News

IBM kauft Linux-Schwergewicht Red Hat für 34 Milliarden US-Dollar

(Grafik: t3n.de)

Im Oktober 2018 hat IBM angekündigt, das Unternehmen hinter der Enterprise-Linux-Distribution Red Hat zu übernehmen. Die Akquisition ist jetzt komplett und „Big Blue” hat sich den Cloud-, Virtualisierungs- und Openstack-Spezialisten für rund 34 Milliarden US-Dollar einverleibt, um das Cloud-Geschäft weiter anzukurbeln.

Nach Red Hats Aussage wird das Unternehmen dabei weiter unabhängig und neutral bleiben, um seinen bestehenden Partnern und Kunden flexible Möglichkeiten für die Wahl ihrer Tools und Services zu bieten. IBM wird dabei auch die Open-Source-Policy von Red Hat unangetastet lassen und strebt mit der Übernahme die Erweiterung seines Portfolios im Hybrid-Cloud-Sektor an. Rund 90.000 Cloud-Architekten sollen dabei helfen IBM wieder zu einem Player zu machen, der nach Amazons AWS, Microsofts Azure und Googles Cloud nicht mehr unter „ferner liefen“ verzeichnet wird.

Was erhofft sich IBM von der Übernahme?

Mittels Linux und Kubernetes, dem Open-Source-System zur automatisierten Verwaltung und Skalierung von Anwendungen, soll die IBM-Cloud als nahtloses System von Servern im Rechenzentrum und on-premises weiter wachsen. „Wir glauben, dass Open Source zum Industriestandard für Technologie geworden ist, weil es diese Art Lösungen überhaupt erst ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit IBM gibt Red Hat die Möglichkeit, mehr Open-Source-Innovationen in ein noch breiteres Spektrum von Unternehmen zu integrieren und wird es uns erlauben, den Bedarf an hybriden Cloud-Lösungen abzudecken, die echte Wahlmöglichkeiten und Agilität bieten”, so Jim Whitehurst, Präsident und CEO von Red Hat.

Die Akquisition von Red Hat wird von einigen Analysten als verzweifelter und später Versuch IBMs gewertet, im Cloud-Geschäft mitzuhalten. Nach etlichen Jahren von Entlassungen und dem schwindenen Servergeschäft, machte IBM in den letzten Jahren eher durch die Konsolidierung seiner Angebote und durch die Forschung im Bereich von Quantencomputern auf sich aufmerksam. Letzterer wird in den nächsten Jahrzehnten sicherlich eine wichtige Rolle spielen, sofern sich das Unternehmen gegen Googles AI Quantum, Intel, Microsoft, D-Wave oder Rigetti behauptet.

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung