News

Huawei trotzt US-Sanktionen: Smartphone-Absatz legt um 30 Prozent zu

Huawei Mate 30 Pro. (Bild: Huawei)

Huawei scheinen die US-Sanktionen wenig anzuhaben. Das Unternehmen verkauft seine Smartphones weiterhin ohne Absatzeinbußen.

Die weitreichenden US-Sanktionen gegen Huawei haben Käufer von Smartphones des chinesischen Konzerns außerhalb Chinas nach Berechnungen von Marktforschern bisher kaum abgeschreckt. Huawei kann zwar seine bisherigen Modelle nach wie vor mit Google-Diensten verkaufen und auch mit entsprechenden Updates versorgen – Experten gingen jedoch davon aus, dass die Unsicherheit über die Zukunft zu Absatzeinbrüchen führen könnte.

Huawei weiterhin weltweit Nummer 2 im Smartphone-Markt

Im zweiten Quartal setzte Huawei außerhalb Chinas 25,3 Millionen Smartphones ab, wie aus Zahlen der Marktforschungsfirma Canalys hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es noch knapp 27 Millionen gewesen. Insgesamt konnte Huawei dank eines Nachfrageschubs im Heimatmarkt die weltweiten Verkäufe um 29 Prozent auf 66,8 Millionen Geräte steigern. In China sprangen die Verkäufe von Huawei-Smartphones Canalys zufolge um rund zwei Drittel auf 41,5 Millionen hoch.

In der globalen Rangliste rückte Huawei näher zum Marktführer Samsung auf, der seinen Absatz laut Canalys um elf Prozent auf knapp 79 Millionen Computer-Telefone steigern konnte. Bei Apple als Nummer drei sanken die Verkäufe demnach um sieben Prozent auf 43,5 Millionen iPhones.

Weltweiter Smartphone-Markt in Q3 2019. (Grafik: Canalys)

Weltweiter Smartphone-Markt in Q3 2019 – Huawei legte im Vorjahresvergleich um fast 30 Prozent zu. (Grafik: Canalys)

Huawei steht vor großen Herausforderungen

Huawei Mate 30 Pro – Play-Dienste sind nicht vorinstalliert. (Bild: Huawei)

1 von 16

Huawei stellte im September sein neues Top-Modell Mate 30 vor, das wegen der US-Sanktionen ohne Google-Dienste wie Karten oder die App-Plattform Play Store auskommen muss. Der chinesische Konzern versucht, die Lücke mit einem eigenen App-Ökosystem zu schließen. Branchenbeobachter sehen darin eine enorme Herausforderung – auch ein großer Player wie Microsoft war seinerzeit mit dem Versuch gescheitert, sein System Windows Phone als Plattform-Alternative zu Googles Android zu etablieren. dpa

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung