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Hyperloop-Startup stellt erstes funktionsfähiges Tunnelstück in Europa fertig

Eröffnung des Hyperloop-Systems von Hardt in Delft. (Foto: Hardt)

Das niederländische Hyperloop-Startup Hardt hat das nach eigenen Angaben erste voll funktionstüchtige Hyperloop-System in Europa fertiggestellt. Zunächst handelt es sich um ein Teilstück.

Das Rennen um das erste nutzbare Hyperloop-Tunnelsystem in Europa geht in die nächste Runde. Nach zwei Jahren Forschung und Entwicklungsarbeit hat das niederländische Hyperloop-Startup Hardt das nach eigenen Angaben erste funktionstüchtige Hyperloop-System in Europa fertiggestellt. In dem zwar nur 30 Meter langen Tunnelstück, das aber in Originalgröße aufgestellt wurde, finden sich laut Hardt alle für ein Hyperloop-System notwendigen Kernelemente.

Hyperloop: Hardt setzt auf innovative Spurwechsel

Besonders hervorgehoben hat Hardt dabei seine Hyperloop-Lane-Switch-Technologie. Diese soll es künftig ermöglichen, dass die Hyperloop-Kapseln ohne zusätzliche Komponenten von einer Spur auf eine andere wechseln können – ohne langsamer werden oder das System verlassen zu müssen. Dieser Mechanismus erlaube es dem Startup, in der nahen Zukunft ein funktionierendes Hyperloop-Netzwerk zu bauen.

Ursprünglichen Plänen aus dem Jahr 2017 zufolge wollte Hardt schon 2021 eine Hyperloop-Verbindung zwischen Amsterdam und Paris errichtet haben, die eine Reise zwischen den beiden Metropolen in nur 30 Minuten möglich machen sollte. Diese Pläne wurden derweil nicht noch einmal aufgewärmt.

Der nächste Schritt soll jetzt erst einmal darin bestehen, in den nächsten zwei Jahren ein European Hyperloop Centre genanntes Forschungs- und Entwicklungszentrum mit einem drei Kilometer langen Testtunnel aufzubauen. Dort sollen sich die Hyperloop-Kapseln dann in Höchstgeschwindigkeit durch die Röhre bewegen. An Hardt sind hochrangige Konzerne wie die Deutsche Bahn, der Automobilzulieferer Continental, Tata Steel und der Technologiekonzern ABB beteiligt, wie die Futurezone berichtet.

Hyperloop soll bald 1.200 Kilometer pro Stunde rasen

Der 2013 von Elon Musk vorgestellten Hyperloop-Idee – eine Mischung aus Magnetschwebebahn und Vakuumtunnel – zufolge sollen künftig Kapseln in den Tunneln Reisegeschwindigkeiten von bis zu 1.200 Kilometern pro Stunde erreichen. Bisher liegt der Rekord, der von dem Pod eines Münchener Studierendenteams aufgestellt wurde, bei 457 Kilometern pro Stunde.

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3 Kommentare
A.R.H.
A.R.H.

Grüß Gott,
Musk ist ein Schlangenöl Verkäufer!
Dieses Hyperloop Ding erinnert mich immer an Simpsons – Monorail Song:
https://m.youtube.com/watch?v=ZDOI0cq6GZM

Maranatha

Antworten
Germaphobe
Germaphobe

Es gibt so Leute, die würden noch nicht einmal dann aufhören „Das geht gar nicht!“ zu schreien, wenn sie schon im fertigen Hyperloop sitzen.

Antworten
Thomas D.

Und? Haben die Simpsons nicht auch Trump vorhergesagt? :D

Antworten

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