Analyse

Für IBM bricht jetzt ein goldenes Zeitalter an

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IBM und die Blockchain

Dass IBM beim Thema Blockchain ganz vorne mitmischt, scheint zwar die ganze IT-Welt, aber nicht die Börse zu wissen. In einer Umfrage von Juniper Research unter Gründern, CEOs und IT-Experten landete IBM auf dem ersten Platz, als nach dem Unternehmen gefragt wurde, welches am erfolgreichsten mit der Blockchain arbeitet.

Mit der UBS und der Commerzbank arbeitet IBM an einer Blockchain-Lösung für internationale Handelsgeschäfte, mit der Reederei Maersk an einer ähnlichen Lösung für den Warentransport mit Containerschiffen. Im Lebensmittelmarkt arbeitet IBM mit Unilever, Nestle und Dole an einer Blockchain für die Food-Industrie. Erst kürzlich startete der Konzern mit Walmart und dem chinesischen Giganten Jd.com dann die erste Blockchain für mehr Herkunftssicherheit in der Lebensmittelindustrie.

Die IBM Jahres- und Quartalsergebnisse

Um vier Prozent auf 22,5 Milliarden US-Dollar stieg der Quartalsumsatz an, für das kommende Jahr geht IBM für jedes Quartal von einer Umsatzsteigerung aus. Das gute letzte Quartal hat nicht ganz ausgereicht um Umsatzverluste der vorangegangenen Zeit zu kompensieren: So endet das Jahr insgesamt bei 79,1 Milliarden US-Dollar, mit einem Umsatzminus von rund einem Prozent.

Dass die Aktie trotz positiver Umsatzentwicklung und jahrelanger Erhöhung der Dividendenauschüttungen immer noch sinkt, hängt wohl von zwei Faktoren ab: Zum einen von einer Steuerreform des US-Präsidenten Trump, die dem Unternehmen durch Neubewertungen auf einmal ein Minus von 5,5 Milliarden US-Dollar beschert hat, sodass das Gesamtergebnis des Jahres 2017 bei einem Verlust von 1,05 Milliarden endete. Statt bei einem Gewinn von 4,45 Milliarden. Zum anderen hängt das von der Kurzsichtigkeit der Anleger ab, die nicht würdigen, wie zukunftsorientiert IBM aufgestellt ist. Das Handelsblatt zitiert den Analyst David Bahnsen von der Hightower Bahnsen Group, der davon ausgeht, dass der gesamte Wachstumsbereich rund um Cloud, künstliche Intelligenz, Blockchain und Software vom Markt noch gar nicht eingepreist werde.

Rund 46 Prozent des IBM-Umsatzes machen die neuen Technologien aus, der Anteil steigt in großen Schritten. Auch die gerade verkündete strategische Partnerschaft für Salesforce Vorzeige-KI-Plattform Einstein ist ein Zeichen für künftiges Wachstum. Romettis langfristige Planung geht jetzt auf, für IBM wird wieder ein goldenes Zeitalter anbrechen.

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