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IBM feuert angeblich 100.000 ältere Mitarbeiter und stellt Millenials ein

(Foto: Carson Masterson / Unsplash)

Während IBM seit nunmehr fast sieben Jahren mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hat, wird dem Unternehmen jetzt von einem ehemaligen Mitarbeiter vorgeworfen, ältere Angestellte entlassen zu haben – um „cooler“ für jüngere zu werden.

In einer aktuellen Zivilklage hat der ehemalige Vizepräsident für HR bei IBM, Alan Wild, unter Eid ausgesagt, dass „Big Blue“ in den letzten Jahren zwischen 50.000 und 100.000 Mitarbeiter aus Altersgründen entlassen haben soll. Ziel war es offenbar, die Workforce jünger und somit attraktiver für „Millennials“ und andere Altersgruppen zu machen, für die IBM nicht hip genug sei. Wild sagte dabei, dass IBM schon länger damit zu kämpfen habe, junge Talente anzuwerben, und deshalb zeigen wollte, dass es kein alteingesessenes Unternehmen, sondern genauso attraktiv sei, wie Amazon oder Google.

IBM wegen Altersdiskriminierung vor mehreren Gerichten

Der Vorwurf Wilds schließt sich nahtlos an eine Untersuchung von vor wenigen Monaten von ProPublica an, die herausgefunden hat, dass IBM in den letzten fünf Jahren rund 20.000 Angestellte über 40 in den USA gefeuert hat. Dieses und andere Indizien geben Wilds Aussage natürlich ein gewisses Gewicht, so beispielsweise auch der Umstand, dass IBM zwischen 2013 und 2018 etwas weniger als ein Fünftel seiner Gesamtbelegschaft weltweit entlassen hat. Das Unternehmen befindet sich somit auf dem tiefsten Mitarbeiterstand seit sechs Jahren, obwohl die IT-Branche und vor allen Dingen Cloud-Anbieter Rekordumsätze einfahren – und IBM hier alle Register für seine Hybrid Cloud zieht.

Momentan steht IBM übrigens im Zuge mehrerer Zivilklagen wegen Altersdiskriminierung vor Gericht, darunter in den US-amerikanischen Bundesstaaten Kalifornien, Pennsylvania und Texas. Zusätzlich wird eine Sammelklage im Stadtteil Manhattan in New York City verhandelt. Laut dieser soll IBM 2014 angefangen haben, seinen „Dienstaltermix zu korrigieren“ und ältere Mitarbeiter gegen Millennials zu ersetzen, die „im Allgemeinen sehr viel innovativer und empfänglicher für Technologie sind als Baby Boomer“, führt die Sammelklage an.

via fortune.com

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