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Hunderte Unternehmen betroffen: Chrome-Bug lässt Browser-Tabs abstürzen

Chrome-Browser auf einem Notebook. (Foto: Jeramey Lende / Shutterstock.com)

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Google hat ein experimentelles Chrome-Feature ausgerollt, das unter bestimmten Windows-Konfigurationen zu massiven Problemen geführt hat. Betroffenen waren vor allem Unternehmen – die über den ungewollten Produktivitätsverlust nicht erfreut waren.

Plötzlich zeigt der Browser-Tab nur noch eine weiße Seite an: Mit diesem Problem hatten in den vergangenen 48 Stunden viele Unternehmen zu kämpfen, die den Chrome-Browser einsetzen. Grund dafür war eine experimentelle Browser-Funktion, die Google testweise ausgerollt hatte. Der Fehler trat offenbar in Kombination mit gewissen Windows-Server-Konfigurationen auf. Einigen Beschwerden im Bugtracker von Chrome zufolge waren in einige Fällen Hunderte oder sogar Tausende Mitarbeiter betroffen.

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Auslöser für den Fehler war ein Feature namens „Webcontents Occlusion“. Die Funktion soll Tabs, die von anderen Fenstern verdeckt werden, als Hintergrund-Tabs behandeln, um so Systemressourcen zu schonen. In Chromes Canary- und Beta-Versionen wurde das Feature bereits eine Weile getestet. Wie ZDNet berichtet, entschied man bei Google diese Woche aber offenbar, die Funktion auch in der regulären Chrome-Version zu testen – mit den oben beschriebenen Folgen für viele Unternehmen.

Google behebt Chrome-Fehler

Nach Hunderten Beschwerden im Support-Forum von Chrome und im Bugtracker des Browsers hat Google die Funktion mittlerweile wieder deaktiviert. Einige Systemadministratoren von betroffenen Unternehmen sind aber nur bedingt zufrieden mit dem Ergebnis. „Wenn Chrome ein Unternehmensbrowser sein soll, dann brauchen wir Stabilität“, fordert beispielsweise ein Administrator der US-Großhandelskette Costco.

„Wir bieten professionelle Dienste für Multi-Millionen-Dollar-Projekte an. Versteht ihr, wie viele Stunden an Ressourcen euer kleines ‚Experiment‘ gekostet hat?“, fragt ein anderer Systemadministrator und fügt hinzu: „Das ist nicht akzeptabel!“. Ein Google-Entwickler wiederum erklärt, das Experiment, das zuvor schon über fünf Monate bei rund einem Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Chrome 77 und Chrome 78 aktiviert war, hätte bis dato zu keinem einzigen Fehlerbericht geführt.

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Ein Kommentar
Sven
Sven

Mal unabhängig von diesem Fehler. Es gibt genügend andere Gründe, stattdessen lieber den Firefox Browser zu verwenden. Für Unternehmen könnte ggf. auch die ESR Version interessant sein.

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