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IBM will die Blockchain in Supermärkte bringen

IBM will die Blockchain in Supermärkte bringen. (Foto: IBM)

Gemeinsam mit namhaften Partnern will IBM die Blockchain-Technologie in Supermärkte bringen. Wozu das gut sein soll? Es geht vor allem um den Schutz vor Lebensmittelverunreinigungen.

Nicht nur auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz versucht IBM sich seit einigen Jahren eine neue Pionierstellung zu erarbeiten. Auch die Blockchain-Technologie hat es dem IT-Dino aus den USA angetan. So hat IBM eine Zusammenarbeit mit Nestlé, Unilever, Walmart und sieben weiteren Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie angekündigt, um mithilfe seiner hauseigenen Blockchain-Plattform das globale Problem der Lebensmittelverunreinigungen in den Griff zu bekommen.

Blockchain soll Lebensmittel verbessern

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken jährlich rund 600 Millionen Menschen durch kontaminierte Lebensmittel. Schätzungen zufolge sterben 420.000 sogar an den von Bakterien, Chemikalien, Viren oder Toxinen ausgelösten Erkrankungen. Auch Unternehmen bekommen das zu spüren: Teure Rückrufaktionen und die Verschwendung von Lebensmitteln werden durch fehlenden Zugang zu Informationen in der Lieferkette noch verstärkt.

Die Blockchain könnte diese Probleme künftig lösen. Durch eine digitale und dezentral organisierte Datenbank lassen sich Informationen schnell und fälschungssicher abrufen. Auf diese Weise könnte die Herkunft von Lebensmitteln entlang einer Lieferkette dargestellt werden, sodass diese vom Verbraucher im Supermarkt zum Beispiel mit dem Smartphone zurückverfolgt werden können. Dieses Ziel verfolgt auch IBM: Die cloudbasierte Blockchain-Plattform des Unternehmens soll Kunden den Aufbau und den Betrieb eines dezentralen Netzwerks erleichtern. Technisch basiert die Plattform auf der Open-Source-Software Hyperledger Fabric.

IBM testet Blockchain-Technologie schon länger

Es ist nicht das erste Projekt dieser Art von IBM. Bereits im März hatte sich der Computer-Pionier mit der bekannten Reederei Maersk zusammengeschlossen, um erste Blockchain-Anwendungen für die Schifffahrt- und Logistikbranche zu entwickeln. Basierend auf der Technologie sollen sich beispielsweise Papiere und Dokumente von Millionen von Frachtcontainern weltweit einfach verwalten und rückverfolgen lassen. In großem Maßstab eingesetzt, hofft die Branche, so Milliarden einzusparen.

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2 Kommentare
flow
flow

soso… „Schutz“, „Lebensmittel“, „Nestlé“…
Und das in einem Satz!

Fällt mir spontan ein:
– Den Bock zum Gärtner machen…
– Tanz mit dem Teufel…
– …

Antworten
alphatier
alphatier

Nestlé, Walmart…

Wieso macht Monsanto nicht bei dieser Höllen-Alianz mit?

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