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Entwicklung & Design

„Hype“ statt Flash: HTML5-Animations-Tool von zwei Ex-Apple-Mitarbeitern

(Foto: urban_data / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Seit einigen Tagen feiert mit „Hype" ein zweiköpfiges Entwickler-Team erste Erfolge im „Mac App Store". Das HTML5-Animations-Tool avancierte binnen weniger Tage nach seinem Release zum App-Renner für Mac OS X. Das Erfinder-Duo firmiert unter dem Namen „Tumult" und scheint mit seinem ersten Projekt den Zahn der Zeit getroffen zu haben: Hype statt Flash - HTML5 liebt Macs. Gründer Jonathan Deutsch gab jetzt in einem Interview mit Paul Hontz einen Einblick in das Projekt, in HTML5 und in seine einstige Tätigkeit bei Apple.

Tumult + Hype = HTML5-Animations-Tool

Paul Hontz von der Startup Foundry ist auf die Geschichte gestoßen, wie zwei Apple-Mitarbeiter auszogen, um animierte und interaktive Websites schnell, einfach und ohne Flash realisieren zu können. Ein Name für das ergeizige Projekt war schnell gefunden: „Hype". Denn sollte sich das Projekt zu einem solchen auswachsen, dann wäre der Name wenigstens gleich Programm (Unter SEO-Gesichtspunkten hätte es freilich jeder andere Name besser getan). Und auch das Entwickler-Duo fand ebenso schnell einen passenden und klingenden Namen: „Tumult". Und mit dem „Y-Combinator" fand sich ein bekannter Startup-Inkubator, um das Projekt auf den richtigen Weg zu begleiten. Doch was ist dieses „Hype" denn eigentlich genau?

„Hype" ist ein HTML5-Animations-Tool für Mac OS X, mit dem sich interaktive Websites realisieren lassen, die sich vor der Flash-Konkurrenz nicht verstecken müssen. Miterfinder Jonathan Deutsch kam die Idee auf einem Trip durch Europa. Dort ist zwar sowohl HTML5 als auch Flash verbreitet, doch Deutsch wollte seine aufgenommenen Bilder möglichst schnell und unkompliziert auf eine eigens dafür erstellte Website laden können. So kam ihm die Idee, einfach ein Helferlein für das potenziell langwierige HTML5-Gecode zu entwicklen. Flash fiel ganz aus, klar, immerhin war Deutsch bei Apple angestellt. Dort zeichnete er unter anderem für das Backend der App „Mail" verantwortlich.

Gestatten: Hype, das HTML5-Animations-Tool

Und seit einigen Tagen ist der Hype um „Hype" auch im „Mac App Store" angekommen. Dort ist das Tool binnen kürzester Zeit zum Renner in der Entwicklerszene avanciert. Die zwei Erfinder scheinen also mit ihrem Tool alles richtig gemacht zu haben: Auf HTML5 statt auf Flash setzen, diesen anhaltenden Hype auch beim Namen nennen, Arbeitgeber Apple verlassen und anschließend das Tool an die hype-süchtige Mac-Gemeinde via Apple verkaufen. Für 29,99 US-Dollar.

HTML5-Animations-Tool: „Hype" hat einen Hype im „Mac App Store".

Jonathan Deutsch unterdessen erklärt, dass dieser jüngste Schritt in Richtung Startup und Gründung stets sein Plan gewesen sei. Zum einen wollte er schon immer sein eigenes Unternehmen führen. Außerdem sei er ein richtiger Tool-Fanatiker, auch wenn diese heutzutage Apps genannt würden. Und zum anderen habe er früh das Potenzial von HTML5 erkannt. In eine einfache Formel umgesetzt: Tumult + Hype = Win. Deutsch gibt aber auch zu, dass er über die Jahre so gute Verbindungen aufgebaut hätte, dass er Apple mit dem guten Gefühl verließ, stets wieder einen Fuß in das Unternehmen setzen zu können. Natürlich nur, wenn sein Startup gefloppt wäre. Als Bestseller im „Mac App Store" ist es das aber freilich nicht.

Weiterführende Links:

Bildnachweis für die Newsübersicht: urban_data / flickr.com, Lizenz: CC-BY.

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13 Reaktionen
Timo Kuchenbuch

Ich habe Hype mal getestet. Es lassen sich wirklich recht zügig anschauliche Animationen damit erstellen. Allerdings fehlen noch ein paar Dinge.

Zum einen ist es leider nicht möglich Elemente in andere Elemente (z.B. Div in Div) zu platzieren. Alles spielt sich auf einer Ebene ab, wodurch einige Spielereien im Gegensatz zu Sencha Animator nicht möglich sind. Auch hat Hype wohl noch gravierende Probleme mit der Darstellung von PNGs im Internet Explorer bis Version 8 (!) was ich nicht verstehe, da selbst der IE 7 damit keine Probleme haben sollte. Dadurch kann man PNGs noch nicht verwenden wenn man 30-50% der Besucher nicht verschrecken möchte.

Im Gegensatz zu Sencha Animator nutzt Hype wohl keine CSS3 Animationen sondern arbeitet diesbezüglich mit JavaScript. Dadurch sind Animationen auch mit alten Internet Explorern ansehbar, was ich derzeit für sehr gut halte.

Also für einfache Animationen, bei denen man nicht auf Transparenzen angewiesen ist, würde ich Hype derzeit schon nutzen. Denn im Gegensatz zu Flash, sind mit Hype erstelle Animationen auch auf IOS Geräten abrufbar. Und im Vergleich zu Sencha Animator (welches mir vom Funktionsumfang eigentlich noch besser gefällt) kommen auch "nicht Webkit Browser" nicht zu kurz.

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Kai

Der Artikel ist mMn unter Marketing-Gesichtspunkten für das Produkt Hype gelungen (tolle Brand Story). Bin mir nicht sicher, ob es der Autor nicht gemerkt hat oder es dezidiert das Ziel war.

Aber tatsächlich weitergebracht hat es mich, als technisch Interessierten, jedoch nicht. Schade. Auch das die Cons erst in den Kommentaren auftauchen müssen...

(btw: Bin beim Lesen auch ab und an "gestolpert")

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Michael Schulze

@takomat

Deine Aussage scheint aber nicht ganz richtig zu sein:
"Alle Frameworks (Hype, Sencha) für CSS3 - Animationen, etc. basieren auf der Webkit-JS-Engine von Apple [...]"

HTML5-Animation muss nicht gleichzeitig CSS3-Animation heißen und die Hype-Beispiele funktionieren bei mir sehr wohl im Firefox 4. Da dieser keine Webkit-Engine nutzt, ist deine verallgemeinerte Aussage schon mal falsch.
IE und andere Browser habe ich auf die schnelle nicht getestet. Sencha scheint aber wirklich auf Webkit beschränkt sein, was doch schon einmal ein guter Grund für Hype wäre und die Kosten auch eher rechtfertigen würde.

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Markus

@Peter
Ganz sicher? Ich hab jetzt 2 Leute gefragt die beide die Deutsche Sprache studieren und selbst die sehen darin keinen richtigen Satz.

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Vincent

Ich überlege es zu kaufen, doch ist es wirklich sooo spektakulär?

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takomat

@michsch
Alle Frameworks (Hype, Sencha) für CSS3 - Animationen, etc. basieren auf der Webkit-JS-Engine von Apple, die bereits von Apple in Ihre eigenen Browser/Systeme integriert ist.

Daher können bisher NUR wenige Nutzer damit erstellte Projekte anschauen, bzw. die Kompatibilität liegt bei unter 20%:

MAC: Safari, Chrome
PC: Safari, Chrome

Ich frage mich wirklich, wer professionell über den Einsatz von Webkit-basierten-Projekten nachdenkt?

Wer kleine Animation / Transitions auf seiner Seite benötigt, sollte auf JS-Frameworks setzen, die auf ALLEN aktullen Browsern funktionieren, da sie erst nachträglich geladen werden,
wie: jQuery, mootools, etc.

Weder Firefox 4.x, noch der IE 6.0 - 9.0 beherrschen diese "Kunsttückchen" auf BAsis von WebKit.

Auch die aktuelle Firefox 5.0 beta versagt bei den Demos auf der "Senach"-Seite den Dienst, obwohl er grundlegende CSS3 Animationstechniken integeriter hat, aber eben KEINE Apple Webkit-Engine nutzt ...

Massenkompatibilität sieht wirklich anders aus - ich glaube nicht dass Apple das Wettrennen um einen eigenen Standard gewinnt.

Hinweis:
Mit den Möglichkeiten und Einsatzgebieten, die FLASH bietet, hat dieser Animations-Spielzeugkasten nur GANZ entfernt zu tun.

Ein Vergleich ist eigentlich nicht möglich - bzw. unseriös.

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Oliver

Da gibt es noch ein weiteres Tool, das Wallaby Technology Preview. Dieses konvertiert Flash in HTML5. Auch noch spannend …

Antworten
Peter

@Markus
Der Satz ist grammatikalisch absolut korrekt so.

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Michael Schulze

Ich hätte mir an dieser Stelle vielleicht ein paar Recherchen hinsichtlich der praktischen Verwendbarkeit gewünscht.
Wie werden die Animationen dann letztendlich erstellt? Sind die Animationen auch kompatible zu etwas älteren Browsern?
Dass das ganze mit Canvas funktioniert, habe ich inzwischen selbst herausgefunden und war auch nicht sonderlich überrascht. Bleiben die Fragen der Browserkompatibilität und wo der Unterschied zum von Torsten erwähnten Sencha Animator zu finden ist.

Antworten
Torsten

Wieso bezahlen wenn es auch kostenlos geht? http://www.sencha.com/products/animator/

Den anderen Text bitte löschen! ;)

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Jim

Ihr macht wohl nie Fehler, Ihr Vollpfosten.

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Alex

Fand den Artikel ziemlich komisch geschrieben... ist der Autor erst 16? Und dieser SEO-Seitenwink wirkt total deplaziert... von t3n erwarte ich schon professionelle Artikel und nicht so eine schmierige Schreibe.

Antworten
Markus

"Dort zeichnete er unter anderem für das Backend der App „Mail" verantwortlich."
Welchen Sinn soll dieser Satz machen und warum merkt man so etwas nicht beim Korrekturlesen?

Gruß

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