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IBM: Mac-Nutzer arbeiten schneller und erzielen höhere Umsätze als PC-Nutzer

Mac-Nutzer performen besser, sagt IBM. (Foto: t3n)

Auf der Jamf-Konferenz JNUC 2019 hat IBM Erkenntnisse vorgestellt, wonach die Mac-Nutzer im Unternehmen eine insgesamt höhere Performance zeigen und die umsatzträchtigeren Deals abschließen.

Seit dem Beginn des Programms Mac@IBM berichtet das Unternehmen in Person seines Technikchefs Fletcher Previn Jahr für Jahr auf der JNUC über erstaunliche Entwicklungen. In diesem Jahr sollen interne Untersuchungen ergeben haben, dass IBM-Angestellte, die einen Mac nutzen, nicht nur deutlich zufriedener und weniger wechselwillig als ihre Windows-Kollegen sind.

Nach IBM-Erkenntnissen sind Mac-Nutzer die besseren Angestellten

Vielmehr sollen sie sogar schneller arbeiten und höhere Umsätze einfahren. Verkäufe von Mac-Nutzern seien rund 16 Prozent höher pro Deal als Verkäufe der Windows-Nutzer. Im Performance-Rating schafften 22 Prozent mehr Mac- als PC-Nutzer herausragende Werte.

Besonders erfreulich findet Previn auch die Einsparungen im Support. So würde er für 200.000 Mac-Geräte nur sieben Support-Mitarbeiter benötigen, während die gleiche Zahl an Windows-Geräten 20 Support-Mitarbeiter erfordere. Das allein entspräche schon einem Unterschied von 186 Prozent. Zudem müssten Windows-Nutzer fünf Mal häufiger vom Support besucht werden als Mac-Nutzer.

Technik-Chef Fletcher: Erstaunliche Erkenntnisse seit 2015

Schon in der Vergangenheit war Technik-Chef Fletcher mit interessanten Erkenntnissen aufgefallen. Im Jahr 2015, kurz nach der Vorstellung des Mac@IBM-Programms, das im Wesentlichen darin besteht, dass sich die Mitarbeiter aussuchen können, ob sie einen Mac oder einen PC nutzen wollen, hatte Fletcher massive Unterschiede im Support-Verhalten entdeckt.

So sollen nur fünf Prozent der Mac-Nutzer Help-Desk-Unterstützung benötigt haben. Unter den Windows-Nutzern sollen es 40 Prozent gewesen sein. Fletchers Aussage damals: „Jeder Mac, den wir kaufen, spart uns Geld“.

Im Jahr 2016 hatte Fletcher die Teilnehmer der JNUC dann mit der Aussage überrascht, dass Macs über eine Zeitspanne von drei bis vier Jahren sogar bis zu drei Mal günstiger als Windows-Rechner seien.

t3n meint:

Wenn hier nicht der Fehler gemacht wird, Korrelationen für Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu halten, dann würde es mich überraschen. Wahrscheinlich wird die Aussage Fletchers stimmen, aber dass der Effekt durch die Mac-Nutzung verursacht wird, darf wohl bezweifelt werden.

Plausibler erscheint mir da die Überlegung, dass High Performer bei IBM lieber mit Macs arbeiten. Dann allerdings könnte Fletcher seine neuesten Erkenntnisse nicht mehr gebrauchen.

Dieter Petereit

Passend dazu:

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16 Kommentare
Stadler
Stadler

Was die t3n Meinung angeht, erscheint es mir als eine sehr persönliche Aussage! Mehr Objektivität wäre hier passender gewesen!

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Dieter Petereit

Bitte? Die Meinung des Autoren ist stets klar namentlich gekennzeichnet und von der Meldung abgesetzt. Wäre es nicht toll, wenn das alle Medien so machen würden?

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Jaroslaw Sarbiewski
Jaroslaw Sarbiewski

Da kann ich dir nur zustimmen. Als ich den Artikel gelesen habe, war ich der gleichen Meinung wie du, ohne deine persoenliche Auffasung darueber vorher gelesen zu haben.

Werner
Werner

Jedes System hat Vor und Nachteile.

=> dass High Performer bei IBM lieber mit Macs arbeiten.
Wäre zu fragen warum das wohl so ist..??

Die genannten anderen Faktoren/Aussagen: Weniger Support Notwendigkeit und das jeder Mac letztendlich Geld spart, also wirtschaftlicher als ein Windows System ist, werden aber wohl auch von t3 nicht bestritten.
Ich bin vor 8 Jahren umgestiegen und bereue es nicht.

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Dieter Petereit

Genau. Ich habe nichts bestritten, das ich nicht bestritten habe.

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Werner
Werner

:-))
Eine Meinung zu meiner Frage?

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Dieter Petereit

Das ist die Frage, ja. Aber egal, wie man sie beantwortet, bleibt die IBM-Beobachtung nur eine Korrelation und beweist nichts.

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Jaroslaw Sarbiewski
Jaroslaw Sarbiewski

Das Thema erinnert mich ein wenig an eine Debatte die ich mit einem Freund mal gefuehrt habe, wo es um die Langlebigkeit von Apple-Geraeten gegenueber guestigerer Geraete anderer Hersteller ging. Er war der Meinung, dass die Applegeraete viel besser und hochwertiger verarbeitet sind und deshalb laenger durchhalten bis die mal defekt sind.
Ich habe zwar nie bestritten, dass Applegeraete im Schnitt laenger durchhalten, jedoch fuehre ich es nicht auf die hochwertige Verarbeitung zurueck, sondern auf die Tatsache, dass Personen mit so ueberteuerten Prestigeobjekten anders umgehen als mit guenstigeren Geraeten.

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Dieter Petereit

Auch eine denkbare Erklärung…

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Andreas
Andreas

Der Autor hat völlig recht mit seiner Stellungnahme. Es ist eine Korrelation festzustellen, aber keine Ursache/Wirkung Beziehung. Und ich finde es gut, dass darauf hingewiesen wird. Vielleicht hätte man den Kommentar etwas neutraler formulieren können, das ist aber Feintuning.

Das Problem ist: Die Leute dürfen sich den Rechner selbst aussuchen.
In einer korrekt aufgesetzten Studie müssten die Leute zufällig ausgewählt werden, aus einer möglichst breiten Schicht. Idealerweise dürften die Studienteilnehmer auch nicht selber wissen, was für ein Betriebssystem sie verwenden (was schwierig ist) um eine psychologische Beeinflussung auszuschließen.

Alles andere ist Marketing. Interessant ist es aber trotzdem. Ich bin übrigens Mac User und Windows User und ich arbeite lieber mit Mac wobei aber Windows stark aufholt und Mac sein MacOS etwas vernachlässigt und auch relativ verbuggt ausliefert. Vor x.2 ist eigentlich keine Version richtig ausgereift. Windows ist mit 1909 aber auch nicht besser.

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Chris
Chris

Zumindest hier im Artikel steht ja auch überhaupt nichts anderes: „Mac-Nutzer arbeiten schneller und erzielen höhere Umsätze als PC-Nutzer.“ das ist lediglich eine empirische Feststellung, eine Kausalität wird da nicht hergestellt Diese bezieht sich nur auf die geringeren Supportaufwände – ein nachvollziehbarer Zusammenhang.

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Fritz
Fritz

Es fehlt die Rechnung, um wieviel 200.000 Rechner teurer in der Anschaffung und Hardwarewartung sind. Je Stück evtl. 500-1000€. Da kann man für Windows auch ein paar Leute mehr einstellen. Insgesammt scheint mir das Support-Team aber bei beiden OS sehr sehr klein zu sein!

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Dieter Petereit

„Je nach Modell spare IBM gegenüber einem PC in einer Lebensspanne von vier Jahren zwischen 273 und 543 US-Dollar, wenngleich die Mac-Rechner zwischen 117 und 454 US-Dollar teurer in der Anschaffung seien.“

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Niclas
Niclas

Leser meint:
Meinungen von Autoren sind Hintern, jeder hat einen. Fakten, ist was die Leser bei Autoren interessiert. Fuer mich und viele meiner Freunde macht diese Statistik vollkommen Sinn. Seit dem ich meine Mutter mit Apple versorgte, hoerten meine Support Telefonate nach kurzen Umstellungsanpassungen zu 100% auf. Das ist jetzt 3 Jahre her.

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Dieter Petereit

Leseverständnis schwach. Ich bin übrigens selbst Mac-Nutzer, warum wohl? Ich habe lediglich den Zusammenhang zu höherer Mitarbeiter-Performance, vor allem mit Blick auf höhere Umsätze pro Deal bezweifelt.

Antworten
Cybaehr
Cybaehr

Das denke ich auch – die Studie ist eher eine Aussage über Menschen, die ein bestimmtes Merkmal eint. Sie haben sich einen Mac ausgesucht. Bewirbt man sich also in Zukunft bei IBM, sollte man sich beiläufig als Mac-User zu erkennen geben.

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