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Huawei Pay: Bezahldienst will von China aus die Welt erobern

Huawei Pay: Der Bezahldienst auf NFC-Basis will von China aus in neue Märkte starten. (Foto: Shutterstock/Tyler Olson)

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei hat zusammen mit Union Pay den weltweiten Rollout des Bezahldienstes Huawei Pay angekündigt. Der ist in Huaweis Heimatmarkt China bereits populär.

Seit ungefähr 2014 spielt das Thema Mobile Payment weltweit eine wesentliche Rolle und gerade in den Emerging Markets, die über kein so ausgereiftes und gesättigtes Bankensystem verfügen wie die zentraleuropäischen Märkte, konnten die alternativen Zahlungsverfahren schnell Fuß fassen. Insbesondere in China und anderen asiatischen Märkten bezahlen Anwender sehr viel selbstverständlicher als hierzulande mit dem Smartphone. Während wir in Deutschland noch sehnsüchtig auf Apple Pay und den androideigenen Bezahldienst warten, sind in anderen Märkten selbst die herstellereigenen Bezahlverfahren wie Samsung Pay am Start. Jetzt könnte mit Huawei Pay ein weiterer Anbieter weltweit hinzukommen.

Huawei, nach Samsung und Apple auf Platz drei in weltweiten Verkaufszahlen gemessen, hat 2016 zusammen mit Union Pay International den eigenen Bezahldienst entwickelt, der seitdem insbesondere in China, dem Heimatmarkt des Unternehmens neben den weit verbreiteten Verfahren von Alibaba und Tencent eine wichtige Rolle spielt. Es ist nach Firmenangaben der erste sicherheitschipbasierte Dienst in China. Rund zwei Dutzend Geräte unterstützen das Bezahlverfahren, 66 Banken arbeiten mit Huawei, beziehungsweise Union Pay International zusammen und insgesamt wurden Umsätze in Höhe von mehr als vier Milliarden RMB (etwa 500 Millionen Euro) abgewickelt.

Huawei Pay: EMUI 5.1 und NFC als Grundvoraussetzung

Zwei Jahre nach der gemeinsamen Zusammenarbeit an Huawei Pay plant das Unternehmen nun die Eroberung weiterer Märkte. Dazu sollen alle Geräte, die über den dafür obligatorischen NFC-Chip verfügen, die Möglichkeit erhalten, Union-Pay-Kreditkarten zu hinterlegen. Verfügbar sein wird das Bezahlverfahren für Smartphones, die auf der Benutzerführung EMUI 5.1 basieren, also abgesehen von den bekannten Huawei-Geräten auch auf Geräten der Honor-Reihe.

Zunächst soll der russische Markt Ziel von Huawei Pay sein. Dort ist zumindest die Infrastruktur für Union Pay mit rund 400.000 Akzeptanzstellen bereits ausreichend gegeben. Die nächsten Märkte sollen nach Unternehmensangaben ebenfalls in Osteuropa und im Balkanraum liegen. Wann die westeuropäischen Märkte, die aufgrund des gemeinsamen Euroraums attraktiv sind, an die Reihe kommen, ist unklar. Derzeit ist für die Nutzung auch ausschließlich eine Union-Pay-Kreditkarte vorgesehen, ein Umstand, der die Attraktivität für europäische Kunden deutlich schmälert. Ob Huawei für westeuropäische Märkte Kooperationen mit anderen Kreditkartenunternehmen anstrebt oder Union Pay vielmehr auf diese Weise westliche Märkte erobern wird, ist ebenfalls noch nicht abzusehen.

Die Bezahlmethode ist nicht der einzige Punkt, in dem Huawei auf eigene Lösungen setzt: Das Unternehmen hat im Herbst einen eigenen App-Store sowie einen eigenen Filmdienst angekündigt. Beide sollen sowohl globale als auch regionale Inhalte bereitstellen und in der ersten Jahreshälfte 2018 verfügbar sein. Nach Europa soll der Dienst vorerst noch nicht kommen.

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2 Reaktionen
Guru

Ich zahle seit Monaten bei dm, Edeka, Aldi, Lidl mit Android, der DB-App in Verbindung mit Mastercard, also mit dem Smartphone. Karstadt, C& A, Shell Tankstellen haben noch Probleme. Immerhin sind Deutsche Bank und Mastercard keinen keinen Player. Ich warte nicht sehnsüchtig auf Apple Pay...

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Guru

Keine kleinen Player.. Ich bin gespannt, wann ich HIER, der Seite der Developer endlich mal meine Kommentare korrigieren kann. Andere schaffen es doch auch..

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