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IBMs Künstliche Intelligenz schlägt menschliche Ärzte bei Diagnose

(Foto: Clockready, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

IBMs Künstliche Intelligenz Watson hat Medienberichten zufolge das Leben einer Frau gerettet, indem es eine Krankheit korrekt diagnostizierte.

IBMs Künstliche Intelligenz (KI) Watson hat laut dem indischen TV-Sender NDTV einen seltenen Fall des Blutkrebs Leukämie bei einer Frau in Japan diagnostiziert, an dessen Diagnose Ärzte zuvor scheiterten. Das System werde vom Medizinischen Institut der Universität von Tokio eingesetzt.

Watson ist in der Lage riesige Datenmengen zu analysieren und zu vergleichen. Das KI-System ist einer breiteren Öffentlichkeit 2011 bekannt geworden, als es die größten menschlichen Meister des TV-Sprachratespiels Jeopardy schlug. Heute wird Watson unter anderem von Banken und im Finanzbereich eingesetzt.

20 Millionen klinische Studien in zehn Minuten verglichen

Watson kam zu dem Ergebnis, dass die Patientin unter einer seltenen Form der Leukämie leidet, nachdem es die genetischen Informationen der Frau mit den genetischen Daten von 20 Millionen klinischen Krebs-Studien verglich. Bei der 60-Jährigen war zuvor eine akute myeloischen Leukämie diagnostiziert worden. Sie wurde daher ohne Erfolg behandelt, sagte Arinobu Tojo, ein Mitglied es Ärzteteams von der Universität Tokio, dem indischen TV-Sender NDTV.

Die Behandlungsempfehlung von Watson nach Diagnose einer anderen selteneren Form der Leukämie sei dann erfolgreich gewesen. Eine Leukämie wird bisher vor allem durch einen Abgleich genetischer Informationen mit klinischen Studien diagnostiziert – angesichts der hohen Informationsmenge eine enorm zeitaufwendige Prozedur für menschliche Ärzte. Die KI war laut Medienberichten in der Lage, die Diagnose in zehn Minuten zu stellen.

Laut Satoru Miyano, einem Professor des Instituts an der Universität Tokio, zeige der Fall, dass KI in den kommenden Jahren das Potenzial habe „die Welt zu verändern“, wird er von Futurism unter Berufung auf den japanischen Rundfunk NHK zitiert.

via futurism.com

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Ein Kommentar
nk
nk

Tja, und die Menschheit benutzt die Algorithmen fürs Bankwesen. Das lässt tief blicken.

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