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ICO brachten Blockchain-Startups 2017 weit mehr Geld ein als der Risikokapitalmarkt

(Foto: Shutterstock.com)

In den vergangenen 14 Monaten konnten Blockchain-Startups 1,3 Milliarden US-Dollar von traditionellen Risikokapitalgebern einsammeln. Die Summe verblasst allerdings im Vergleich zu den 4,5 Milliarden US-Dollar, die im selben Zeitraum durch ICO eingenommen wurden.

Geht es nach den Vordenkern der Blockchain-Szene, dann wird die Technologie bald beinahe jeden Lebensbereich nachhaltig verändern. So weit ist die Branche zwar noch nicht, aber dafür zeigt sich das disruptive Potenzial der Blockchain immerhin schon in der Art und Weise, wie Startups aus diesem Bereich an das von ihnen benötigte Kapital kommen. Zwar bedienen sich Blockchain-Startups auch am klassischen Risikokapitalmarkt, im gesamten Jahr 2017 und den ersten zwei Monaten von 2018 sammelten sie jedoch deutlich mehr Geld durch Initial Coin Offerings (ICO) ein.

Nach Angaben der Startup-Datenbank Crunchbase konnten Blockchain-Startups in den letzten 14 Monaten 1,3 Milliarden US-Dollar in traditionellen Finanzierungsrunden einnehmen. Im selben Zeitraum wurden durch ICO fast 4,5 Milliarden US-Dollar aufgetrieben. Das blockchain-basierte Finanzierungsmodell erweist sich demnach als deutlich ergiebigere Kapitalquelle für die Branche.

Risikokapitalgeber versus ICO: Weniger Geld, aber mehr Finanzierungsrunden

Interessanterweise gab es zwischen Januar 2017 und Februar 2018 beinahe doppelt so viele traditionelle Finanzierungsrunden im Blockchain-Segment als ICO. Allerdings kam bei den ICO jeweils deutlich mehr Kapital zusammen. Zwar ersetzen ICO in vielen Fällen vor allem Seed-Runden. Die Summen, die dabei eingenommen wurden, erinnerten jedoch häufig eher an Spätphaseninvetitionen.

Das Interesse an der Blockchain-Technologie dürfte auch über das Jahr 2018 erhalten bleiben. Dementsprechend könnte es auch in diesem Jahr wieder einige hochgradig erfolgreiche ICO geben. Potenzielle Investoren sollten sich allerdings genau anschauen, wem sie da ihr Geld geben. Laut einer Analyse von Blockchain.com sind 46 Prozent aller Blockchain-Projekte, die 2017 ein ICO durchgeführt haben, bereits gescheitert – obwohl sie insgesamt mehr als 100 Millionen US-Dollar eingesammelt haben.

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