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IBM: Home-Office-Pionier holt einen Teil seiner Mitarbeiter wieder ins Büro

(Foto: majestic b/Shutterstock)

Der Home-Office-Pionier IBM schafft die Heimarbeit ab. 2.600 Mitarbeiter der Marketingabteilung müssen jetzt wieder ins Büro. Auch anderen IBM-Mitarbeitern ist die Heimarbeit verboten worden.

Home-Office-Pionier IBM: Schluss mit Heimarbeit

IBM gilt als Home-Office-Pionier. In den 1980er-Jahren hatte IBM begonnen, seinen Mitarbeitern Terminals einzurichten, damit diese von zu Hause aus arbeiten konnten. Im Jahr 2009 arbeiteten 40 Prozent der damals 386.000 IBM-Mitarbeitern im Home-Office. IBM konnte so jährlich 100 Millionen US-Dollar sparen. Mit der großflächigen Heimarbeit soll jetzt Schluss sein.

IBM will seine Mitarbeiter aus dem Home-Office zurück inS Büro holen. (Foto: Shutterstock.com)

Die IBM-Marketing-Chefin Michelle Peluso, die seit September 2016 im Amt ist, will rund 2.600 Mitarbeiter ihrer Abteilung zurück uns Büro holen. Damit soll der zweite Akt, das Gewinnen, eingeläutet werden, wie Peluso in einem Blogeintrag im Intranet des Technologiekonzerns wissen lässt. In einer entsprechenden Videonachricht habe Peluso gesagt, dass es nur ein Erfolgsrezept gebe, zu dem „wirklich kreative und inspirierende Standorte“ gehörten, berichtet das US-Techportal Quartz.

Die betroffenen Mitarbeiter sind offenbar nicht sonderlich begeistert. „Jeder, den ich kenne, ist sehr verärgert“, zitiert Quartz einen nicht namentlich genannten IBM-Mitarbeiter. Einige der Kollegen hätten schon begonnen, sich nach neuen Jobs umzuschauen, andere hätten ihre Mitarbeit an Langzeitprojekten gestoppt, weil sie sich nicht sicher seien, ob sie noch längerfristig im Unternehmen seien. Schließlich sähen einige kritische Stimmen das Ganze als Möglichkeit für IBM, günstig Mitarbeiter loszuwerden, heißt es aus dem IBM-Konzern.

IBM-Mitarbeiter sollen ins Büro zurückkehren

Zunächst soll es um die sechs Standorte Atlanta, Raleigh, Austin, Boston, San Francisco und New York gehen. Für viele IBM-Mitarbeiter, die bisher von zu Hause aus gearbeitet haben, würde das in Zukunft bedeuten, dass sie weite Strecken ins Büro auf sich nehmen oder gar umziehen müssten. Die möglichen finanziellen Belastungen werden laut dem Quartz-Bericht von IBM aber nicht ausgeglichen.

Neben den Mitarbeitern der Marketing-Abteilung sollen viele weitere Mitarbeiter anderer Konzernbereiche von der Aktion betroffen sein. IBM hat sich allerdings noch nicht offiziell zu den möglichen Auswirkungen geäußert.

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