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Größter ICO aller Zeiten? Startup stellt über Nacht neuen Finanzierungsrekord auf

ICOs als Finanzierungsmodell: Bafin warnt vor dem möglichen Totalverlust. (Grafik: Artem Pohrebniak / Shutterstock)

Der Hype um ICOs als neue Form der Unternehmensfinanzierung hält an. Jetzt konnte ein Startup binnen weniger Stunden über 150 Millionen US-Dollar einsammeln. Doch es gab auch Kritik.

Bei diesen Zahlen dürfte traditionellen Banken wohl schwindelig werden: In nur drei Stunden ist es dem israelischen Startup Bancor nach eigenen Angaben gelungen, rund 153 Millionen US-Dollar über einen ICO (Initial-Coin-Offering) einzuwerben.

Bei dieser neuartigen Finanzierungsform können Anleger mithilfe einer virtuellen Kryptowährung sogenannte Tokens – vergleichbar mit digitalen Coupons – erwerben, die beispielsweise zur Teilhabe an einem Unternehmen berechtigen. Technisch basiert das Verfahren auf der Blockchain-Technologie.

Rekordverdächtige ICO-Finanzierung

Wie Bancor auf seiner Website angibt, beteiligten sich mehr als 10.000 Anleger an der öffentlichen Emission und steuerten insgesamt 396.720 Ether bei, eine virtuelle Währung, deren Kurs zum Zeitpunkt der Emission bei umgerechnet rund 385 US-Dollar lag. Insgesamt ergab sich so ein Investitionsvolumen von rund 153 Millionen US-Dollar. Die Nachrichtenagentur Reuters sprach am Dienstag unter Bezug auf eigene Kursangaben von rund 147 Millionen US-Dollar.

Das Bancor-Protokoll gilt als kommender Standard für die neue Generation von Kryptowährungen. (Bild: Bancor)

Je nach Auslegung handelt es sich somit um einen der, wenn nicht sogar den bisher größten ICO der Branche. Erst im vergangenen Jahr konnte die auf der Ethereum-Blockchain basierende Organisation The Dao umgerechnet rund 150 Millionen US-Dollar von Investoren und Privatpersonen einsammeln.

Bancor versteht sich als der kommende Standard für den Handel mit der neuen Generation der Kryptowährungen, die in Fachkreisen auch „Smart Tokens“ genannt werden. Dank eines entsprechenden Protokolls können Nutzern einen oder mehrere Tokens in Reserve halten, was vielfältige Anwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Erstellung von Blockchain-basierten ETFs ermöglicht.

Kritik in sozialen Netzwerken

Begleitet wurde die Bancor-Finanzierung allerdings auch von Kritik. In sozialen Netzwerken beschwerten sich zahlreiche Investoren laut dem Portal BTC-Echo über nicht ausgeführte Transaktionen, die nach einem langen „Pending“-Status einfach abgebrochen wurden. Außerdem hatte Bancor während der Emission nach eigenen Angaben auch mit einem Hackerangriff zu kämpfen. Dadurch kam es zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Transaktionen. Den Run auf entsprechende Tokens bei Bancor konnten diese Schwierigkeiten aber offenbar nichts anhaben.

Die Popularität der Blockchain sowie den ICOs als neue Form der Unternehmensfinanzierung fernab von Banken oder herkömmlichen Venture-Kapital-Firmen dürfte somit weiter steigen. Erst in der Vorwoche konnte bereits ein anderes Startup auf diese Weise mehrere Millionen US-Dollar einnehmen.

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Ein Kommentar
comps
comps

Bancor hat die Spielregeln während des ICO verändert! So etwas geht gar nicht, man könnte auch sagen, dass dies etwas ist, dass man auch als Manipulation verstehen kann, welche vor Gericht behandelt werden müsste. Komisch, dass man im obigen Bericht nichts darüber lesen darf, obwohl es öffentlich bekannt ist und auch Bancor selbst eine Art Entschuldigungsrede zu diesem Thema gehalten hat (Hidden Cap).

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