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Hyundai Ioniq 5 schlägt Tesla Model 3 beim Schnellladen

Den Hyundai Ioniq 5 gab es jetzt auf einem Rastplatz zu sehen: Ganz real, ohne Photoshop und Staubtuch. (Foto: Hyundai)

Lesezeit: 2 Min.
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Ein deutscher Youtuber hat zwei Ioniq 5 beim Laden an Ionity-Ladesäulen entdeckt. Sie waren auf Testfahrt und überraschten mit guten Daten.


Auf der A7 zwischen Hannover und Frankfurt steht in der Nähe von Kassel eine kombinierte Ladestation von Tesla und Ionity. Dort traf der Betreiber eines E-Mobilitätskanals zwei Testfahrer mit den Neulingen auf dem E-Auto-Markt: Hyundai hat den Ioniq 5 erst vergangene Woche offiziell vorgestellt. Ausliefern will ihn der viertgrößte Automobilhersteller der Welt in diesem Sommer. In dem Video stehen ein Kandidat der limitierten Edition und ein Prototyp auf dem Ladeplatz.

Zeugen wollen 220-Kilowatt-Ladestrom abgelesen haben

Für große Überraschung in der Szene sorgten die Daten der Ladesäule, die zu sehen sind: Demnach hat die Säule 16 Minuten gebraucht, um 42 Kilowattstunden in das Auto laden. Das entspricht einer durchschnittlichen Laderate von 157 Kilowatt. Die maximale Rate, die die Beobachter gesehen haben wollen, betrug 220 Kilowatt. Theoretisch sollte sie zwar bei 350 Kilowatt liegen, doch dabei muss auch die Ladeeinheit mitspielen. Beeindruckt zeigten sich die Beobachter darüber, dass die Geschwindigkeit zwar ab 80 Prozent Ladung abnimmt, aber im Durchschnitt doch noch auf einem so hohen Level bleibt.

Ioniq 5 tankt pro Minute rund 4 Kilometer mehr als das Model 3

Hyundai gibt an, in 18 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batterieladung zu kommen – das stimmt mit den echten Erfahrungen an der Ladesäule in etwa überein. Damit schlägt Hyundai den Tesla Model 3, der bisher als das schnellstladende Elektroauto galt – mit rund 20 Minuten für das Laden von 20 bis 80 Prozent Batteriekapazität. Der Tesla lädt rund 17,13 Kilometer Reichweite pro Minute, beim Ioiniq sind es 21,33.

Zum Vergleich: VWs Welt-Elektroauto ID 4 kann man in der Einstiegsversion mit maximal 50 Kilowatt laden, 100 Kilowatt kosten Aufpreis. 125 Kilowatt schaffen die „großen Modelle“. Die Angaben stammen von VW.

236.000 interessierte Kunden – Limited Edition dreifach überzeichnet

Hyundai gibt an, nach der Weltpremiere von Interessensbekundungen überhäuft worden zu sein. 236.000 Menschen aus Europa hätten Kaufinteresse gezeigt. Dreimal mehr Menschen als es Fahrzeuge gibt, hätten eine Reservierung für einen der 3.000 Sondermodelle „Project-45“ angefragt. Hyundai schloss die Liste. Man habe noch nie so viel Traffic und Social-Media-Response bekommen, schreibt der Hersteller. Andreas-Christoph Hofmann, Vice President Marketing & Product bei Hyundai Motor Europe, wird mit den Worten zitiert: „Mit seiner ultraschnellen Aufladung, seiner großen Reichweite und dem anpassbaren Innenraum ist der Ioniq 5 ein Wegbereiter, der in seiner Klasse Maßstäbe setzt – und diese herausragenden Eigenschaften haben sich für eine große Anzahl europäischer Kunden sofort als attraktiv erwiesen.“ Hyundai muss erst zeigen, wie der Konzern die Nachfrage befriedigen will – vor allem angesichts von Chip- und Batterietechnik-Knappheit.

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2 Kommentare
Gunar Gürgens
Gunar Gürgens

Es ist schon sehr verweunderlich, dass ein nagelneues Auto ein 4 Jahre altes Auto an der Ladesäule schlägt. :D

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MrX
MrX

Ehrlich gesagt interessiert mich die Ladegeschwindigkeit nicht.
Der Verbrauch und die Akkukapazität ist entscheidend.
Was nützt mir das Schnellladen wenn ich 50km eher zur Säule muss.

Mein BMW i3 lädt eh zu 95% über Nacht, und da juckt es mich nicht wenn ich einmal im Monat 2min länger an der Ladesäule stehe.

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