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Ice Lake: Intel stellt achte Core-Generation vor

(Foto: dpa)

Mit Ice Lake hat Intel erstmals eine neue Prozessorgeneration angekündigt, die im Zehn-Nanometer-Verfahren hergestellt wird. Das Verwirrende: Eigentlich kommen vorher noch zwei andere Core-Generationen.

Intel stellt Ice Lake vor

Intel hat erste Details zu einer neuen Prozessorgeneration namens Ice Lake veröffentlicht. Die Core-Prozessoren dieser Reihe sollen im Zehn-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Was an der Veröffentlichung, die ohne großes Tamtam stattgefunden hat, verwundert, ist der Umstand, dass es sich dabei um die achte Core-Generation halten soll. Dabei hat der Halbleiterkonzern mit Coffee Lake und Cannon Lake bereits zwei weitere Generationen angekündigt, die noch vor Ice Lake erscheinen sollen.

Intel: Ice Lake soll zur achten Generation der Core-CPUs gehören – das ist verwirrend. (Grafik: Intel)

Aktuell befinden sich Intel Core-Prozessoren in der siebten Generation, die vom Konzern Kaby Lake genannt wird. Jetzt bleibt natürlich die Frage, warum die achte Chip-Generation aus gleich drei in unterschiedlichen Verfahren gefertigten Reihen verteilt werden soll. Eine mögliche Erklärung dafür hat Ian Cutress von Anandtech im Gepäck.

Cutress vermutet, dass Intel noch Probleme damit hat, bei größeren Chips eine ausreichend hohe Ausbeute im Zehn-Nanometer-Verfahren zu erreichen. Demnach wäre die für 2018 geplante Cannon-Lake-Familie nur für Notebook-Prozessoren gedacht, während die für 2017 angekündigte nächste Desktop-CPU-Generation Coffee Lake noch im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Später könnte dann Ice Lake die vollständige Umstellung von Desktop- und Notebook-CPU’s auf das Zehn-Nanometer-Verfahren darstellen. Unklar bleibt allerdings, warum Ice Lake der achten Prozessorgeneration zugerechnet wird.

Was hat es mit den verschiedenen Herstellungsverfahren auf sich?

Je kleiner die Fertigungsmethode, desto mehr Transistoren lassen sich auf einer gleichgroßen Fläche einsetzen. Chips mit derselben Transistorenzahl werden dadurch kleiner und verbrauchen weniger Strom, was vor allem im Notebook-Bereich interessant ist. Bleibt hingegen die Größe unverändert, steigert sich durch die erhöhte Transistorenzahl die Leistung des Chips. Diese Herangehensweise ist im Desktop-Bereich sinnvoll, wo Größe und Stromverbrauch eher zu vernachlässigen sind.

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