzeitig sind aber auch Google-Fotos und Play-Music – also das komplette Google-Paket – an Bord, sodass eine Menge Dubletten zu finden sind. Neu ist ferner ein eigener Huawei-Browser, der sich weder deaktivieren noch deinstallieren lässt (ähnlich wie die anderen Huawei-Apps). Immerhin ist es möglich, in den App-Einstellungen andere Anwendungen zum Standard zu machen.

Auch wenn EMUI erst 2018 umfangreich überarbeitet wurde und flüssig läuft, mutet es nach der Vorstellung von Samsungs neuer Nutzeroberfläche One UI etwa angestaubt an. Hier sollte das Unternehmen nochmal nachlegen.

Fazit zum Huawei P30 Pro: Der Kamera-König

Huawei P30 und P30 Pro. (Foto: t3n)

Huawei P30 und P30 Pro. (Foto: t3n)

Huaweis P30 Pro ist der aktuelle Kamera-King – denn im Grunde ist das Gerät eher eine Kompaktkamera mit Smartphone-Funktion. Kein anderes Gerät der auf dem Markt besitzt eine Hauptkamera, die so variabel unter Beibehaltung einer hohen Bildqualität eingesetzt werden kann. Das gilt nicht nur beim Zoom, sondern dank des neuen lichtstarken Sensors bei Lowlight-Aufnahmen und auch im Makro- und Weitwinkel-Modus.

Der Rest der Ausstattung ist einem Gerät der High-End-Liga angemessen: Die Systemleitung ist top, das Display gut und die Verarbeitung ohne Makel – zudem ist es dank seines starken Akkus ein regelrechter Dauerläufer und hängt in dieser Disziplin Samsungs Galaxy S10 locker ab. Schade ist, dass Huawei nicht die 3D-Gesichtserkennung des Mate 20 Pro integriert hat.

Abgesehen von der neuen ausgezeichneten Kamera ähnelt es in vielen Ausstattungsmerkmalen dem Mate 20 Pro, das mittlerweile je nach Angebot zwischen 200 und 300 Euro günstiger als das P30 Pro ist. Sofern ihr ein Huawei-Gerät mit guter Kamera sucht, aber nicht zwingend einen Fünffach-Zoom benötigt, dürftet ihr mit dem Mate 20 Pro auch glücklich werden. Falls ihr die Lowlight-Fähigkeiten des neuen Modells nutzen wollt, könnt ihr euch auch das P30 ansehen, das mit 749 Euro* etwas erschwinglicher ist.

Pro:

  • Schnelle Performance
  • Top Verarbeitung
  • Fantastische (Zoom-)Kamera
  • Lange Laufzeit
  • Wasser- und Staubresistent
  • Kabelloses Laden

Kontra:

  • Kein Stereosound
  • NM-Karte statt Micro-SD
  • Keine 3D-Gesichtserkennung
  • In-Display-Fingerabdrucksensor vergleichsweise langsam

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2 Kommentare
Exitmode
Exitmode

Also ich finde die Kamera extrem schlecht. Fotografiert man den Mond, ballert quer übers Display ein weißer Balken. Derbe ungeil! iPhone X fängt den Mond hingegen als runden hellen Punkt ein.

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Hel
Hel

Die Kamera finde ich schon interessant.
Wenn das Teil einen WechselAkku hätte, würde ich mir die Investition tatsächlich überlegen… aber so? Nein Danke!

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